Britische Schule: Rechtschreibprüfer für Lehrer gesucht

CorbisNicht nur in einigen Schülerdiktaten wimmelt es vor Fehlern. Auch Lehrer stolpern manchmal über die Regeln der Orthografie. Damit das nicht zu oft passiert, hat eine Schule in Großbritannien eine Stelle ausgeschrieben: Rechtschreibprüfer für Lehrertexte.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/r...-a-868744.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In einer Stellungnahme wehrte sich Schulleiter David Hutton gegen die Vermutung, dass sein Kollegium kein korrektes Englisch beherrsche. Die Lehrer an der öffentlichen Schule seien "sehr hochkarätig" und produzierten gemeinsam jedes Jahr Tausende "gut geschriebener Kommentare", die die Eltern über den Fortschritt ihrer Kinder informierten. "Ein letzter Qualitätscheck vor der Veröffentlichung zeigt lediglich das hohe Maß an Professionalität, nach dem wir streben."

    Rechtschreibung britischer Lehrer: Schule sucht nach - SPIEGEL ONLINE
    In einer Stellungnahme wehrte sich SPON-Chefredakteur Rüdiger Ditz gegen die Vermutung, dass sein Kollegium kein korrektes Deutsch beherrsche. Die Autoren in der Redaktion seien "sehr hochkarätig" und produzierten gemeinsam jedes Jahr Tausende "gut geschriebener Artikel und Kommentare", die die Leser über den Fortschritt ihrer Welt informierten. "Ein letzter Qualitätscheck vor der Veröffentlichung zeigt lediglich das hohe Maß an Professionalität, nach dem wir streben."

    Ich wüsste da auch schon einen Kandidaten. Der verdient zur Zeit sein Geld mit Büchern und Lesereisen.
    Damit es nicht wieder Landmarken statt Wahrzeichen, Quadratkilometer statt Hektar und viele andere Fehler gibt ...
  2. #2

    Finde das gar nicht unnatürlich. Wer darüber lacht, sollte einmal eigene Texte in ein professionelles Lektorat geben. Da wird sich mancher wundern.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In einer Stellungnahme wehrte sich Schulleiter David Hutton gegen die Vermutung, dass sein Kollegium kein korrektes Englisch beherrsche. Die Lehrer an der öffentlichen Schule seien "sehr hochkarätig" und produzierten gemeinsam jedes Jahr Tausende "gut geschriebener Kommentare", die die Eltern über den Fortschritt ihrer Kinder informierten. "Ein letzter Qualitätscheck vor der Veröffentlichung zeigt lediglich das hohe Maß an Professionalität, nach dem wir streben."

    Rechtschreibung britischer Lehrer: Schule sucht nach - SPIEGEL ONLINE
    In einer Stellungnahme wehrte sich SPON-Chefredakteur Rüdiger Ditz gegen die Vermutung, dass sein Kollegium kein korrektes Deutsch beherrsche. Die Autoren in der Redaktion seien "sehr hochkarätig" und produzierten gemeinsam jedes Jahr Tausende "gut geschriebener Artikel und Kommentare", die die Leser über den Fortschritt ihrer Welt informierten. "Ein letzter Qualitätscheck vor der Veröffentlichung zeigt lediglich das hohe Maß an Professionalität, nach dem wir streben."

    Ich wüsste da auch schon einen Kandidaten. Der verdient zur Zeit sein Geld mit Büchern und Lesereisen.
    Damit es nicht wieder Landmarken statt Wahrzeichen, Quadratkilometer statt Hektar und viele andere Fehler gibt ...
  4. #4

    Bräuchte die Berliner Gesamtschule,

    auf die die Tochter meiner Freundin geht, unbedingt auch. Habe bisher von denen nur Texte mit jeweils mehreren Fehlern erhalten; wahrscheinlich "Flüchtigkeitsfehler".
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nicht nur in einigen Schülerdiktaten wimmelt es vor Fehlern. Auch Lehrer stolpern manchmal über die Regeln der Orthografie. Damit das nicht zu oft passiert, hat eine Schule in Großbritannien eine Stelle ausgeschrieben: Rechtschreibprüfer für Lehrertexte.

    Rechtschreibung britischer Lehrer: Schule sucht nach - SPIEGEL ONLINE
    Na und? In jeden Betrieb werden wichtige Mails und Dokumente gegengelesen... was für ein Zirkus.
  6. #6

    Lektorat, von wem?

    Kleine Anekdote aus meiner Zeit bei einem New Yorker Startup: Ich musste die englischen Geschäftsbriefe gegenlesen (1 Monat nachdem ich aus D rübergemacht habe) - zur Fairness halber sei gesagt: Wir waren 13 mit 11 verschiedenen Nationalitäten.

    Mein Chef war der einzige Muttersprachler und fand als Ingenieur die englische Rechtschreibung und Grammatik zum verzweifeln inkonsistent. Er war deutschstämmig, sein Deutsch war - vom Akzent mal abgesehen - ausgezeichnet.

    Fehler passieren, Journalisten, die über die Fehler anderer berichten, sind die Einzigen, bei denen die Latte höher gelegt werden muss. (was anderes tun Journalisten im Prinzip nicht, ansonsten nennt man sie Kolumnisten)
  7. #7

    Ich wundere mich immer...

    wie lange es dauert, bis Menschen aus ihren Fehlern lernen. Wenn Jahre lang kein grosser Wert mehr auf Rechtschreibung gelegt wird, dann tritt eben irgendwann der Zustand ein, dass auch Lehrer ihre eigene Sprache nicht mehr beherrschen. Jetzt müssen also Steuerzahler die Zeche für neue Stellen in Schulen bezahlen, weil deren Lehrer es in der Vergangenheit versäumt haben, auf Orthografie Wert zu legen.

    Selbst Journalisten, die für "angesehene" Zeitungen schreiben, kennen übrigens oft nicht mehr den Unterschied zwischen "das" und "dass".
  8. #8

    Zitat von blowup Beitrag anzeigen
    Finde das gar nicht unnatürlich. Wer darüber lacht, sollte einmal eigene Texte in ein professionelles Lektorat geben. Da wird sich mancher wundern.
    In der Tat.
    Ich habe vor einiger Zeit meine alten ICQ-Logs nach einer bestimmten Information durchsucht. Holla die Waldfee! Ein wenig beschämt war ich in jenem Moment schon. Da denkt man, man bemühe sich redlich um eine möglichst korrekte Schreibweise (denn man möchte es dem Leser seiner Ergüsse ja nicht schwerer als nötig machen) und muss dann dank seiner ureigenen Werke die schmerzliche Lektion lernen, dass dieses redliche Bemühen doch eher vergebens war...

    Den Rest gibt man dem inneren Grammar-Nazi dann mit einem Test zur Groß- und Kleinschreibung, wahlweise auch Getrennt- und Zusammenschreibung nach den aktuellen Rechtschreibregeln. Wer dann noch nicht genug hat, darf mit Kommasetzung weitermachen. (Oder "weiter machen"? Argh!) Das ist besonders dann sehr erbaulich, wenn man selbst noch die alte Rechtschreibung gelernt hat und nunmehr feststellen darf, dass so manches (Oder "Manches"?) von dem, was einem der Deutschlehrer einst ins Hirn geprügelt hatte, inzwischen falsch ist - oder zumindest, dass man selbst einen wüsten Mix aus alter und neuer Rechtschreibung produziert...

    Ach: die Briten hatten übrigens schon sehr, sehr lange keine Rechtschreibreform mehr. ;-)

    PS: ich bitte um Nachsicht angesichts meiner Rechtschreibfehler.
  9. #9

    Deutschland

    So etwas wäre dringend auch an deutschen Schulen nötig, aber auch in Redaktionen aller Medien (Zeitungen, Zeitschriften, Online, Fernsehen, Radio). Wie soll ein Schüler eine Sprache lernen, wenn nicht einmal die Lehrer und die "Vorbilder" die Grundregeln beherrschen?