Zeitungskrise: Alles fließt

Deutschen Zeitungen geht es schlecht. Die "Frankfurter Rundschau" ist insolvent, die "Financial Times Deutschland" steht offenbar am Abgrund. Dahinter steckt eine Entwicklung, die größer ist als das Internet, meint Sascha Lobo: Nachrichten werden zum Prozess. Der statische, gedruckte Artikel ist dafür nicht mehr zeitgemäß.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/k...-a-868195.html
  1. #1

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschen Zeitungen geht es schlecht. Die "Frankfurter Rundschau" ist insolvent, die "Financial Times Deutschland" steht offenbar am Abgrund. Dahinter steckt eine Entwicklung, die größer ist als das Internet, meint <i>Sascha Lobo</i>: Nachrichten werden zum Prozess. Der statische, gedruckte Artikel ist dafür nicht mehr zeitgemäß.

    Kolumne von Sascha Lobo zu Medien: Die Krise der Berichterstattung - SPIEGEL ONLINE
    das die Bürger sparen müssen.
    Ich musste auch mein Abo aufgeben.
    Versicherungen durchgerechnet usw.
  2. #2

    hat die FTD jemals positiv über ein Deutsches Unternehmen...

    ...geschrieben?
  3. #3

    Der Ton macht die Musik

    Alle Erklärungverusche, die technische Entwicklungen und Änderungen in den Vordergrund stellen, gehen meines Erachtens am Problem vorbei. Es ist die Art der Präsentation der Nachrichten, die zur Abkehr von den Zeitungen führt. Der heutige Journalismus selektiert bereits die Inhalte und stellt diese in einer bereits klar parteiisch gefärbten Art dar. Im missionarischen Vertrauen auf eine vermeindliche Erziehunsgaufgabe werden wir Leser dabei entmündigt - und verzichten gerne auf den gedruckten Schwachsinn der gefilterten Nachrichten, in denen eh nur das vorkommt, was sein darf!
  4. #4

    Idee

    Ich fände es gut, wenn Redakteure und Journalisten auf die Kommentare eingingen, die zu den Artikeln geschrieben werden. Darin sind oft Anmerkungen und Fragen. Leider passiert damit wenig bis gar nichts. Jedenfalls nichts, was ich mitbekäme.
    Eine Artikelerweiterung könnte z. B. diese Fragen und Anmerkungen mit aufnehmen.

    Dabei frage ich mich immer noch, wer entscheidet bei SPON eigentlich, wann ein Artikel kommentiert werden darf und was sind die Kriterien.
    Diese Frage habe ich schon häufiger gestellt - auch als Leserbrief und dort gibt es ja meine Emailadresse. Aber leider habe ich bis heute keine Antwort erhalten. Schade!
  5. #5

    Stimmt, gedruckte Artikel werden langsam aber sicher zusammen mit Zeitungen verrschwinden. Wird aber noch ne ganze Weile dauern bis es soweit ist Sascha ^^
    30 Jahre, 50 Jahre?
  6. #6

    Sicher ...

    allerdings darf man nie das Medium Fernsehen vergessen, dass eben meist noch aktueller als das Medium Internet ist. Die Veränderung der Berichterstattung hat eben durch das Fernsehen und das Internet stattgefunden, bzw. findet immer noch statt. Viele klassische Journalistejobs bei den Printmedien sind in die Redaktionen bei TV und Online abgewandert. Das Informationsbedürfnis der Bevölkerung ist seit es Medien gibt ständig gewachsen und hat sich durch eine breitere Bildung stetig gesteigert. Allerdings hat die objektive Erziehung des Menschen auch das Bedüfnis nach objektiver, aktueller Berichtertstattung zur Folge. Eine Berichterstattung die die Printmedien nicht geben können weil News in mindestens einer Stunde wieder veraltet sind. Zudem wird der Versucht vieler Chefredakteure Diskurse durch die Quantität bestimmter Artikel in Richtungen zu lenken (Iran, Frauen, Obama, Energie, etc. ) vom Leser durchschaut und hat nichts mit einer aufgeklärten, objektiven Berichterstattung zu tun.
  7. #7

    optional

    Das kommt davon, wenn nur noch amtliche Verlautbarungen der Presseagenturen kommentarlos übernommen werden. Nur der Lokalteil der Zeitung ist kein hinreichender Kaufgrund. Die unabhängige freie und objektive Berichterstattung ist auf der Strecke geblieben. Die gefühlte Inflation betrifft nicht nur den Euro sondern auch den Informationsgehalt der Printmedien.
  8. #8

    Spiegel online deaktiviert Feeds?

    Passend dazu ist, dass Spiegel Online wohl gerade in diesen Tagen erst seine Feed stilllegt.
    Über meine Flipboard App erhalte ich seit gestern keine Updates mehr.
    Ist das zeitgemäß?
  9. #9

    Selber Schuld

    Es wurde alle wegrationalisiert bei den Redaktion, in der Druckerei (Lektoren) usw. bis ein Einheitsbrei entstanden ist. Es gibt also keine großen Unterschiede mehr zwischen den Medien. Warum soll ich also dafür Geld ausgeben.
    Genauso wie bei der SZ. Deren Online Teil ist so veraltet, dass man als Leser geneigt ist eben nicht das kostenpflichtige zu erwerben, weil man ja vermutet die haben nur altes Zeug. SPON das gleiche, im Videobereich werden als neu Berichte von vor 3 Jahren angeboten.

    Und dann wundern sich die Herausgeber dass die Leute ihre Zeitungen nicht mehr kaufen, die zudem immer dünner werden (Spiegel könnt auch als Werbeblättchen durchgehen) und immer teurer sind. Eine Tagezeitung täglich zu kaufen ist Luxus für Reiche oder Steuerabschreiber, Kultur und politische Information ist unbezahlbahr geworden für den Normalbürger!