Fujifilm X-E1: Fujifilms Manufactum-Kamera

SPIEGEL ONLINEMetallgehäuse, Drehrädchen und ein hochmoderner Bildsensor: Fujifilm kombiniert bei der Systemkamera X-E1 Retro-Elemente mit neuer Sensortechnik. Unser Test verrät, was diese Mischung taugt.

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...-a-868016.html
  1. #1

    Omd ?

    Gute Übersicht, leider wurde kein Vergleich zur allseits beliebten OMD gemacht...
  2. #2

    Ken Rockwell?

    Wer nimmt den denn ernst?
    Ken Rockwell lobt doch wirklich alles! Seit Jahren vergleicht auch gerne schlechte mit guten Produkten und kommt immer wieder zum Schluß, dass die Schlechten eigentlich genauso gut wären, wie die Guten. Insofern ist seine Aussage über Leica-Objektive typisch für ihn.
    Man sollte seine wirren Aussagen "with grain of salt" nehmen und hier kein Forum geben!
  3. #3

    Om-d

    Zitat von zahorsky77 Beitrag anzeigen
    Gute Übersicht, leider wurde kein Vergleich zur allseits beliebten OMD gemacht...
    Hier ein Vergleich der OM-D mit der X-Pro1: Digitalkameras: X-Pro1 und Olympus E-M5 - SPIEGEL ONLINE
  4. #4

    optional

    Das hat nichts mit Manufactum Kamera zu tun: Viele Ambitionierte SLR Photographen hätten als zweit- oder drittkamera für die Hosentasche gerne eine kompakte, leichte Kamera, bei der man Blende, Zeit etc direkt manuell über Rädchen einstellen kann. Einfach eine echte Kamera, mit voller Kontrolle des Photographen, ohne umständliche Menüs oder Automatiken,

    In welchem Kleid diese Kamera nun daherkommt, ob im Retrolook oder nach heutigen Aspekten gestaltet, wäre mir völlig egal. Es geht lediglich um die direkte manuelle Kontrolle der Kamera und weg von der Bevormundung durch Automatiken. Der retro-look ist zweitranging ... früher hatte eben jede Kamera manuelle Rädchen für Blende, Belichtung und Korrektur.
  5. #5

    Beispielbilder

    Die Beispielbilder finde ich eher abschreckend. Objektive, die so viel CA erzeugen, muss man heute schon suchen. Insofern finde ich die Beurteilung der Bildqualität mit "sehr gut" nicht ganz passend.
  6. #6

    Schöne Kamera - die Magie der Sigma DP2 merrill Bildqualität ist aber unerreicht

    Schöne Kamera, und ausgewogener Test. Die Tabelle enthält wirklich die relevanten Vergleichsgrössen. Einziger Punkt, den ich anders bewerte: Die Bildqualität der Sigma DP2 ist eindeutig besser.
  7. #7

    Es bleibt für den Konsumenten der immer neuen Technik eine tiefe Kränkung, dass ein paar Leute mit 'schlechten' und billigen Kameras beeindruckende Bilder herstellen, während auch die teuerste und ausgefeilteste Technik dem Einfallslosen nicht zu helfen vermag.
  8. #8

    Weder Fisch noch Fleisch - ein Livestyleprodukt eben

    Ein merkwürdiger Test. Viel Lobhudelei für ein ziemlich überteuertes Livestyle-Produkt. Sicher, eine sehr hochwertige Kamera, aber die Retrobedienung passt eben nur für die "klassischen" Funktionen gut. Sony zeigt zB bei der NEX-7 einen modernern, unkonventionellen Ansatz, der nach kurzer Eingewöhnung sehr gut funktioniert. Eher noch besser klappt es bei der neuen NEX-6.
    Die Fuji ist irgendwie weder Fisch noch Fleisch:
    Wenn "klassische" Bedienung für eher handwerkliches Arbeiten, dann bitte mit Focus Peaking für optimale manuelle Fokussierung und mit dem bestmöglichen Sucher, das ist bei Fuji der Hybridsucher, oder modernem OLED-Sucher. So bleibt unterm Strich, dass die NEX-6 gerade für konventionell denkende Fotografen mehr bietet, für weniger als die Hälfte des Preises: Vergleichbare Bildqualität, besserer Sucher, perfektes Focus Peaking. Dazu schnellerer AF (Phasen-AF auf dem Hauptsensor, weit besser gelöst als bei EOS-M, die eh nur eine schwache und lieblos zusammengeschusterte Kopie des NEX-Systems ist) https://www.youtube.com/watch?v=KxxB4HUrZv8 und bei Video ist sie in einer höheren Klasse. Stark bei Fuji ist dagegen die optische Qualität der Festbrennweiten, sowas fehlt bei Sony (abgesehen vom 24 und 50mm). Aber die Fujioptiken sind eben für manuelle Fokussierung nicht optimal, und was fehlt ist ein wirklich kompaktes Standardzoom. Ergo: Die NEX-6 gewinnt den Praxistest zur Zeit ungewöhnlich deutlich. Mit dem kleinen Zoom 16-50 ist sie die perfekte Reise- und Westentaschenkamera und für "ernsthafte" Fotografie nimmt man
    a) die genannten Festbrennweiten,
    b) adaptiert mit LA-EA-2-Adapter Sony Alpha Objektive (mit Phasen-AF dank SLT-Spiegel) oder
    c) mit günstigem China-Adapter (oder halt teuer von Novoflex) so ziemlich jedes jemals gebaute Objektiv mit manuellem Fokus, zB für Leica M oder (in meinem Fall) günstiger Minolta MD, was dank besserem Sucher und Focus Peaking + Suchervergrößerung weit besser klappt, als bei der Fuji - die alten Linsen lassen sich auch viel besser manuell scharfstellen, als die neuen Fujis, dafür sind sie ja gebaut.

    So bleibt der Verweis auf Manufactum die richtige Quintessenz des Tests: Die X-E1 hat ihre Stärken (auch beim Sensor, das kommt im Test zu wenig raus), aber als Gesamtpaket für die Praxis (ohne die Ambition, anzugeben), kriegt man bei anderen Spiegellosen Systemkameras für weniger als die Hälfte des Preises mehr Nutzwert. Für mich persönlich ist die NEX-6 zur Zeit klarer Favorit (wegen der genannten zwei Ausrichtungen "Kompaktkameraersatz" mit dem Kitzoom und ernsthafte "Handwerkerkamera" mit adaptiertem Altglas), mancher wird eher die OM-D vorziehen (teurer, aber auch ein sehr rundes Konzept) oder auch die Topmodelle mit Micro-Four-Thirds-Anschluss (kleinerer Sensor, aber riesige Objektivpalette).

    Die wahre X-E1 bleibt für mich die alte Minolta XE-1, gelegentlich darf sie noch aus der Vitrine, ihre Objektive führen an der NEX ein bewegtes Leben.
  9. #9

    ...Fortsetzung

    ...
    Richtig spannend wird das Segment der Spiegellosen, wenn die elektronischen Sucher weiter entwickelt sind (vor allem höherer Dynamikumfang, schnellere Reaktionsgeschwindigkeit), wenn der Phasen-AF auf dem Hauptsensor so gut funktioniert wie heute der herkömmliche Phasen-AF der DSLR's und wenn sich endlich ein Hersteller traut, einen Vollformatsensor einzubauen (Sony übt dafür schon, siehe RX-1 und NEX-VG900). Wenn so eine Kamera (die zB "NEX-9" heißen könnte) dann etwa soviel kostet, wie Fujis Livestylespielzeug, dann wird das meine Kamera fürs Leben, denn dann kann man endlich alle alten Objektive auch digital so benutzen, wie sie mal gedacht waren, also ohne Crop-Faktor.

    PS: Ich bin in keiner Weise mit der Firma Sony verbunden, sehe die auch nicht so unkritisch, wie es evtl rüberkommt. Das NEX-System ist ein großer Wurf, was die Kameras angeht. Sehr dumm agiert die Firma dagegen bei der Ausweitung der Objektivpalette. Und wie sie aus Sicht eher konventionell denkender Fotografen (und das sind viele) das Alpha-System verschlimmbessern und das gute Minoltaerbe immer mehr verspielen, ist für mich nicht nachvollziehbar.

    PPS: Die Bildqualität der Sigma Merills ist bei niedrigen ISO-Werten wirklich toll, aber jenseits von ISO-400 bleibt doch davon objektiv wegen des höheren Rauschens nicht viel übrig. Sigmas Weg ist technisch interessant, aber noch nicht recht ausgereift. Die sehr guten Objektive bietet Sigma netterweise recht günstig auch für Sony NEX und Micro-Four-Thirds an, ich hab das 30er und bin sehr zufrieden damit.