Nahost: Israel beschießt wieder Dutzende Ziele im Gaza-Streifen

REUTERSDie israelische Armee hat in der Nacht wieder massiv den Gaza-Streifen bombardiert. Ziel war neben Raketenabschussrampen auch ein TV-Sender. Nach palästinensischen Angaben sind zwei Kinder unter den Toten. Dutzende Menschen wurden verletzt, darunter mehrere Journalisten.

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  1. #1

    Ganz pragmatisch

    Also ich betrachte mich sicherlich nicht als Freund der israelischen Politik, aber wenn jemand immer wieder Raketen auf mein Gebiet abfeuert, würde ich ihm alles kurz und klein machen. Von daher habe ich durchaus Verständnis für die Reaktion Israels. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Palästinenser geschlossen Frieden mit Israel wollen. Und solange es bei den Palästinensern militante Gruppen gibt, die Raketen abfeuern, können die Palästinenser auch nicht erwarten dass die Israelis a) nicht mit Gewalt antworten und b) ihnen irgendwo entgegenkommen.
  2. #2

    Zitat von aramcoy Beitrag anzeigen
    Also ich betrachte mich sicherlich nicht als Freund der israelischen Politik, aber wenn jemand immer wieder Raketen auf mein Gebiet abfeuert, würde ich ihm alles kurz und klein machen. Von daher habe ich durchaus Verständnis für die Reaktion Israels. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Palästinenser geschlossen Frieden mit Israel wollen. Und solange es bei den Palästinensern militante Gruppen gibt, die Raketen abfeuern, können die Palästinenser auch nicht erwarten dass die Israelis a) nicht mit Gewalt antworten und b) ihnen irgendwo entgegenkommen.
    Das doofe ist ja, ihr Text funktioniert mit ausgetauschten Vorzeichen auch (nicht):

    Also ich betrachte mich sicherlich nicht als Freund der palistinänsischen Politik, aber wenn jemand immer wieder Raketen auf mein Gebiet abfeuert, würde ich ihm alles kurz und klein machen. Von daher habe ich durchaus Verständnis für die Reaktion Palistinas. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Israelis geschlossen Frieden mit Palistäna wollen. Und solange es bei den Israelis militante Gruppen gibt, die Raketen abfeuern, können die Israelisauch nicht erwarten dass die Palistinänser a) nicht mit Gewalt antworten und b) ihnen irgendwo entgegenkommen
  3. #3

    Blockade

    Die Hamas will eine Aufhebung der Blockade. Die Tatsache, dass sie über Raketen aus iranischer Produktion verfügen, zeigt aber, dass die Blockade noch nicht scharf genug ist.
  4. #4

    Ein Versuch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die israelische Armee hat in der Nacht wieder massiv den Gaza-Streifen bombardiert. Ziel war neben Raketenabschussrampen auch ein TV-Sender. Nach palästinensischen Angaben sind zwei Kinder unter den Toten. Dutzende Menschen wurden verletzt, darunter mehrere Journalisten.

    Nahost: Israel beschießt wieder Dutzende Ziele im Gaza-Streifen - SPIEGEL ONLINE
    Gibt es in dieser Auseinandersetzung, die sich nun schon seit Jahrzehnten zieht keine andere Möglichkeit, als die, das weiterhin unschuldige Menschen, auf beiden Seiten, verletzt, verstümmelt oder getötet werden? Gäbe es nicht, wie vor einigen Jahren in Irland eine Chance, dass beide Konfliktparteien darüber nachdenken, wie sie sich arrangieren könnten?
    Was wäre der kleinste gemeinsame Nenner mit den beide Seiten leben könnten?
    Kein Israeli, kein Palästinenser möchte ständig in Angst um sich und sein Familie leben.
  5. #5

    Verständnis?

    Man kann Verständnis dafür haben, sich gegen 800 Raketen innerhalb von ein paar Tagen zu wehren. Selbstverständlich. Nur: dieses Verständnis gilt für beide Seiten. Wieviel Geschosse sind denn auf Gaza niedergegangen? Das bringt doch alles Nichts, dieses Aufrechnen und dieses Gejammer. Mich ärgert riesigst die Einseitigkeit der Wahrnehmung und - der Darstellung. Jetzt bombardieren die Israelis die Mediententren im Gaza. Warum nur? Um Zeugen zu beseitigen oder wenigstens zu minimieren? Jede Menge Druck wird auf die Palästinenser ausgeübt, mit diesem Wahnsinn endlich aufzuhören. Richtig so. Da darf man nicht mit nachlassen. Jedoch muß der gleiche Druck auch auf die Israelis ausgeübt werden. Und was passiert statt dessen? Denen wird signalisiert, so weiterzumachen. Anders kann man die Haltung der US Regierung und der mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten EU gar nicht interpretieren. Hört endlich mit dieser verfluchten Heuchelei auf.
  6. #6

    Zitat von aramcoy Beitrag anzeigen
    Also ich betrachte mich sicherlich nicht als Freund der israelischen Politik, aber wenn jemand immer wieder Raketen auf mein Gebiet abfeuert, würde ich ihm alles kurz und klein machen. Von daher habe ich durchaus Verständnis für die Reaktion Israels. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Palästinenser geschlossen Frieden mit Israel wollen. Und solange es bei den Palästinensern militante Gruppen gibt, die Raketen abfeuern, können die Palästinenser auch nicht erwarten dass die Israelis a) nicht mit Gewalt antworten und b) ihnen irgendwo entgegenkommen.
    Was würdest Du sagen, wenn man Dein "Gebiet", also Dein Land teilt und - ohne Dich oder Dein Volk vorher gefragt zu haben (Selbstbestimmungsrecht!) in dem einen Teil einen sagen wir beispielsweise islamischen Staat errichtet? Das war exakt die Situation 1947/48 in Palästina.
    Würdest Du erwarten, dass die dann dort lebenden Muslime Dir "irgendwo entgegenkommen", mal ganz pragmatisch gefragt? Von allen anderen Leiden, die Deinem Volk ausser der Landnahme zugefügt wurden (4 Millionen Flüchtlinge) einmal abgesehen.
  7. #7

    Israel hat das Recht auf Selbstverteidigung

    An Lekcad: Die Situation ist *nicht* symmetrisch. Von Gaza aus werden seit Monaten (wenn nicht Jahren) Raketen nach Sderot und Aschkelon gefeuert. Seit Monaten gibt es dort deswegen fast täglich Alarm. Auch wenn dort wenig Todesopfer zu beklagen sind, so leben die Menschen dort in dauernder Angst. Während dieser ganzen Zeit hat Israel so gut wie nichts gemacht und den Waffenstillstand eingehalten. Irgendwann war eben zu viel und Israel hat geantwortet. Bitte hier nicht die Tatsachen verdrehen und so tun, als würde die Gewalt von beiden Seiten gleichermaßen *ausgehen*, denn das tut sie nicht.
  8. #8

    Gewalt ist nie eine gute Lösung, und bei all den Brandherden weltweit inkl. der beteiligung bzw Duldung durch unsere Regierungen dürfen wir uns ruhig zunächst an die eigene Nase fassen, bevor wir mit dem Finger auf Israel zeigen. Desweiteren sollten wir unser große Verantwortung erkennen, dem einzigen demokratischen Land in dieser Region aus bekanntlich diversen guten Gründen Achtung zu zollen und zur Seite zu stehen, statt Israel zum Buhman zu machen, nur weil es sich vor einer fremdfinanzierten, kontinuierlichen Aggression wehrt.
    Waffenstillstand: Ja; Kompromisse: Okay; Klein beigeben: Nein.
  9. #9

    Zitat von incipe Beitrag anzeigen
    Was würdest Du sagen, wenn man Dein "Gebiet", also Dein Land teilt und - ohne Dich oder Dein Volk vorher gefragt zu haben (Selbstbestimmungsrecht!) in dem einen Teil einen sagen wir beispielsweise islamischen Staat errichtet? Das war exakt die Situation 1947/48 in Palästina.
    Würdest Du erwarten, dass die dann dort lebenden Muslime Dir "irgendwo entgegenkommen", mal ganz pragmatisch gefragt? Von allen anderen Leiden, die Deinem Volk ausser der Landnahme zugefügt wurden (4 Millionen Flüchtlinge) einmal abgesehen.
    Es ist immer wieder lustig zu lesen, wie die UNO-Resolutionen ausgelegt werden, je nachdem wie es gerade ideologisch in den Kram passt. Die Resolution 1947 ist wohl bei Arabern nicht so populär, weil man ja Juden ins Land lassen und auch teilen musste. Dafür gab es Krieg seitens Araber mit ca. 800.00 Flüchtlingen (keine 4 Mio). Viele von ihnen wurden nicht vertrieben, sondern gingen aufgrund arabischer Aufrufe mit Versprechen schneller Rückkehr nach dem Sieg über Juden. Das nennt man Konsequenz des eigenen Angriffs. Statt diese Flüchtlinge bei ca. 1 Milliarde Arabern/Muslimen zu unterbringen werden sie gerne als nützliche Idioten politisch ausgenutzt und von ihren Brüdern seit Jahrzenten unter unmenschlichen Lebensverhältnissen in Lagern gehalten.

    Es gab auch fast genauso viele jüdische Fluchtlinge aus arab. Ländern. Aber tsss -irgendwie sind sie natürlich alle freiwillig ausgewandert. Und bereichern unverschämter weise das Land in das sie geflüchtet sind.

    Zahllose israel-feindliche UNO-Resolutionen werden dagegen bejubelt und ständig vorgehalten.