Demokratische Schule in Hamburg: Freiheit, Gleichheit, Kürbissuppe

SPIEGEL ONLINEKeine Klassen, kein Gong, keine Noten: An einer von Nena mitgegründeten Schule in Hamburg dürfen die Kinder machen und lernen, was sie wollen. Sie können mit übers Schulgeld verfügen, Lehrer entlassen und die Regeln ändern. Das klingt nach Chaos. Kann das gutgehen?

http://www.spiegel.de/schulspiegel/n...-a-864354.html
  1. #130

    banteng der Denker

    Leute wie Sie, bateng (Beitrag 4), liebe ich! Bei Ihnen wurde anscheinend nicht genug quantiziert... was auch immer das sein mag. Zum Glück hat es Sie aber doch noch in die Lage versetzt über ein neues Bildungskonzept zu urteilen und dabei so weitsichtig zu sein, ein Medizinstudium gleich noch mit ausschließen zu können. Fortschritt sieht anders aus!
  2. #131

    Zitat von privado Beitrag anzeigen
    Deutschland steht im internationalen Wettbewerb und kämpft um jeden Marktanteil in einer globalisierten Welt und Nena und ein paar Vollpfosten fördern so ein Projekt, das mit großer Wahrscheinlichkeit keine hochqualifizierten Fachkräfte, sondern eher zukünftige Hartz4 Empfänger hervorbringt. Wir machen einfach wozu wir Lust haben - wo hat das denn jemals funktioniert? Aber wir können uns sowas ja leisten...
    Genau, zudem dachte ich, Experimente mit Menschen seien verboten. Aber vielleicht ist ja was dran, vielleicht gibt es ja tatsächlich einen Marktnachfrage nach "Ethnobotanikern" und sonstigen Berufsbildern, der dort seinen Nachwuchs heranzieht.

    Erinnert mich irgendwie an: ".. Wieviel Sozialpädagogen braucht man, um eine Glühbirne reinzuschrauben ... Einen, aber aber die Glühbirne muß auch wirklich wollen."
  3. #132

    Ich denke es funktioniert und wie man sieht gibt es auch hier Regeln. Nicht zu verwchseln mit Anti-Autoritärer Erziehung. Natürlich brauchen Kinder An-Leitung. Ich finde das Modell interresant, bin aber auch kritisch,Ich denke die Mitte machts.
  4. #133

    Demokratische Schule Kapriole - Freiburg

    Demokratische Schulen gibt es schon lange. Für viele Kinder sicher sinnvoll. Aber nicht für alle.
    Man sollte die Wahl haben.
    http://www.kapriole-freiburg.de/deutsch/konzept/
  5. #134

    Sinnlose Kommentare

    Ich kann die meisten unwissenden und selbstgefälligen Kommentare nicht nachvollziehen.

    Meine Kinder gehen auch an eine solche Schule, wenn auch nicht in Hamburg. Die Abgänger letztes Schuljahr mussten alle Schulfremdenprüfung an einer "normalen" Regelschule machen und lagen alle über dem Durchschnitt an dieser Regelschule.

    Und die, die wollten, konnten auch erfolgreich auf ein Gymnasium wechseln.

    Ich kann nur sagen, dass meine Kinder gern an die Schule gehen und stehts froh sind, wenn die Ferien vorbei sind. Die Schule hat einen Lehrer-Schüler-Schlüssel von ca. 1:12 plus Honorarkräfte. Und was den Schülern dort ermöglicht wird, was sie alles machen können - und auch tun - wäre an einer Regelschule undenkbar.

    Der Punkt ist, das Schüler von Natur aus neugierig sind und den ganzen Tag lang beschäftig. Wer denkt die Schüler würden ohne Druck nichts machen, ist entweder naiv oder kennt nur Regelschüler, die nach dem täglichen Martyrium natürlich auf nix mehr Lust haben.

    LG Georg
  6. #135

    immer wieder falsch

    Zitat von si-ar Beitrag anzeigen
    Einstein war ein durchschnittlicher Schüler
    Das wird immer wieder falsch dargestellt.
    Einstein war ein Mathe- und Physik- Genie auf einem altsprachlichen Gymnasium, und wusste über Mathe mit 14 schon mehr, als seine Lehrer. Auf Griechisch und Latein hatte er allerdings keine besondere Lust.
    Wenn andere Kinder Fussball spielten, brütete er über mathematischen Problemen. Mit 16 wollte er in der Schweiz studieren, viel aber wegen Französisch durch.
    Als durchschnittlich würde ich das nicht bezeichnen.
  7. #136

    Für Kästchen

    Zitat von kästchen Beitrag anzeigen
    Abitur. Ein schlechtes. Im Moment: Wartesemester.
    Hatte übrigens Mathe LK, der meinen Schnitt ganz schön nach oben getrieben hat. Mathe und - Englisch. .........

    Als Schüler und später als Student hatte ich eine ganz ähnliche Einstellung wie Sie.

    Mir ging es lediglich darum, mit dem geringsten Aufwand und in möglichst kurzer Zeit die für ein sorgenfreies Leben erforderlichen Zeugnisse und Diplome einzusammeln , weil ich ahnte, dass es da “ Die Via Negativa“ gibt:

    >>Der negative Weg, der Weg des Verzichts, des Weglassens, des Reduzierens.
    Es war die Theologie, die als Erste die Via Negativa beschritt: Man kann nicht sagen, was Gott ist, man kann nur sagen, was Gott nicht ist.
    Auf die heutige Zeit angewandt: Man kann nicht sagen, was uns Erfolg beschert. Man kann nur sagen, was Erfolg verhindert oder zerstört. Mehr muss man auch nicht wissen. um einigermaßen erfolgreich und selbstbestimmt durchs Leben rudern zu können, ohne von den Strudeln verschluckt zu werden.

    Theoretiker haben Mühe mit der Via Negativa. Praktiker hingegen verstehen sie.
    So schreibt der legendäre Investor Warren Buffett über sich und seinen Partner Charlie Munger: »Wir haben nicht gelernt, schwierige Probleme im Geschäftsleben zu lösen. Was wir gelernt haben: sie zu vermeiden.«

    Teilweise geklaut bei Rolf Dobelli, Vorwort zu
    >>Die Kunst des klugen Handelns <<

    Rolf Dobelli zur Lektüre während der Wartesemester empfohlen :-)
  8. #137

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen
    Also sollte man Kinder möglichst viel Druck aussetzen, damit sie sich schonmal an das harte Arbeitsleben gewöhnen können?
    Kinder brauchen Regeln und Grenzen und spätestens als Jugendliche müssen sie lernen, dass die Welt net kunterbunt ist und man muss sie auf den Arbeitsalltag vorbereiten. Dass das mit Druck verbunden ist ist normal und nur gepamperte Kinder werden an der Umstellung zerbrechen.

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen
    Ja, das waren früher noch Zeiten, wo Zucht und Ordnung herrschten und als es wenn nötig auch mal eins mit dem Lineal gab.
    Aber sonst geht es Ihnen noch gut?
    Selbst ich wurde nie in der Schule geschlagen und ich bin schon über 20 Jahre raus, solche Methoden würde niemand befürworten und Sie disqualifizieren Sich selbst.

    Das Modell hört sich gut an, muss aber den gesellschaftlichen Ansprüchen insoweit Genüge tragen, dass die Kinder trotzdem an die Anforderungen des Alltags herangeführt werden. Wenn das klappt hat das Modell wirklich eine Zukunft.
  9. #138

    Glückliche Kinder

    Zitat von georg_müller Beitrag anzeigen

    Ich kann nur sagen, dass meine Kinder gern an die Schule gehen und stehts froh sind, wenn die Ferien vorbei sind. Die Schule hat einen Lehrer-Schüler-Schlüssel von ca. 1:12 plus Honorarkräfte. Und was den Schülern dort ermöglicht wird, was sie alles machen können - und auch tun - wäre an einer Regelschule undenkbar.
    Der Punkt ist, das Schüler von Natur aus neugierig sind und den ganzen Tag lang beschäftig. Wer denkt die Schüler würden ohne Druck nichts machen, ist entweder naiv oder kennt nur Regelschüler, die nach dem täglichen Martyrium natürlich auf nix mehr Lust haben.
    Ihre Kinder haben das Glück, einen Vater zu haben, der ihnen die Privatschule bezahlen kann.
    Bin selber ohne Vater aufgewachsen und habe mich für die Schulen motiviert, indem ich während der Schul- und später der Semsterferien als Hilfarbeiter am Bau oder im Stahlwerk gejobt habe.
  10. #139

    Bestimmen jetzt 13-Jaehrige

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Keine Klassen, kein Gong, keine Noten: An einer von Nena mitgegründeten Schule in Hamburg dürfen die Kinder machen und lernen, was sie wollen. Sie können mit übers Schulgeld verfügen, Lehrer entlassen und die Regeln ändern. Das klingt nach Chaos. Kann das gutgehen?

    Nenas Privatschule: Demokratie an der Neuen Schule Hamburg - SPIEGEL ONLINE
    wie, was, wann und mit welchen Lehrern sie lernen wollen ? Wo nehmen die die Kriterien her ? Aber gut, Schulexperimiente gab es immer, von Montesori bis Rudolf Steiner. Nur: ich habe bisher noch keinen CEO eines DAX-Unternehmens gesehen, der von einer dieser Institutionen kam.