Frauen in der Wissenschaft: Studie entlarvt Vorurteile von Primatenforschern

APUnter Primatenforschern bilden die Frauen die Mehrheit, in diesem Wissenschaftszweig gibt's keine Geschlechter-Vorurteile - könnte man denken. Eine Studie aber offenbart versteckte Vorbehalte: Laden Männer die Redner zu wichtigen Konferenzen ein, bleiben Frauen oft außen vor.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-868545.html
  1. #1

    Da stimmt was nicht in der Presentation

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Unter Primatenforschern bilden die Frauen die Mehrheit, in diesem Wissenschaftszweig gibt's keine Geschlechter-Vorurteile - könnte man denken. Eine Studie aber offenbart versteckte Vorbehalte: Laden Männer die Redner zu wichtigen Konferenzen ein, bleiben Frauen oft außen vor.

    Studie entlarvt Geschlechter-Vorurteile bei Primatenforschern - SPIEGEL ONLINE
    Sind diese beiden Aussagen vergleichbar? Die erste bezieht sich auf die Vortragenden, während die zweite sich auf die langen Vorträge bezieht.

    ◾Hatten nur Frauen die Konferenz organisiert, waren die Forscherinnen in 64 Prozent der Fälle die Vortragenden (63 von 99).
    ◾Hatten nur Männer die Konferenz organisiert, hielten Forscherinnen nur 29 Prozent der langen Vorträge (34 von 118).
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hatten Männer und Frauen die Konferenz organisiert, hielten Forscherinnen 58 Prozent der langen Vorträge (31 von 53).
    Studie entlarvt Geschlechter-Vorurteile bei Primatenforschern - SPIEGEL ONLINE
    Dieser Fakt beweist wiederum Vorurteile im Journalismus beim Geschlechterthema. Eine Dozentenquote wird sicher bald beschlossen.
  3. #3

    optional

    Das heißt also, wenn Frauen eine Veranstaltung planen, laden Sie zu 58% Frauen und zu 42% Männer ein, Männer laden zu 61% Männer und 39% Frauen ein, also liegen sie ja nicht soweit auseinander. Alles eine Frage Darstellung!
  4. #4

    Kleine Anmerkung

    Um ein "Bewusstsein für die verzerrte Auswahl wecken" zu können, wäre es vielleicht auch hilfreich einen Blick auf die Gegenseite zu werfen, die in dem Artikel indirekt aufgeführt, aber in der Bewertung unterschlagen wird: Hatten Frauen die Konferenz organisiert, hielten Männer 42% der Vorträge. Hatten Männer die Konferenz organisiert, hielten Frauen 39% der Vorträge. Scheint kein allzu großer Unterschied zu sein, oder? Trotzdem wird in der Bewertung nur das Verhalten der Männer problematisiert. Kein Ruhmesblatt für unsere Forscherinnen..
  5. #5

    Das kann man auch anders sehen.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Unter Primatenforschern bilden die Frauen die Mehrheit, in diesem Wissenschaftszweig gibt's keine Geschlechter-Vorurteile - könnte man denken. Eine Studie aber offenbart versteckte Vorbehalte: Laden Männer die Redner zu wichtigen Konferenzen ein, bleiben Frauen oft außen vor.

    Studie entlarvt Geschlechter-Vorurteile bei Primatenforschern - SPIEGEL ONLINE
    ■''Hatten nur Frauen die Konferenz organisiert, waren die Forscherinnen in 64 Prozent der Fälle die Vortragenden (63 von 99)''.
    Das heißt aber auch, dass dieses mal auch die Männer benachteiligt waren, weil die Männer nur zu 36 % die Vortragenden waren.
    Und wenn Männer die Konferenz organisieren , dann sind halt nur 29 % Frauen die Vortragenden.
    Also ein unterschied von 7 % !
  6. #6

    Asimo sagt:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Unter Primatenforschern bilden die Frauen die Mehrheit, in diesem Wissenschaftszweig gibt's keine Geschlechter-Vorurteile - könnte man denken. Eine Studie aber offenbart versteckte Vorbehalte: Laden Männer die Redner zu wichtigen Konferenzen ein, bleiben Frauen oft außen vor.

    Studie entlarvt Geschlechter-Vorurteile bei Primatenforschern - SPIEGEL ONLINE
    Statistisch mag es so aussehen, als gäbe es eine Geschlechterpräferenz. Männer laden mehr Männer ein, Frauen mehr Frauen. Die Gründe mögen indessen vielfältig sein.

    Es sollte sich nicht auf das Geschlecht konzentriert werden, sondern auf Qualifikation und Inhalte. Mir ist es jedenfalls völlig wumpe, welches Gecshlecht die/der Vortragende hat. Wichtig ist was die/der Vortragende zu sagen hat (und auch wie, eine mieserable Präsentation kann spannende Inhalte leider völlig zu nichte machen). Ich kenne eigentlich niemanden in meinem Umfeld die/der das nicht genauso sieht.
  7. #7

    Mehrheit = bessere Wissenschaft ?

    "Unter Primatenforschern bilden die Frauen die Mehrheit" - so what ?
    Eventuell sind die "Maenner in der Minderheit" ja die besseren / renommierteren Wissenschaftler und werden deswegen haeufiger eingeladen, Vortraege zu halten.
    Es koennte sein, dass diese besseren maennlichen Wissenschaftler benachteiligt werden, wenn Frauen die Kongresse austragen.
    Unglaublich was fuer ein "bullshit" heutzutage publiziert wird und dann von SPON wiedergekaut wird.
  8. #8

    Ja, eine Frage der Darstellung!

    Zitat von evacorona Beitrag anzeigen
    Das heißt also, wenn Frauen eine Veranstaltung planen, laden Sie zu 58% Frauen und zu 42% Männer ein, Männer laden zu 61% Männer und 39% Frauen ein, also liegen sie ja nicht soweit auseinander. Alles eine Frage Darstellung!
    Die Frauen stellen 58 % der Mitglieder, und laden zu 58 % Frauen als Dozenten ein.

    Männer stellen 42 % der Mitglieder, laden aber zu 61 % Männer als Dozenten ein.

    Da die meisten Dozenten aus dem Mitglieder-Pool kommen, bevorzugen Männer andere Männer überproportional!
  9. #9

    Hier sind mal wieder...

    die Steinzeitler bei den Foristen aus ihren Loechern gekrochen: die Studie zeigt, dass wenn Frauen an der Organisation beteiligt sind, entspricht das Geschlechtsverhaeltnis der Vortragenden ungefaehr dem Geschlechtsverhaeltnis aller Teilnehmer. Organisieren nur Maenner, sind Frauen unterrepraesentiert. Wie macht daraus eine Diskriminierung von Maennern??