Demokratische Schule in Hamburg: Freiheit, Gleichheit, Kürbissuppe

SPIEGEL ONLINEKeine Klassen, kein Gong, keine Noten: An einer von Nena mitgegründeten Schule in Hamburg dürfen die Kinder machen und lernen, was sie wollen. Sie können mit übers Schulgeld verfügen, Lehrer entlassen und die Regeln ändern. Das klingt nach Chaos. Kann das gutgehen?

http://www.spiegel.de/schulspiegel/n...-a-864354.html
  1. #1

    Sie dürfen Lehrer entlassen...

    Sie dürfen Lehrer entlassen...

    Klasse, ich hoffe die Kids beschweren sich dann aber nicht, wenn ihr Chef das mit ihnen später auch einfach so machen kann und rennen dann nicht zur Gewerkschaft oder zum Anwalt.
  2. #2

    ganz wie im Mittelalter

    ganz wie im Mittelalter... da hat man auch nur das gelernt, was man für nötig empfunden hat...
  3. #3

    Super!!

    "Och nö du, lass mal. Ich hab' jetzt keine Böcke zu lernen..."

    Super-Idee! Das sind die Kompetenzen, die wir im globalen Wettbewerb brauchen!!
  4. #4

    optional

    Lesen, schreiben, und rechnen zu können reicht aber nicht aus um Medizin studieren zu können... Irgendwie muss man aber auch quantizieren können wieviel Wissen die Kinder angesammelt haben, oder?
  5. #5

    Zitat von Guy Montag Beitrag anzeigen
    Das sind die Kompetenzen, die wir im globalen Wettbewerb brauchen!!
    Welche Kompetenzen benötigen wir denn Ihrer Meinung nach im "globalen Wettbewerb"? Und wer ist eigentlich "wir" und wer steht da im Wettbewerb?
  6. #6

    Wow!

    Seit ca. 2 Jahren der erste Spiegelartikel den ich gut fand. Meiner Meinung nach ne sehr gute Variante eine Schule zu führen.
  7. #7

    ...

    ...und jeden tag wird die schulhymne "ich mach mir die welt, wiedewiedewie sie mir gefällt" gesungen. aber nur wenn man auch mag und natürlich wo und wann man will.

    ob so eine schule spätere chirurgen hervorbringt ("habe den druck nicht mehr ausgehalten" wage ich zu bezweifeln. spätere sozial-, kunst- und spielpädagogen dafür bestimmt reichlich... und beim mcdonalds könnens immer jemanden brauchen, der draussen die aschenbecher ausleert.
  8. #8

    Toll, dann darf man als Lehrer den lieben kleinen Valeskas, Luzis und Pippa-Lottas ständig Honig ums Maul schmieren, denn sonst ist er schnell weg, der Job...

    Kinder müssen mit Regeln aufwachsen, anders geht es gar nicht.
    Und die Welt ohne Noten- ansich ein toller Gedanke, funktionert aber nicht, denn auch in einem Medizinstudium wird es später Noten geben und ich denke nicht, dass dann jedes dieser Kinder damit klar kommt.
    Zudem wissen auch andere 15 Jährige an Realschule und Gymnasium, was sie später einmal machen wollen und selbst wenn nicht, können sie sich nach der Schule damit auch noch auseinandersetzen, die werden heute ja schon alle mit 17 fertig...
  9. #9

    Berufswunsch oder eher Träumerei?

    "Ich bin in meiner alten Schule unter dem Druck fast zusammengebrochen", sagt die 16-Jährige. Hier habe sie herausgefunden, dass sie Chirurgin werden wolle, als sie sich im Notfallteam engagiert und verletzte Mitschüler verarztet habe."
    Also ich bin ja kein Experte, aber ich meine mich erinnern zu können, daß man für ein Medizinstudium entweder langes Sitzfleisch oder außergewöhnlich gute Noten vorweisen muss. Da es ja keine Noten in der Friede-Freude-Eierkuchen-Schule gibt, fällt letztere Option schon mal weg. Immerhin hat sie dann nach Schulende noch 7 Jahre Wartezeit, um sich optimal auf das im Medizinstudium übliche Bulimielernen in kürzester Zeit vorzubereiten.
    Dazu trägt sicherlich dabei, daß sie dann mittlerweile auch schon lesen, schreiben, rechnen, malen, einkaufen und putzen kann, nicht zuletzt die soziale Komponente in ihrer schulischen Ausbildung zu erwähnen, die hoffentlich die viel kritisierte, fehlende Empathie der Weißkittel, kompensieren wird.