Bachelor und Master: Hochschulchefs versprechen Bologna-Check

KIT/Harry MarxSie wurde kritisiert, gelobt, verwünscht: Jetzt wollen Deutschlands Hochschul-Chefs die Bologna-Reform überprüfen. Jedes Fach schauen sie sich an, jede Vorgabe in jedem Bundesland. Kritiker der Reform sollten sich nicht zu früh freuen, denn das gute alte Diplom kommt nicht zurück.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-868527.html
  1. #1

    amerikanisierter Schwachsinn

    B & M, dafür wurde das deutsche Diplom in den Wind geworfen. Kohl und Schröder nebst ihren damaligen Ministern haben diesen Mist erst ermöglicht, eine Plagiatsverdächtige Ministerin Schavan (ohne Diplom) mit Dr., verteidigt diesen Bildungsnonsens, eingefädelt von CDU/SPD/Grünen
  2. #2

    Über die Umstellung könnte ich hier Seiten vollschreiben

    Es hat keinen Sinn, die Geschichte umkehren zu wollen. Das Diplom ist weg und damit müssen wir leben.

    Die Frage ist doch, was man am BAMA verändern kann, um für die Studenten mehr zu erreichen?

    Ich kann mich noch erinnern, dass wir Probleme hatten, welche Prüfungen man in welchen Modulen zusammenfasst. Warum kann nicht gelten:


    1 Lehrveranstaltung = 1 Prüfung

    ?
  3. #3

    Ein guter Plan

    Im folgenden Beitrag spreche ich nun einmal für die Christian-Albrechts-Universität Kiel!
    Nach der Einführung des Bachelor- und Master-Systems im Jahre 2002 wurde 2011 eine fächerübergreifende Befragung durchgeführt, wobei 82 % der Bachelorstudierenden mit den Studienbedingungen zufrieden waren. Als diese Studierenden im Jahr 2008 ihr Studium begannen, waren es noch 10 % weniger.
    Demgegenüber haben sich viele Universitäten mit Händen und Füßen gegen die Einführung gewehrt und auch eine rechtzeitige Umstellung verschlafen. Diese eklatanten Versäumnisse werden nun auf dem Rücken der Studierenden sichtbar und dafür sind allein die Universitäten verantwortlich.
    Im Fachbereich Agrarwissenschaften sieht es an der CAU Kiel mit der Zufriedenheit der Studierenden noch besser aus (88 %). Dort haben Fachschaft, Studierendensekretariat und Dekanat die Kinderkrankheiten beseitigen können und das System regelmäßig nachjustiert. Damit sind Bachelor- und Master an der CAU Kiel in der Realtät angekommen!
  4. #4

    Eigentlich...

    ...gibt es diese Überprüfung ja schon längst. Sie heißt: Studiengangakkreditierung. Wenn da alle Hausaufgaben richtig gemacht worden wären, wären weniger Studiengänge handwerklich schlecht gemacht worden. Die Studiengangsakkreditierungen fußen übrigens auf Beschlüssen der Kultusministerkonferenz und - man staune - der Hochschulrektorenkonferenz. Wenn die jetzt behauptet, dass man erst kontollieren muss, frage ich mich, wer die Tonnen von Papier im letzten Jahrzehnt bei denen verzapft hat. Oder hat keiner die Papiere gelesen?

    Außerdem (zum wiederholten Male): Für Uni-Studiengänge galt und gilt: Diplom = Bachelor Master; von etwas anderem war nie die Rede. Damit war nie vorgesehen (obwohl vermutlich politisch intendiert, da weniger Studierende zum Master geführt werden sollten), dass Studierende "schneller" fertig werden. Früher war es "normal", dass man 12 oder 13 Semester bis zum Diplom brauchte (zumal wer nebenher arbeiten muss), heute glauben die Studierenden schon selbst, dass man mit 7 Sem. Bachelor und 5 Semester Master viel zu lange studiert. Das ist aber in gewisser Weise ein gesellschaftliches Problem, keines der Studienorganisation.
  5. #5

    optional

    Also soweit ich weiß, findet man im Bereich Physik so gut wie immer einen Platz für den Master. Bewerbung ist da mehr so eine Art Formalität. (Zumindest an meiner Uni und man hört sonst auch nie anderes)
  6. #6

    Es wird übertrieben

    Ich bin auch kein Freund der Bachelor- und Masterstudiengänge, aber diese sind den Universitäten durch die Politik aufgezwungen worden.

    Dennoch halte ich viele Stellen in dem Artikel für fragwürdig.
    „Es ist für mich fraglich, ob studienbegleitende Prüfungen wirklich so scharf sein müssen, wie sie zum Teil sind." Die dichte Studienorganisation mit der zum Teil üblichen Anwesenheitspflicht und eine hohe Zahl von begleitenden Prüfungen führt häufig zum Studienabbruch - vor allem in den ersten Bachelor-Semestern der Naturwissenschaften.“
    Anwesenheitspflicht besteht an unserer Universität ausschließlich für praktische Übungen. Es ist explizit verboten, in Seminaren oder Vorlesungen Anwesenheitslisten zu führen. Und es sind auch nicht die vielen Prüfungen, die zum Studienabbruch führen, sondern in vielen Fällen die schlechte schulische Vorbildung. Man schaue nur mal hier, wen wundert dann die hohe Abbruchquote in den Naturwissenschaften?
    http://www.fr-online.de/wissenschaft/studium-beim-wurzelziehen-versagt,1472788,17574924.html
  7. #7

    Verlängerte Regelstudienzeit

    Natürlich ist man nach 6 Semestern kein Physiker, Chemiker oder Biologe. Wer außer den Politikern hat denn so etwas auch angenommen? An unserer Uni war allen klar, dass kaum ein Naturwissenschaftler unter dem Master (in Chemie ohne Promotion) die Uni verlassen würde. Allerdings hat sich durch die neuen Studiengänge die Regelstudienzeit sogar erhöht. Früher gab es 4 Semester bis zum Vordiplom, 4 Semester bis zum Diplom. Bis zum BSc sind es nun 6 Semester, dazu kommen 4 Semester bis zum Master.
  8. #8

    Eine Prüfung pro Modul

    Zitat von der_pirat Beitrag anzeigen
    Es hat keinen Sinn, die Geschichte umkehren zu wollen. Das Diplom ist weg und damit müssen wir leben.

    Die Frage ist doch, was man am BAMA verändern kann, um für die Studenten mehr zu erreichen?

    Ich kann mich noch erinnern, dass wir Probleme hatten, welche Prüfungen man in welchen Modulen zusammenfasst. Warum kann nicht gelten:


    1 Lehrveranstaltung = 1 Prüfung

    ?
    Du liebe Güte. Das ist viel zu viel. Gefordert wird von der Kultusminsterkonferenz: nur noch eine Prüfung pro Modul. Das wird die Studierenden übrigens sehr begeistern. Die meisten wollen nämlich lieber mehrere Prüfungen über weniger Stoff als eine Prüfung nach Modulabschluss
    .
  9. #9

    Regelstudienzeit verlängert? Was für ein Irrwitz!

    Zitat von leonardo01 Beitrag anzeigen
    Allerdings hat sich durch die neuen Studiengänge die Regelstudienzeit
    sogar erhöht. Früher gab es 4 Semester bis zum Vordiplom, 4 Semester bis zum Diplom. Bis zum BSc sind es nun 6 Semester, dazu
    kommen 4 Semester bis zum Master.
    Frau Schavan soll zurücktreten. Die Bologna Reformen haben keines
    ihrer Ziele erreicht. Das schlimmste Unheil ist, dass Wissen auf niedrigem
    Niveau vermittelt wird. Das Denken und die Allgemeinbildung bleibt
    auf der Strecke. Der dadurch verursachte Schaden für die
    Konkurrenzfähigkeit der Deutschen in einer globalisierten Welt ist
    unabsehbar: Der Siegeszug der Dummen muss jetzt gestoppt werden.