Raketen aus dem Gaza-Streifen: Volltreffer aufs Dach

Spiegel OnlineMehr als 50 Palästinenser und drei Israelis sind durch den gegenseitigen Beschuss schon getötet worden - die Menschen in Israel können sich viel besser gegen Angriffe schützen. So wie der Bauunternehmer Haim Gabso, in dessen Haus eine Rakete aus dem Gaza-Streifen einschlug.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-867905.html
  1. #1

    Nachvollziehbar

    Es herrscht eine verfahrene Situation, in der vermutlich nur die internationale Politik eine Lösung finden kann. Alle wollen Frieden, davon kann man ausgehen. Die Palästinenser wehren sich gegen die Drangsalierungen der Israelis und die Israelis wehren sich gegen die Raketen aus dem Gazastreifen. Es wäre müßig, nun zu klären, ob zuerst das Huhn oder das Ei da war. Man muss zu einer für beide Seiten lebenswerten Lösung friedlicher Koexistenz kommen. Solange aber muslimische Fundamentalisten aus aller Welt, insbesondere aus dem Iran die Hamas einen Stellvertreterkrieg führen lassen, wird es zu keiner Lösung kommen. Würden unsere Nachbarn deutschland täglich mit Raketen beschießen, wäre es auch eine Frage der Zeit, bis wir dort einmarschieren. Würde man uns mit einer Mauer einmauern und drangsalieren, würden wir uns auch zur Wehr setzen. Jede Seite hat also nachvollziehbare Gründe. Leiden tut wie immer die Zivilbevölkerung auf beiden Seiten.
  2. #2

    Der Autor sollte sich vielleicht mal direkt im Gaza-Streifen umsehen und herausfinden, wo die Aber-Millionen Euro der EU bleiben. Die PA-Angestellten residieren in Eigenheimen mit Swimming-Pool. Würden die Palästinenser das Geld nicht für Raketen und ihren militären Aggressions-Wahnsinn ausgeben, könnten sich eine Vielzahl der Bewohner alle ordentliche Häuser leisten.
  3. #3

    Ägypten

    Es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass Israel die Palästinenser im Gaza- Streifen einsperrt. Hält aber Ägypten seine Grenze nicht auch bis heute geschlossen, oder verstehe ich da etwas grundlegend falsch?
  4. #4

    Eigenartig

    Natürlich wird auch die Zivilbevölkerung im extrem dicht besiedelten Gaza-Streifen immer wieder Opfer, die meisten jubeln aber trotzdem (offiziell) den Terroristen zu, die ihre ungesteuerten Raketen und Geschosse blindlings losballern und hoffen, möglichst viel Schaden anzurichten.
    Die israelische Armee HAT wenigstens klare Ziele, da die Abschussbasen, Raketenwerkstätten und -lager aber nicht auf dem freien Feld stehen, werden auch Unbeteiligte mitgetroffen. Die haben nicht die Mittel, um sich so zu schützen wie der interviewte Siedler und sie können auch nirgendwohin ausweichen. Das tut nur die Hamas-Führung, die sich eingebuddelt haben und ungerührt ihre eigenen Leute verrecken lassen, um damit Israel vor der Weltöffentlichkeit anzuklagen.

    Insgesamt ist dieser Artikel recht einseitig und polemisch.
  5. #5

    Operzahlen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr als 50 Palästinenser und drei Israelis sind durch den gegenseitigen Beschuss schon getötet worden - die Menschen in Israel können sich viel besser gegen Angriffe schützen.
    1. Die Angaben aus Gaza kommen von der Hamas. Ein unabhängige Überprüfung ist nicht möglich.

    2. Die Israelis werden im Gegensatz zur Bevölkerung Gazas von ihrer Regierung NICHT als menschliche Schutzschilde misbraucht.

    Das sind die Gründe für die unterschiedlichen Opferzahlen, die wieder mal verschwiegen werden. Stattdessen wird der Unfug vom "Freiluft-Gefängnis" wiederholt und der Grund für die Blockade wird ebenfalls verschwiegen.
  6. #6

    Zitat von icleng Beitrag anzeigen
    Es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass Israel die Palästinenser im Gaza- Streifen einsperrt. Hält aber Ägypten seine Grenze nicht auch bis heute geschlossen, oder verstehe ich da etwas grundlegend falsch?
    Das verstehen Sie grundlegend richtig. Ägypten will die Palästinenser nicht haben. Auch im Libanon ist diese Bevölkerungsgruppe eingesperrt und darf keiner regulären Arbeit nachgehen. In Jordanien bilden sie sogar schon die Bevölkerungsmehrheit. Wer will sich schon, platt ausgedrückt, Probleme importieren?
  7. #7

    immer wieder der gleiche ....

    Zitat aus dem Artikel:

    "Gabso versteht nicht, warum man im Gaza nicht einfach "ein neues Kapitel aufschlagen" könne, "das Leben genießen" wie er in seinem großen Haus in Be'er Tuvia mit Swimmingpool neben der Terrasse. Er sieht nicht ein, dass dies für die Menschen im Gaza-Streifen nahezu unmöglich ist, weil sie in einer Art "Freiluft-Gefängnis" leben, wie es der Uno-Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten, John Holmes, 2010 aufgrund der israelischen Blockade bezeichnete. Daran hätten auch die geringfügigen israelischen Lockerungen der Einfuhrbeschränkungen seitdem nichts wesentlich geändert, urteilte die Uno-Behörde der Nothilfekoordination im besetzten Palästina (OCHA-OPT) zuletzt vor wenigen Wochen in ihrem Monatsbericht"

    Warum wird hier immer wieder dieses scheinheilige Argumement gebracht ?
    Israel hat sich 2005 aus dem Gaza zurueckgezogen - die Folgen waren Attentate und Raketen. Aus diesem Grund wurden die Grenzen zu Gaza geschlossen.

    Dazu gibt es auch interessante Artikel:

    http://www.welt.de/debatte/article111236267/Palaestinensischer-Irrsinn-finanziert-von-den-UN.html

    Und auch einen kritischen aus arabischer Quelle:

    http://www.audiatur-online.ch/2012/09/03/millionaere-im-gazastreifen/
  8. #8

    Konsequenzen...

    >"Die meisten Menschen im Gaza-Streifen haben diesen Schutz nicht."

    Wenn die Hamas aufhört mit Raketen zu schiessen, benötigen Sie diesen Schutz auch nicht mehr. Wenn ich mich recht entsinne, wurde die Hamas mit Mehrheit gewählt...

    Die Blockade - die Gaza in ein "Freiluftgefängnis" verwandelt - ist zudem eine REAKTION auf den Beschuss durch die Hamas, nicht deren Ursache.
  9. #9

    Schicksal?

    Nein, es gint so etwas wie Schicksal nicht.
    Dieser Konflikt ist sowohl von den Israelis als auch von den Palästinensern gemacht um ein Zusammenleben unmöglich zu gestalten. Dazu kommen noch Interessen ausserhalb der Konfliktparteien, seien diese politschen oder religiösen Ursprungs und religiöse Probleme lassen sich leider auch nur säkular lösen.
    Gabso hat recht wenn er versteht,dass sich der >Konflikt nicht militärisch lösen lässt.