"Der Hobbit": Tolkiens Erben klagen gegen digitale Vermarktung

Warner Bros."Moralisch fragwürdig": So bezeichnen die Erben des Autors J.R.R. Tolkien das digitale Marketing des Fantasyspektakels "Der Hobbit". Sie beschuldigen die Filmemacher des Vertragsbruchs - und ziehen deshalb jetzt mit einer millionenschweren Klage vor Gericht.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/er...-a-868400.html
  1. #1

    Tolkiens Erben klagen gegen digitale Vermarktung

    Gute Sache. Dann können sie auch gleich noch die Weta Studios in die Klage miteinbeziehen; wie die mit den neuen Sammlerstatuen den Markt auspressen, lässt nur einen Schluss zu: Gier.
  2. #2

    kommt ein wenig spät der protest, finde ich

    herr der ringe online (hdro) gibt es seit 2007. Was hat die erzürnten Kläger denn so lange beschäftigt und ihre Wut über diese vermeintliche dreistigkeit im Zaun gehalten? Doch nicht etwa... Geld? Oha! Daß die Verträge aus den sechzigern aber angeblich nichts über digitale vermarktung sagen wundert mich... ... ... nicht. Moment: Glücksspiel? Geht es hier überhaupt um hdro? Mehr informationen hierrüber, bitte
  3. #3

    Zitat von Marco_P. Beitrag anzeigen
    Moment: Glücksspiel? Geht es hier überhaupt um hdro? Mehr informationen hierrüber, bitte
    Nein, es geht natürlich nicht um das MMORPG, das wäre effektiv etwas seltsam nach all der Zeit. Allerdings wird ja auch nichts derartiges behauptet in dem Artikel.

    Es geht offenbar effektiv um Glücksspiel und sonstigen Online-Marketing-Schund: "Laut der Tolkien-Erben sei im Vertrag von 1969 nur das Recht für reguläres Merchandising eingeräumt worden, wie Figuren, Geschirr oder auch Kleidung. Digitales Merchandising, wie beispielsweise Facebook-Spiele, Mobile-Apps, Online Casino Slot Machines oder Klingeltöne seien in dem Vertrag nicht abgedeckt, daher habe Warner auch nicht das Recht, diese zu vermarkten." (herr-der-ringe-film.de)

    Das Ganze scheint mir darum nicht ganz unberechtigt. Dass sich die Erben über derart billige Formen der Vermarktung enervieren ist eigentlich naheliegend.
  4. #4

    Nicht einfach vermutlich

    denn da gibt es vielleicht auch Verjährungsfristen. Es erstaunt schon, wie lange die Erben damit gewartet haben. Aber aufregen sollte sich da keiner ! Würde jeder so machen, der hier posted !
  5. #5

    Hdro

    HDRO bezieht sich nicht auf die Filme soweit ich weiß, sondern läuft über eine andere Lizenz (die Filmlizenzen liegen bei EA)
  6. #6

    Glückspiel

    Gemäß einer anderen Meldung handelt es sich insbesondere um: "Lord of the Rings: Fellowship of the Ring: Online Slot Game"
    Also ein Online-Glückspiel (und ggf. deren Derivate)

    Was die anderen Online-Aspekte natürlich nicht ausschließt.
  7. #7

    Zitat von Marco_P. Beitrag anzeigen
    Was hat die erzürnten Kläger denn so lange beschäftigt und ihre Wut über diese vermeintliche dreistigkeit im Zaun gehalten?
    Offiziell löste die Klage aus, dass jetzt auch Glücksspiele (Online-Slot-Machines) mit Herr-Der-Ringe-Hintergrund auf dem Markt sind, die als sehr unpassend erachtet werden. Wenn die bestehenden Verträge eine derartige Nutzung nicht vorsehen, dann muss eben nachverhandelt werden, das ist völlig legitim. Es gab wohl auch schon viele Jahre Verhandlungen, die nun wohl gescheitert sind, so dass man die Gerichte einschaltete.
  8. #8

    Nun, zunächst mal geht es hier ja um die Vermarktung vom Hobbit und nicht von Herr der Ringe. Mag ja sein, dass die Verträge für Letzteren bereits eine weitergehende Vermarktung mit einschließen. Aber dazu bräuchte man in der Tat einfach mehr Informationen. Obwohl: Ist es nicht letztlich auch egal, wer womit wie viel Geld verdient? Mich interessiert eher, ob die Hobbit-Filme besser werden als die letzten beiden Herr-der-Ringe-Teile...
  9. #9

    Geld tötet Zauber

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Moralisch fragwürdig": So bezeichnen die Erben des Autors J.R.R. Tolkien das digitale Marketing des Fantasyspektakels "Der Hobbit". Sie beschuldigen die Filmemacher des Vertragsbruchs - und ziehen deshalb jetzt mit einer millionenschweren Klage vor Gericht.

    Erben von Tolkien streiten um Vermarktung des Films "Der Hobbit" - SPIEGEL ONLINE
    Dieses schnöde Gegeiere um Kohle tötet doch jeden Zauber der den Büchern von Tolkien zugrunde liegt... Kein Wunder kommen Menschen und Banker (ORKS??) bei ihm nicht so gut weg...