Urteil zum Streikrecht: Gegen die Kirchen, für die Menschen

DPADie 1,3 Millionen Beschäftigten bei kirchlichen Arbeitgebern müssen sich bislang einem ungerechten Sonder-Arbeitsrecht unterwerfen. Jetzt hat das Bundesarbeitsgericht entschieden: Auch wer im Namen des Herrn arbeitet, darf streiken. Das war höchste Zeit!

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-868162.html
  1. #1

    So haben wir es gern

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die 1,3 Millionen Beschäftigten bei kirchlichen Arbeitgebern müssen sich bislang einem ungerechten Sonder-Arbeitsrecht unterwerfen. Jetzt hat das Bundesarbeitsgericht entschieden: Auch wer im Namen des Herrn arbeitet, darf streiken. Das war höchste Zeit!

    Kommentar zum Streikrecht bei Kirchen: Ein gerechtes Urteil - SPIEGEL ONLINE
    Der Steuerzahler darf seit Staatsgründung und Währungsreform den deutschen Klerus alimentieren. Im Gegenzug darf aber die Kirche ihre Arbeitgeber ausbeuten mit lächerlichen Gehältern. Wenn eine Kirche marode ist und dringend saniert werden muss, wer zahlt? Natürlich die Gläubigen spenden nicht zu kurz. Damit jeder Luxus in die Kirchenbauten verschwendet werden kann. Finden die Kuttenträger überhaupt noch zu sich selbst? Messweine gratis. Man sah welche Spuren dies bei Mixa aus Augsburg hinterließ.
  2. #2

    Verwerflich!?

    Beim Geld hört die christliche Nächstenliebe auf. Machen wir uns nichts vor. Christlicher Arbeitgeber hin oder her, ob von der Kirche oder privaten christlichen Trägern! Das sind reine gewinnorientierte Wirtschaftsunternehmen und so handeln sie auch. Um Werte und Moral geht es schon lange nicht mehr.
  3. #3

    Herrlich dieses Urteil,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die 1,3 Millionen Beschäftigten bei kirchlichen Arbeitgebern müssen sich bislang einem ungerechten Sonder-Arbeitsrecht unterwerfen. Jetzt hat das Bundesarbeitsgericht entschieden: Auch wer im Namen des Herrn arbeitet, darf streiken. Das war höchste Zeit!

    Kommentar zum Streikrecht bei Kirchen: Ein gerechtes Urteil - SPIEGEL ONLINE
    endlich mal ein paar vernünftige Richter die da Recht gesprochen haben. Und wieder ein Teil der Macht, die die Kirche ausgeübt hat ist weggefallen. Gerade bei denen, die es gewohnt sind ihre Macht schändlich zu missbrauchen und das seit 2 Jahrtausenden und immer zum Nachteil der Menschen, die da an Gott glauben oder auch nicht, daß bleibt jedem selbst überlassen. Nur ist der Machtmissbrauch der Kirche, egal ob RK oder EV ein Synonyme für die vielen Austritte und den um sich greifenden Atheismus und damit auch einhergehende schleichende Zerstörung unserer Kultur, die ja auch mit dem Glauben gewachsen ist. Es liegt nicht an einem Gott das niemand mehr glauben will, es liegt wie immer an den Menschen die Hemmungs-
    los ihre Stellung zu ihrem eigenen Vorteil ausgenutzt haben. Hört sich an als kämen die alle aus der Politik, oder?
    schönen Tag noch,
  4. #4

    Hölle

    Wer keine Kirchensteuer zahlt, kommt nicht in den Himmel. Und jetzt neu: Wer streikt, kommt ins Fegefeuer. Ganz richtig: Angesichts der Entwicklung in kirchlichen Anstellungsverhältnissen ist es überfällig gewesen, sich Gedanken über die anwendbarkeit des ganz normalen Arbeitsrechts zu machen.
  5. #5

    Anfang

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die 1,3 Millionen Beschäftigten bei kirchlichen Arbeitgebern müssen sich bislang einem ungerechten Sonder-Arbeitsrecht unterwerfen. Jetzt hat das Bundesarbeitsgericht entschieden: Auch wer im Namen des Herrn arbeitet, darf streiken. Das war höchste Zeit!

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    Das war in der Tat höchster Zeit. Aber es kann erst der Anfang sein auf dem Weg zu einer Trennung von Staat und Kirche - die ist überfällig.
  6. #6

    Zitat von mystyhax Beitrag anzeigen
    Beim Geld hört die christliche Nächstenliebe auf. Machen wir uns nichts vor. Christlicher Arbeitgeber hin oder her, ob von der Kirche oder privaten christlichen Trägern! Das sind reine gewinnorientierte Wirtschaftsunternehmen und so handeln sie auch. Um Werte und Moral geht es schon lange nicht mehr.
    Dem wird ja durch das jetzt gefällte Urteil auch Rechnung getragen, das Selbstverständnis des Klerus bleibt aber weiterhin ein anderes - auch im Kampf um eine irgendwie geartete Daseinsberechtigung stellt man sich auf Biegen als moderne Samariter dar, auch wenn die Realität noch so wenig ins Bild passt..
  7. #7

    Trennung von Staat und Kirche hört sich doll an

    Zitat von pussinboots Beitrag anzeigen
    Das war in der Tat höchster Zeit. Aber es kann erst der Anfang sein auf dem Weg zu einer Trennung von Staat und Kirche - die ist überfällig.
    frage mich nur, wie das die Kommunen sehen, wenn die Kirchen sich wirklich zurückziehen und die Trägerschaften für Kitas, Schulen, Krankenhäuser, ambulante Dienste und Altenheime abgeben. Was dann, übernimmt die Kommune die bisher von der Kirche eingebrachten Eigenanteile, oder springt Verdi ein ?
  8. #8

    Also gut,

    es stimmt, dass die Kirchen ein Vorrecht im Blick auf den "dritten Weg" haben. Aber Diakonie, Caritas, Lebenshilfe und Co. leben alle von Kostenträgern. Immer das GEjammer vom Klerus... das nervt einfach. Letztlich sitzen alle WOhlfahrtsverbände im gleichen Boot. Denn der Staat gibt zu wenig Geld für soziale Belange aus. Und irgendwelche Zuschüsse für Kirchen gibt es schon längst nicht mehr. Bitte nicht verwechseln: Kirche und Wohlfahrtsverbände (der Diakonie oder Caritas) sind zweierlei. Das ergibt sich schon aus der Rechtsform. Das sind Wohlfahrtsverbände - eigentlich genauso wie der Paritätische Wohlfahrtsverband... Also immer schön sauber trennen. Denn Kirchensteuer fließt hier gar nicht rein...
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die 1,3 Millionen Beschäftigten bei kirchlichen Arbeitgebern müssen sich bislang einem ungerechten Sonder-Arbeitsrecht unterwerfen. Jetzt hat das Bundesarbeitsgericht entschieden: Auch wer im Namen des Herrn arbeitet, darf streiken. Das war höchste Zeit!

    Kommentar zum Streikrecht bei Kirchen: Ein gerechtes Urteil - SPIEGEL ONLINE
    In Deutschland ist die Kirche ein Staat im Staate, diese Sonderrolle ist in Europa einmalig, sofort aufhören mit dem Spuk.