Gaza-Konflikt: Israel und Hamas vereinbaren Waffenruhe

AFP

Die Hoffnungen auf einen Waffenstillstand haben sich zerschlagen, die Kämpfe wurden sogar noch verstärkt: Israel feuerte in der Nacht mit Panzern und Kanonenbooten auf Ziele im Gaza-Streifen. Militante Palästinenser antworteten mit mehr als 200 Raketenattacken.





http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-868574.html
  1. #1

    Zeit wird´s...

    Abgesehen von den menschlichen Opfern und der Frage der Rechtfertigung ist dieser Krieg ein Spiel mit dem Feuer. Die bislang angefallenen Kosten wirken sich mit über 600 Mio bereits spürbar aus. Wie gedenkt Israel denn eine Ausweitung zu finanzieren? Allein sich auf den ebenfalls finanziell angeschlagenen Bündnispartner USA zu verlassen wäre naiv. Israel hat Muskeln gezeigt, nun steht eine echte Einigung und Anerkennung des Palästinenserstaates an.
  2. #2

    Ich stehe in engem Kontakt zu einiges Freunden aus Israel und Palästina. Laut deren absolut vertrauenswürdigen Angabe wird weiterhin gekämpft.
  3. #3

    Clintons Erfolg

    Diese Waffenruhe ging dann mit Sicherheit auf die Bemühungen und den Einfluss der amerikanischen Außenministerin zurück. Es fragt sich nun, warum sich Westerwelle dort überhaupt als Vermittler aufgedrängt hatte. Das zeigt doch, dass der deutsche Außenminister, wie auch der französische, von den beteiligten Parteien ohnehin nicht ernst genommen wurde.
  4. #4

    lustig...

    Zitat von rechtsanwalthh Beitrag anzeigen
    Abgesehen von den menschlichen Opfern und der Frage der Rechtfertigung ist dieser Krieg ein Spiel mit dem Feuer. Die bislang angefallenen Kosten wirken sich mit über 600 Mio bereits spürbar aus. Wie gedenkt Israel denn eine Ausweitung zu finanzieren? Allein sich auf den ebenfalls finanziell angeschlagenen Bündnispartner USA zu verlassen wäre naiv. Israel hat Muskeln gezeigt, nun steht eine echte Einigung und Anerkennung des Palästinenserstaates an.
    Sie sprechen von einer "echten Einigung und Anerkennung des Palästinenserstaates", verpflichten damit die eine Seite.
    Sie ahnen was fehlt: Ihr Aufruf an die andere Seite (HAMAS), auf Terrorismus zu verzichten, und Ihre Statuten abzuändern, in dem alle Mordaufrufe an jedem Israeli und die Vernichtung des Staates Israel aufgegeben werden.
    warum führen Sie diese Bedingung nicht auch an?

    Sie stimmen doch überein, dass ein von der UNO anerkannter Staat NIEMALS von einer international so bezeichneten und eingestuften Terrororganisation mit dem aktuellen Statut geführt werden kann?
    Würde Deutschland mit Frankreich auch nur einmal reden, wäre in der französischen Verfassung die Tötung jedes Deutschen und die Vernichtung Deutschlands festgeschrieben?
  5. #5

    Viel Feind - viel Ehr'

    Viel Feind - viel Ehr', heisst eine altertümliche Floskel. Nun, was altertümlich anmutet muss nicht immer falsch sein. Angesichts der Raketenangriffe der Hamas auf israelisches Gebiet sehen sich viele veranlasst, die Luftangriffe der israelischen Armee auf die Bewohner im Gaza zu rechtfertigen: Israel habe schliesslich ein Recht auf Verteidigung.
    Im ersten Moment scheint diese Position plausibel zu sein. Nur: Wer wie die Machthaber in Israel auf die (zweifellos vorhandene) mitärische Überlegenheit ihrer ferngesteuerten Dronen, Helikopter und Raketenarsenale setzt, lässt ausser Acht, dass diese Art der Verteidigung der Mathematik des Krieges unterliegt: Je mehr Palästinenser getötet oder verwundet werden, umso grösser wird die Feindschaft der Bevölkerung gegen Israel. Das Motto der Vergeltung: Auge um Auge, Zahn um Zahn ist die Philosophie des ewigen Kriegs, wie er seit 1947 herrscht. Wer auf militärische Stärke setzt signalisiert dem Gegner, dass man nur im Falle einer militärischen Niederlage bereit ist, Kompromisse auszuhandeln. Das aber stärkt den militanten Flügel der Hamas, den man eigentlich schwächen wollte.
    Wollte man das wirklich? Ich glaube nicht! Viele Analytiker weisen darauf hin, dass hinter der militärischen Option durchaus ein wirtschaftliches Interesse steckt. (Nachzulesen unter dem Stichwort "Kanonen-Kaviar-Index" und "Das Davoser Dilemma" bei Noomi Klein, Die Schockstrategie, 3. Aufl. Frankfurt, 2010, S. 597 ff.) Viel Feind - viel money, müsste das eingangs zitierte Sprichwort demnach heute lauten.
    Israels Regierungen haben zwar Kriege "gewonnen" gegen Ägypten, Syrien, Jordanien und den Libanon. Sie haben aber zu keiner Zeit eine Strategie des Friedens gegenüber den Palästinensern entwickelt, auf deren Boden sie ohne zu fragen 1948 ihren Staat errichteten.
  6. #6

    Alles beim Alten

    Zitat von rechtsanwalthh Beitrag anzeigen
    Abgesehen von den menschlichen Opfern und der Frage der Rechtfertigung ist dieser Krieg ein Spiel mit dem Feuer. Die bislang angefallenen Kosten wirken sich mit über 600 Mio bereits spürbar aus. Wie gedenkt Israel denn eine Ausweitung zu finanzieren? Allein sich auf den ebenfalls finanziell angeschlagenen Bündnispartner USA zu verlassen wäre naiv. Israel hat Muskeln gezeigt, nun steht eine echte Einigung und Anerkennung des Palästinenserstaates an.
    Gut ist, dass nun Waffenruhe beschlossen wurde, aber wie es weitergehen soll das wird auch bis in aller Ewigkeit verschoben, denn das kennen wir ja nun schon.
    Der Konflikt besteht doch weiter, Israel will und muss weiterexistieren und die Palästinenser werden auch weiter auf ihren eigenen Staat mit allen Rechten warten müssen, denn die Mächtigen dieser Welt werden dementsprechend auch nichts bewegen.
    Wie oft gab es schon so ein Scharmützel und was hat man daraus gelernt?
    HR
  7. #7

    Da ist die Hamas ja mal zur Abwechslung vernünftig.
    Aber wenn die anderen (noch radikaleren) Gruppen noch Raketen haben, wird das wohl wieder nichts.
  8. #8

    Gute Nachricht

    Allerdings ist eine Waffenruhe kein Friedensvertrag. Solange die Palästinenser weiterhin nicht das Existenzrecht Israels anerkennen und die Israelis nicht bereit sind alle Siedlungen im Westjordanland aufzugeben, wird es keinen Frieden geben.
  9. #9

    besser als nichts

    eine waffenruhe ist zwar besser als nichts, aber die lösung des konflikts ist damit ist damit keinesfalls gegeben.