Auf- und Abstieg von Beratern: Und raus bist du

CorbisLeistung ist alles. Up or out, rauf oder raus - das ist das Motto der großen Unternehmensberatungen. Nur zwei von zehn Consultants schaffen es an die Spitze. Die Loser fühlen sich trotzdem als Gewinner.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-860771.html
  1. #1

    Kranke Typen

    Sie haben i.d.R. eine voll gestörte Selbst-/Fremdwahrnehmung. Sie pflegen ihre Fassade ständig und immer auf Top-Level. Hochglanz pur. Massiv narzisstisch gestört, dignostiziert i.d.R. die Psychiatrie diese Fälle. Sie stehen ständig unter Druck, workaholic. Sie sind zu sich und zu anderen quasi "Erfolgsterroristen", cool, versteht sich, smart, if you know what I am talking about. Ich habe viele von diesen Typen erlebt. Es muss einfach geil sein, sich über andere zu erheben, qua Zugehörigkeit zu einer ganz bestimmten company. Sie haben so etwas 007-like an sich, was sie völlig verzückt. Details zu dieser Typologie bitte nachlesen bei:Fritz Riemann "Grundformen der Angst" -Eine tiefenpsychologische Studie-
  2. #2

    Berater – gibt es etwas schlimmers.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Leistung ist alles. Up or out, rauf oder raus - das ist das Motto der großen Unternehmensberatungen. Nur zwei von zehn Consultants schaffen es an die Spitze. Die Loser fühlen sich trotzdem als Gewinner.

    Up or out: Wie man in Unternehmensberatungen Karriere macht - SPIEGEL ONLINE
    Eines gleich mal vorab - wer Berater braucht sollte eigentlich sein Betrieb gleich schließen!

    Ich arbeite in einem Betrieb der sehr gut lief und mehr als 300 Mitarbeiter hatte.
    Dann verkaufte unser Chef die Firma.
    Die neuen Manager beauftragten als erstes eine Beraterfirma, diese sollte wie wir dachten, eigentlich nur Schwachstellen aufdecken und diese beseitigen.
    Was aber dann geschah, würde ich im Rückblick als Wahnsinn bezeichnen. Der ganze Betrieb oder umstrukturiert mit dem Ergebnis, dass wir nach sechs Monaten kurz vor dem Kollaps standen.
    Es wurde wieder das alte System reaktiviert. Aber es war zu spät. Zwei Jahre später musste die Firma Insolvenz anmelden. Mehr als 200 Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz!
    Heute noch sind einige Kollegen und ich der Meinung, das war eine geplante Aktion.
    Für mich sind diese Art von Beratern die übelste Sorte Menschen denen ich in meinen 46 Berufsjahren begegnet bin.
  3. #3

    Danke für diesen qualifizierten, zielführenden Beitrag!

    Zitat von hajo58 Beitrag anzeigen
    Eines gleich mal vorab - wer Berater braucht sollte eigentlich sein Betrieb gleich schließen!

    Ich arbeite in einem Betrieb der sehr gut lief und mehr als 300 Mitarbeiter hatte.
    Dann verkaufte unser Chef die Firma.
    Die neuen Manager beauftragten als erstes eine Beraterfirma, diese sollte wie wir dachten, eigentlich nur Schwachstellen aufdecken und diese beseitigen.
    Was aber dann geschah, würde ich im Rückblick als Wahnsinn bezeichnen. Der ganze Betrieb oder umstrukturiert mit dem Ergebnis, dass wir nach sechs Monaten kurz vor dem Kollaps standen.
    Es wurde wieder das alte System reaktiviert. Aber es war zu spät. Zwei Jahre später musste die Firma Insolvenz anmelden. Mehr als 200 Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz!
    Heute noch sind einige Kollegen und ich der Meinung, das war eine geplante Aktion.
    Für mich sind diese Art von Beratern die übelste Sorte Menschen denen ich in meinen 46 Berufsjahren begegnet bin.
    ...und somit ist der Pauschal-Schuldige ausgemacht und wir können uns entspannt zurücklehnen... Es mag solche Einzelfälle geben, in denen ieine Umstrukturierung nicht erfolgreich ist. Aber meine Erfahrung ist, dass oftmals "alte Systeme" und langjährige Inhaberprägung eine schleichende Insolvenz herbeiführen und der Beratereinsatz ein letzter Rettungsanker ist. Wenn dann 200 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren ist das immerhin noch besser als wenn es alle wären.

    Insofern, keine substantielle Äußerung sondern frustgetriebenes Dampf-Ablassen!
  4. #4

    Klischees

    Jetzt kommen sie wieder, die klassischen Beraterklischees. Hier gehen die Vorredner sogar noch einen Schritt weiter, indem sie Berater als "kranke Menschen" bezeichnen. Ich arbeite seit vielen Jahren in einer Unternehmensberatung und sehe vor allen Dingen sehr hart arbeitende Menschen, die häufig genug (Achtung: Beraterspeak) viele Extrameilen gehen, um die hohen Anforderungen ihrer Kunden zu erfüllen. Stehen im Rahemn einer Umstrukturierung tatsächlich Entlassungen an, dann sind natürlich die Berater Schuld. Die Unternehmensführung hingegen, die ja die Berater ins Haus geholt hat, ist natürlich völlig unschuldig, ja sogar von den bösen Beratern regelrecht zu dem Schritt gezwungen worden. Alles Fassade und natürlich einfach: Wenn es schmutzig wird, schiebt man die Berater vor. Viel häufiger sind aber andere Beispiele, nämlich wenn durch intelligente Veränderungen in den Betriebsabläufen die Unternehmen besser im internationalen Markt bestehen können. Nicht zuletzt werden dadurch in erheblichem Umfang Arbeitsplätze in Deutschland gesichert. Stattdessen lesen wir hier wieder das beliebte Beraterbashing von Leuten, die von der Materie keine Ahnung haben. Müsste ich sie "beraten", würde ich empfehlen, den netten Spruch von Dieter Nuhr zu beherzigen: den mit der klaren Handlungsempfehlung für Fälle, bei denen man keine Ahnung hat...
  5. #5

    Unfähige Manager

    Nun je unfähiger die Führungskraft (oder der Minister) desto angesehener muss der Name der UB sein.Diese leute können nur nach Absicherung durch UB Entscheidungen treffen, die UB sind das Feigenblatt für diese unfähigen FK, und je höher das Honorar der UB desto besser ist dann das Feigenblatt. Merkt das denn keiner??
  6. #6

    Jaja

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Leistung ist alles. Up or out, rauf oder raus - das ist das Motto der großen Unternehmensberatungen. Nur zwei von zehn Consultants schaffen es an die Spitze. Die Loser fühlen sich trotzdem als Gewinner.

    Up or out: Wie man in Unternehmensberatungen Karriere macht - SPIEGEL ONLINE
    Natürlich mag ich mich irren aber ich habe eher den Eindruck das diese Beratung meistends eher den Beratern dient die sich ihre Tipps vergolden lassen. Meist nur wenig angepasst auf die vorherrschende Strukturen und Branchen wird dann mit dem Holzhammer versucht ein System reinzuprügeln was in vielen Positionen nur zu einer verringerung der Effektivität führt. In der Firma meiner Mutter musste auch unbedingt eine neue Software eingeführt werden weil ja neu hip und cool ist, Fazit ist: ganze Produktreihen verschwinden, keiner kann damit umgehen, das System ist voller Fehler und umständlicher Algorithmen und wenn das ganze den Beratern im Jahresbericht um die Ohren fliegt waren die Mitarbeiter halt zu dumm sich mit der Neuerung zu befassen, eine Win - Win Situation, von den Kosten für diese tolle Software mal ganz abgesehen. Kann mir auch gut Vorstellen dsa in den Seilschaften der Führungsebene halt jemand nen Freund hat der Berater ist und dem halt mal nen Gefallen tut. Wenn jetzt ein Kleinsbetrieb wo der Chef alles ungelernt macht vielleicht beratung holt ist es ja von mir aus Ok, aber wie soll das in einem großem Unternehmen aussehen die eigene Abteilungen mit Qualifizierten Personal haben, aussehen? Da bezahlt man dann quasi zwei Leute dafür das sie das selbe machen. Wenn es wie im Artikel geschildert nur um Leistung ginge dann müssten die Berater ja schnell arbeitslos werden, zack Unternehmen beraten alles läuft Bombe da brauchen wir ja keine Beratung mehr, wer will das schon. Ist Genauso als wenn Zahnärzte mir Zahnbürsten empfehlen.
  7. #7

    Beratersprech = denglisch

    Der Artikel ist voller denglischer Wörter. Wenn ich lese "ein Sabbatical einlegen" dann kommt es mir hoch. Ein kann ich versprechen: sollte ich jemals einer dieser Berater vor mir haben und der spricht in denglisch zu mir, war es das dann. Mir wird dabei jedenfalls schlecht.
  8. #8

    Klischees

    So lang man auf ein Projekt chargen kann doch dabei bleiben - und niemanden wird nahgelegt zu gbehen. Also ich kenne einige Beratungen, die haben viele Senior Consultants die sind schon 10 Jahre dabei. Sorry - mit ein paar Hochschulabsolventen kann man keine ernsthaften Projekte machen.
    Normalerweise gibt es die Entlassungwellen in Krisenzeiten. Doch in der Krise 2008 hat kaum eine Beratung entlassen. Man möchte auch dort die Fachleute halten - sie sind Mangelware! Man erleichtert mittlerweile sogar Vätern mit Heimfahrerprojekten Familie und Beruf unter einem Hut zu bringen. Die Väter sollen gehalten werden!
  9. #9

    Berater beraten - sie entscheiden nicht!

    Zitat von hajo58 Beitrag anzeigen
    Eines gleich mal vorab - wer Berater braucht sollte eigentlich sein Betrieb gleich schließen!

    Ich arbeite in einem Betrieb der sehr gut lief und mehr als 300 Mitarbeiter hatte.
    Dann verkaufte unser Chef die Firma.
    Die neuen Manager beauftragten als erstes eine Beraterfirma, diese sollte wie wir dachten, eigentlich nur Schwachstellen aufdecken und diese beseitigen.
    Was aber dann geschah, würde ich im Rückblick als Wahnsinn bezeichnen. Der ganze Betrieb oder umstrukturiert mit dem Ergebnis, dass wir nach sechs Monaten kurz vor dem Kollaps standen.
    Es wurde wieder das alte System reaktiviert. Aber es war zu spät. Zwei Jahre später musste die Firma Insolvenz anmelden. Mehr als 200 Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz!
    Heute noch sind einige Kollegen und ich der Meinung, das war eine geplante Aktion.
    Für mich sind diese Art von Beratern die übelste Sorte Menschen denen ich in meinen 46 Berufsjahren begegnet bin.
    Wenn der Entscheider ein Idiot ist, dann helfen auch die Berater nicht.
    Und wenn sie mit 46 Berufsjahren nicht das Kreuz haben, Dinge rechtzeitig zu eskalieren, dann kann Ihnen wirklich keiner helfen!