Weltreise als Diplomarbeit: Tauschhandel zum Abschluss

Florian LuxenburgerFür seine Diplomarbeit reist Florian Luxenburger um die Welt und startet eine kuriose Tauschkette: Er gibt das Kaleidoskop seiner Oma weg - und bekommt eine Bronzepyramide, ein Spielzeugschiff und eine Nutella-Spritze. Seine Tauschpartner fotografiert er und schreibt ihre Geschichten auf.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-867504.html
  1. #1

    Selbstinszenierungswahn

    Jetzt kann man schon mit dem eigenen Individualisierungstrip Diplomarbeiten einreichen.

    Wem bringt das was? Welche wichtige Arbeit wird dieser Typ mal leisten? Brücken bauen? Schränke zimmer? Alte pflegen?
  2. #2

    Wahnsinn!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für seine Diplomarbeit reist Florian Luxenburger um die Welt und startet eine kuriose Tauschkette: Er gibt das Kaleidoskop seiner Oma weg - und bekommt eine Bronzepyramide, ein Spielzeugschiff und eine Nutella-Spritze. Seine Tauschpartner fotografiert er und schreibt ihre Geschichten auf.

    Der Student Florian Luxenburger tauscht Gegenstände und Geschichten - SPIEGEL ONLINE
    Wahnsinn, worüber man heutzutage alles eine "Diplomarbeit" schreiben kann und fortan als Akademiker gilt. Nicht, dass die Idee nicht originell wäre (auch wenn sie schon einen langen Bart hat und keineswegs neu ist) - aber DARÜBER eine wissenschaftliche Arbeit (!) zum Abschluss eines Hochschulstudiums schreiben!?

    Ich habe selbst für meine Bachelorarbeit in den Naturwissenschaften knapp ein halbes Jahr - Vollzeit - im Labor einer Forschungsgruppe einer medizinischen Universität stehen müssen...
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für seine Diplomarbeit reist Florian Luxenburger um die Welt und startet eine kuriose Tauschkette: Er gibt das Kaleidoskop seiner Oma weg - und bekommt eine Bronzepyramide, ein Spielzeugschiff und eine Nutella-Spritze. Seine Tauschpartner fotografiert er und schreibt ihre Geschichten auf.
    Ich verstehe da etwas nicht: hier steht, dass er für seine Diplomarbeit die Weltreise machte, im Artikel steht jedoch, dass es ein Praxissemester war. Was stimmt denn nun davon?
    Und falls diese Weltreise Teil der Diplomarbeit war, wundere ich mich, welchen geringen Anspruch die FH Trier an ihre Studierenden stellt. In Wikipedia ist zum Thema Diplomarbeit u. a. zu finden:
    Durch die Diplomarbeit soll die anfertigende Person nachweisen, dass sie in der Lage ist, ein Problem in einer vorgegebenen Frist selbstständig mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden zu bearbeiten. Eigenständige Forschungsanteile sind kein erforderlicher Teil der Arbeit.
    Welcher Teil einer Weltreise mit Verbindung eines Tauschhandels und Fotografieren ist denn bitteschön wissenschaftlich? Welche Problem-/Fragestellung wurde bearbeitet?
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für seine Diplomarbeit reist Florian Luxenburger um die Welt und startet eine kuriose Tauschkette: Er gibt das Kaleidoskop seiner Oma weg - und bekommt eine Bronzepyramide, ein Spielzeugschiff und eine Nutella-Spritze. Seine Tauschpartner fotografiert er und schreibt ihre Geschichten auf.

    Der Student Florian Luxenburger tauscht Gegenstände und Geschichten - SPIEGEL ONLINE
    Da hatte der Student ja reichlich Zeit und vor allem Geld um durch die Welt zu jetten. Kommunikationsdesigner mit Tauscherfahrung, solche Taxifahrer können später wenigstens viel zu erzählen.
  5. #5

    Akademiker ist der Typ nicht.

    Zitat von colakirsch Beitrag anzeigen
    Wahnsinn, worüber man heutzutage alles eine "Diplomarbeit" schreiben kann und fortan als Akademiker gilt.
    Nun ja, dass einer von der FH als Akademiker gilt, halte ich ja noch für ein Gerücht. Er hat meines Erachtens nach eine gehobene Ausbildung, aber um wirklicher Akademiker zu sein, müßte er zum einen eine Universität besucht haben und dort zumindest akademisch tätig geworden sein. EIn Studium Generale zu Beginn wäre auch nicht verkehrt. Dies würde ich daher beispielsweise auch den Medizinern und den BWLern absprechen und bis zu einem gewissen Grade auch den Juristen (okay, es ist immerhin eine 2000 Jahre alte Rechtslehre und es gibt auch Rechtsphilosophie und Römische Rechtsgeschichte etc.). Aber im Prinzip gehören auch diese Studiengänge als Ausbildung an die FH.
  6. #6

    Zitat von patbateman-ny Beitrag anzeigen
    Nun ja, dass einer von der FH als Akademiker gilt, halte ich ja noch für ein Gerücht.
    Keinesfalls, der Duden | Akademiker | Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Synonyme schreibt dazu:
    Bedeutungen
    1.jemand, der eine Universitäts- oder Hochschulausbildung hat
    Zitat von patbateman-ny Beitrag anzeigen
    Dies würde ich daher beispielsweise auch den Medizinern und den BWLern absprechen und bis zu einem gewissen Grade auch den Juristen (okay, es ist immerhin eine 2000 Jahre alte Rechtslehre und es gibt auch Rechtsphilosophie und Römische Rechtsgeschichte etc.). Aber im Prinzip gehören auch diese Studiengänge als Ausbildung an die FH.
    Dass z. B. Medizin, BWL und Jura eigentlich keine Universitätsstudiengänge sein müssen, stimme ich Ihnen zu. Aber gerade in der Medizin wird dies ganz anders gesehen und damit würden Sie heftigen Gegenwind erfahren.
  7. #7

    Zitat von leilaoe Beitrag anzeigen
    Jetzt kann man schon mit dem eigenen Individualisierungstrip Diplomarbeiten einreichen.
    Wem bringt das was? Welche wichtige Arbeit wird dieser Typ mal leisten? Brücken bauen? Schränke zimmer? Alte pflegen?
    Sie haben sicher überlesen, dass es um einen TEIL seiner Diplomarbeit ging. Kennen Sie das Thema? Haben Sie sie gelesen? Genau.

    Als Student von Film, Photografie und Photojournalismus hat er natürlich nur in Trier zu bleiben. Oder in Botropp. Da ist er am Puls der Zeit!
    Wenn Sie studiert haben, wissen Sie sicher auch, dass das Studium Persönlichkeiten formen soll: Ein Reisesemester durch die Welt würde ich so manchem Zahlenverdreher in der Wirtschaft gewünscht haben.
    Schauen Sie sich doch einfach mal seine Arbeit an. Oder seine Seite unter http://florian-luxenburger.de/

    Davon mal abgesehen - vielleicht bauen Leute wie er keine Brücken oder Schränke und pflegen Alte. Vielleicht wird er nur der nächste Jack Kerouac, bringt ein neues Nevermind-Album raus oder sonst so einen überflüssigen "QUATSCH".

    P.S. Die Frage "Wem bringt das was!?" habe ich meinem Mathe- und Physiklehrer damals auch immer gestellt. Nur war ich da 15 Jahre alt. Und der nächste Archimedes bin ich deswegen auch nicht geworden. Denken Sie mal drüber nach.
  8. #8

    „ …In der jeweiligen Stadt angekommen, begann Luxenburger, in Szeneviertel und Bars zu gehen. Er besuchte Maler, Fotografen, Bildhauer und Street-Art-Künstler. Er wohnte bei Menschen, die er zufällig auf Partys kennengelernte, ließ sich weiterempfehlen oder quartierte sich in einem alternativen Künstlerhaus ein. …”

    -> Ich gehe also raus in die Welt, um mich dann mit Leuten zu beschäftigen, die bisher Teil meines Studiums waren??
    „ …Ganz auf die "Kunstnummer" könnte er sich jedoch nicht verlassen, deshalb hat Luxenburger nach seinem Uni-Abschluss gerade mit Freunden eine kreative Bürogemeinschaft gegründet. …”
    -> Gott lob hat er keine unkreative Brüogemeinschaft gegründet …
    Was für ein Nonsense … sich einfach mal weniger in den Mittelpunkt stellen … dann klappts auch mit der „Kunstnummer“!
  9. #9

    „ …In der jeweiligen Stadt angekommen, begann Luxenburger, in Szeneviertel und Bars zu gehen. Er besuchte Maler, Fotografen, Bildhauer und Street-Art-Künstler. Er wohnte bei Menschen, die er zufällig auf Partys kennengelernte, ließ sich weiterempfehlen oder quartierte sich in einem alternativen Künstlerhaus ein. …”

    -> Ich gehe also raus in die Welt, um mich dann mit Leuten zu beschäftigen, die bisher Teil meines Studiums waren??
    „ …Ganz auf die "Kunstnummer" könnte er sich jedoch nicht verlassen, deshalb hat Luxenburger nach seinem Uni-Abschluss gerade mit Freunden eine kreative Bürogemeinschaft gegründet. …”
    -> Gott lob hat er keine unkreative Brüogemeinschaft gegründet …
    Was für ein Nonsense … sich einfach mal weniger in den Mittelpunkt stellen … dann klappts auch mit der „Kunstnummer“!