Themenwoche "Tod und Sterben": Lass uns leben, ARD!

dapdDie ARD-Themenwoche "Tod und Sterben" ist in vollem Gange: Auf allen Kanälen geht es ums Jenseits, Krankheit, Vergänglichkeit und Trauer. Nichts gegen das Thema, aber in dieser Ballung ist das schwer erträglich. Vor allem morgens, im Nebel, an der Bushaltestelle.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/lieb...-a-868469.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die ARD-Themenwoche "Tod und Sterben" ist in vollem Gange: Auf allen Kanälen geht es ums Jenseits, Krankheit, Vergänglichkeit und Trauer. Nichts gegen das Thema, aber in dieser Ballung ist das schwer erträglich. Vor allem morgens, im Nebel, an der Bushaltestelle.

    Liebe ARD: Ein Brief zur Themenwoche "Tod und Sterben" - SPIEGEL ONLINE
    Endlich einmal kopiert die ARD nicht das Programm der Privaten und wendet sich auch solchen Themen zu. Diese Ballung finde ichaber nicht so "schwer erträglich", man muss ja nicht alles anschauen.
    Auf jeden Fall ist es das erste Mal seit langem, dass ich meine GEZ-Zahlungen sinnvoll eingesetzt sehe.
  2. #2

    Der Alte Fritz

    hat mit seiner Frage "Hunde, wollt Ihr ewig leben?" den Nagel auf den Kopf getroffen. Die Leute sollten sich weniger sorgen machen um ihren Tod, der unausweichlich ist, und die ihnen verbleibende Zeit nutzen, etwas sinnvolles zu tun und ein bisschen zu leben. Wer sein Leben auf die Zeit nach der Berufstätigkeit verlegen will, hat möglicherweise verkehrt gewettet. Die allgemeine Lebenserwartung steigt zwar, statistisch betrachtet, aber wie sagte ein anderer grosser Staatsmann (Benjamin Disraeli) so schön: "Lügen, verdammte Lügen, und Statistik". Was auf den Durchschnitt der Gesamtbevölkerung zutrifft muss noch lange nicht für den einzelnen gelten.
  3. #3

    Vergänglichkeit

    Das Thema ist eigentlich zu ernst als es so zu "vermarkten" wie es die ARD tut. Die Talk Gäste mit dem "Sorechblasen-Gehabe" die sich mit "tiefster Betroffenheit äußern" sind leider auch unvermeindbar. Hier wird eine gute Idee mit zu überladenen Beiträgen, die Inhaltlich wegen des Themas immer wieder ähnliche Sequenzen aufweisen, kaputt gemacht. Nach anfänglichem Interesse da bei mir auch die "Einschläge" näher kommen, habe ich von der Fernbedienung Gebrauch gemacht und bin aus dem Thema ausgestiegen. Allzuviel ist bei dieser Themenwahl auch ungesund.
  4. #4

    17,98 Euro für die Erkenntnis, wie wir alle sterben

    Zitat von troy_mcclure Beitrag anzeigen
    Auf jeden Fall ist es das erste Mal seit langem, dass ich meine GEZ-Zahlungen sinnvoll eingesetzt sehe.
    Sehe ich genauso. Dass wir sterben, ist Binse. Darüber, wie wir den Tod gestalten können, gibt es sehenswerte Beiträge. Mir jedenfalls verdirbt RTL2 weit eher die Laune.
  5. #5

    Endlich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die ARD-Themenwoche "Tod und Sterben" ist in vollem Gange: Auf allen Kanälen geht es ums Jenseits, Krankheit, Vergänglichkeit und Trauer. Nichts gegen das Thema, aber in dieser Ballung ist das schwer erträglich. Vor allem morgens, im Nebel, an der Bushaltestelle.

    Liebe ARD: Ein Brief zur Themenwoche "Tod und Sterben" - SPIEGEL ONLINE
    Danke für diesen Artikel! Endlich sagt es mal jemand. Mir wird diesen November auch in viel zu aufgesetzter Weise gestorben und gelitten bzw darüber diskutiert. Warum nicht mal eine "Sterbewoche" als Aktion im Mai? Auch auf den Spartenkanälen und selbst bei den Privaten kann man derzeit kaum noch dem Drama entkommen. Dafür kommt danach übergangslos die Gefühlsduselei mit entsprechender Ausnutzung durch Spendenmarathons - Weihachten steht schließlich praktisch schon vor der Tür.
  6. #6

    optional

    Das Thema nervt mich inzwischen ungemein. Ich habe nichts dagegen, auch solche "unbequemen" Sachverhalte mal zu thematisieren, aber wenn ein knappes Dutzend Sender (selbst der KiKa macht mit) einem die Worte Tod, Trauer und Sterben flächendeckend im Minutentakt um die Ohren haut, fühlt man sich gegängelt. Das wäre auch bei einer anderen derart massiv besetzten Themenwoche nicht anders.

    Dabei habe ich nichts gegen interessante neue Diskussionen, Filme oder Reportagen zu diesen Fragen, aber selbst an festen Wiederholungs-Sendeplätzen kann man sich nicht retten, egal ob Tatort, Vorabendserie oder Kinderwissenssendung - überall werden auf Krampf schwermütige "Wir-müssen-uns-mit-dem-Tod-auseinandersetzen"-Folgen ausgebuddelt.

    Ich möchte mich mit dem Thema Tod beschäftigen dürfen, nicht müssen. Und ja, ich weiß: Es gibt noch andere Sender und auch einen Abschaltknopf, aber wenn derart viele Stationen betroffen sind (übrigens auch die öffentlich-rechtlichen Radiosender), fällt das Wegsehen und Weghören schon arg schwer.

    Warum muss bei uns nur immer alles in einer Art Marschbefehl enden?
  7. #7

    Eben drum

    Ja schon komisch, endlich mal ein engagiertes Programm und dann wird es der ARD auch um die Ohren gehauen. Derselbe Autor regt sich bestimmt auch ganz furchtbar auf, wenn die ARD mal wieder den Privaten nachläuft. Eine Schelte der Öffentlich - Rechtlichen kommt halt immer gut
  8. #8

    Düster

    Ich empfinde es als eine Frechheit und Geschmacklosigkeit ausgerechnet im kalten und düsterem "November" und dann auch noch zur freudigen Weihnachtszeit so etwas zu senden.Und beginnt in Israel auch ein Krieg.Traurige ,Betroffene und kranke Menschen noch "deppressiver"und "lethargisch".Rücksichtsloser geht es wohl kaum.Im Sommer bei entsprechender Stimmung und besserer Welt-und Wetterlage kann man dieses brisante Thema vorsichtig angehen.Miesmacher ARD.
  9. #9

    optional

    ich finde dieses thema komplett sinnlos, besonders heftig wird es zudem für leute wie mich und tausende anderer, die eine massive depression hatten, weil das thema mal über einen hereinbrach. ich habe gedankliche "krücken" gefunden um damit klar zu kommen, finde es aber bedenklich, menschen in dieser form damit zu konfrontieren. das schicksal ereilt ohnehin alle von uns, man kann sich gar nicht darauf vorbereiten. das leben ist manchmal auch ohne den tod schon schwer genug.