Gesundheitsstudie: Schon Grundschüler leiden unter Stress

CorbisSie sind sieben bis neun Jahre alt, aber sie leiden schon unter Leistungsdruck: Jedes dritte Kind in der zweiten und dritten Klasse fühlt sich laut einer Studie von Unterricht und Hausaufgaben gestresst. Fast die Hälfte wünscht sich dringend mehr Erholung.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/l...-a-868476.html
  1. #10

    Na ja - man kann es auch so interpretieren, dass die Eltern und die Großeltern ein System etablieren, in dem der Faktor Spass nicht mehr wichtig ist. Leistung zählt! Das führt zu Stress - auch in der Schule, aber auch im Leben.

    Wann dürfen Kinder mal Kinder sein? Ich denke diese zentrale Frage muss von uns zeitnah beantwortet werden!

    Dieses System ermöglicht es manchen gänzlich ohne Haftung durchs Leben zu gehen (Sozial- und Subventionsschmarotzer in höchsten Unternehmenspositionen und in Banken), während den Kindern Leistung und Pflichten eingetrichtert und aufgebürdet werden. Ich denke, dass hier dringend eine Debatte angebracht ist.
    Es scheint zwar logisch, was bei dieser Debatte herauskommen sollte, aber sicher bin ich mir nicht, ob die Schmarotzer das auch verinnerlichen. Daher muss diese Debatte laut, ehrlich und transparent geführt werden. Dazu gehört es auch, abweichende Meinungen einzubeziehen und diese am Ende zu berücksichtigen. Aber nicht -wie heute- auf dem Rücken der Mehrheit zum Wohle einiger Weniger.
  2. #11

    stress vom spielen?

    wieso stress in der grundschule? dort wird doch kaum mehr unterrichtet, sondern fast nur noch gespielt. aber wenn die grundschulkinder selbst sagen, dass sie gestresst sind, dann muss es natürlich stimmen. was für eine fundierte umfrage!!!
  3. #12

    Das musste ja kommen...

    Zitat von xovah Beitrag anzeigen
    Meine Güte, man kann es auch übertreiben... "Umfragen ergaben, dass 115% der Kinder unter ADHS oder Stress oder ...."

    Die Kinder werden doch heute schon den ganzen Tag gestreichelt und verwöhnt. Hat uns der Stress "damals" geschadet? Nein, also aufhören zu jammern und weitermachen.
    ... das war klar, dass hier bei SPON so'n Kommentar kommt, aber das es gleich der erste ist, erstaunt sogar mich. Der durchschnittliche SPON-Forist ist ja seit wenigen Jahren hart wie Kruppstahl, zäh wie Leder und ...na so weiter. Sie haben aber vergessen, sich über "Gutmenschen" aufzuregen. Auch sonst war damals alles besser. Und so ein bisschen Mißhandlung mit Gürtel und Kochlöffel hat uns ja damals auch eher gut getan, jedenfalls nicht geschadet, gelle?!
  4. #13

    Zitat von xovah Beitrag anzeigen
    Meine Güte, man kann es auch übertreiben... "Umfragen ergaben, dass 115% der Kinder unter ADHS oder Stress oder ...."

    Die Kinder werden doch heute schon den ganzen Tag gestreichelt und verwöhnt. Hat uns der Stress "damals" geschadet? Nein, also aufhören zu jammern und weitermachen.
    So ein Schnellschuss! Das ist totaler Quatsch, was Sie schreiben.

    Natürlich glaube auch ich, das viele Kinder vordergründig gehätschelt und getätschelt werden. Aber der Erwartungsdruck ist an unsere lieben Kleinen ist doch ungeheuerlich. Und die totale Leistungsgesellschaft, dass unbedingte Muss für die Gymnasiumreife, G8 usw. sind trotzdem viel unerbittlicher als in unseren gelobten 70er und 80er Jahre. Ich möchte heute nicht mehr Kind sein!!

    Meine Eltern hatten noch eine Entspanntheit (sitzen bleiben, na dann machst du eben eine Ehrenrunde), oder vom Gymnasium fliegen (na, bist halt ein Spätentwickler und machst es über den 2. Bildungsweg (was ich tatsächlich geschafft habe), und diese Entspanntheit war damals weit verbreitet. Aber heute, ich weiß nicht, ob ich heute diese Entspanntheit bei meinen Kindern aufbringen könnte. Zu sehr geht die Post ab! Der totale Markt halt...
  5. #14

    Zitat von xovah Beitrag anzeigen
    Meine Güte, man kann es auch übertreiben... "Umfragen ergaben, dass 115% der Kinder unter ADHS oder Stress oder ...."

    Die Kinder werden doch heute schon den ganzen Tag gestreichelt und verwöhnt. Hat uns der Stress "damals" geschadet? Nein, also aufhören zu jammern und weitermachen.

    Ach, gleich der erste Post von der "stellt euch nicht so an"-Fraktion ;)

    Ich denke, ein Grund könnte sein, dass Eltern ihre Kinder mit Stoff auch häufig alleine lassen.
    Eine Bekannte sagte nur, als sie von den Problemen ihrer Tochter in Mathe sprach,: "Das musss sie allein können".
    Kinder brauchen aber oft noch ein wenig Unterstützung um den Stoff bewältigen zu können.
    Besagte Bekannte ist aber auch den ganzen Tag beschäftigt, das Pferd will ja auch noch beritten werden...
    Warum hat man dann Kinder?!
    Wenn es weiter so geht, kann ihre Tochter eine recht ungesunde Dyskalkulie entwickeln, was sie die nächsten 12 Jahre begleiten wird.

    Ich habe die selbe Erfahrung gemacht und musste damit leben, eben immer "Die Dumme" zu sein.
  6. #15

    Das liegt an völlig überzogenen Lehrplänen

    Sich auf Grundfertigkeiten in den Grundschulen zu besinnen wäre gut, stattdessen Klassenarbeiten in Religion, Kunst und Musik.Englisch ist völlig für die Katz, an den weiterbildenden Schulen haben sie massiv Probleme damit, dass flasch gelernt wurde.
    Wir wäre es denn mit Rechtschreibung und Einmaleins?
  7. #16

    marla0712

    Es sind ja nicht nur die Schueler, sondern auch die Eltern. Ich nehme mein Kind meistens Mittags zum Essen nach Hause, dass er dann mit seinen Hausaufgaben anfaegt, und so wenigsten nach dem Nachmittagsunterricht seine Freizeit geniessen kann. Und er ist in der 3.Klasse.
  8. #17

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie sind sieben bis neun Jahre alt, aber sie leiden schon unter Leistungsdruck: Jedes dritte Kind in der zweiten und dritten Klasse fühlt sich laut einer Studie von Unterricht und Hausaufgaben gestresst. Fast die Hälfte wünscht sich dringend mehr Erholung.

    Studie zur Gesundheit von Kindern: Viele Schüler leiden unter Stress - SPIEGEL ONLINE
    Das kommt davon, dass ja Bildung die Aufstiegschancen erhöht und wir aufgrund Facharbeitermangel in den nächsten Jahren nur Akademiker brauchen, in jeglichen Bereichen.
    Dazu kommen noch die Eltern, die ja sowieso meinen, dass sie das klügste, beste, intelligenteste Kind haben, da werden dann X.-€ ausgegeben für Nachhilfe. Jedes Kind muss neben Sport, noch ein Instrument spielen lernen und Goethe o. a. auswendig rezitieren müssen.

    Das Einsehen in dieser Gesellschaft fehlt, dass nicht jeder zum Akademiker geboren ist, auch wenn die meisten Eltern meinen, gerade ihr Sproß ist dazu auserkoren....
    Wenn Lehrermeinungen zur Leistung und Zukunftsperpektive nicht mehr als heiße Luft sind, tja, dann wird das Kind halt Stress augesetzt. Ganz einfach, und es ist wie immer: Schuld haben die Eltern.
  9. #18

    Ich

    fragte mich lange, ob unser Schulaltag ähnlich anstrengend war, oder ob heute ein anderes, leicht hysterisches Problembewusstsein herrscht.
    Inzwischen sehe ich das anders: Unser Sohn (mit 5,5 vor einem Jahr in Berlin zwangseingeschult) hat seit der 1. Klasse mehrfach in der Woche Frühstunde (7.10 Uhr) und an drei Tagen bis 13.25 Uhr Unterricht. Ich glaube mich zu erinnern, beides erst im Gymnasium gehabt zu haben. Dazu kommt in der Klasse das "JÜL"-Chaos als Lärmbelastung hinzu und manchmal holen wir ein sehr müdes Kind ab. Hausaufgaben gab es seit Tag 1. Nachmittagsaktivitäten haben wir radikal reduziert - daher kein "Stress". Aber schön ist anders.
  10. #19

    Nur Mädchen betroffen

    Offensichtlich sind nur Mädchen betroffen, zumindest ist auf dem Bild keine Junge zu sehen. Dieses ist eine Einzelfall. Eigentlich werden hier, mit ganz wenigen Ausnahmen bei expliziten Männerthemen, immer nur Frauen oder Mädchen abgebildet. Ich fühle mich hier als Mann diskriminiert.