Immobilien - soll man Obergrenzen für Mieten setzen?

Waren die Wohnungsmieten in den deutschen Metropolen bis vor kurzem im Europa-Vergleich noch moderat, so haben sich diese im letzten Jahr dramatisch verteuert. Speziell Berlin, Hamburg und München verzeichnen enorm steigende Preise in gesuchten Citylagen, aber auch ehemals einfache Wohngegenden sehen sich Steigerungen im Mietpreis ausgesetzt, die viele als unsozial und gefährlich ansehen. Soll man Obergrenzen für Mieten setzen?
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Waren die Wohnungsmieten in den deutschen Metropolen bis vor kurzem im Europa-Vergleich noch moderat, so haben sich diese im letzten Jahr dramatisch verteuert. Speziell Berlin, Hamburg und München verzeichnen enorm steigende Preise in gesuchten Citylagen, aber auch ehemals einfache Wohngegenden sehen sich Steigerungen im Mietpreis ausgesetzt, die viele als unsozial und gefährlich ansehen. Soll man Obergrenzen für Mieten setzen?
    Durch Obergrenzen wird das Problem nicht gelöst, denn es gibt nun mal die Rieseneinkommensunterschiede und das bringt die sozial Schwachen an den Rand.

    Die einzigste Lösung wäre die ländlichen Gebiete genauso attraktiv zu machen wie die Metropolen. Oder zumindest die gut an die Metropolen anzubinden. D.h. schnelle, saubere, günstige, öffentliche Verbindungen zu den Metropolen herzustellen.

    Nicht mehr den unsinnigen Flugverkehr subventionieren, sondern neue schnelle Züge und Bahnstrecken bauen die die Menschen ruckzuck für umsonst 100 Km weit in einer halben Stunde in die Metropolen bringen.
  2. #2

    Zitat von soläuftdas? Beitrag anzeigen
    Durch Obergrenzen wird das Problem nicht gelöst, denn es gibt nun mal die Rieseneinkommensunterschiede und das bringt die sozial Schwachen an den Rand.

    Die einzigste Lösung wäre die ländlichen Gebiete genauso attraktiv zu machen wie die Metropolen. Oder zumindest die gut an die Metropolen anzubinden. D.h. schnelle, saubere, günstige, öffentliche Verbindungen zu den Metropolen herzustellen.

    Nicht mehr den unsinnigen Flugverkehr subventionieren, sondern neue schnelle Züge und Bahnstrecken bauen die die Menschen ruckzuck für umsonst 100 Km weit in einer halben Stunde in die Metropolen bringen.
    Kurze Frage: Müssen die Banken, Versicherungen und Konzernzentralen in den Innenstädten liegen? Was haben die da zu suchen?


    rolli
  3. #3

    Nicht sinnvoll

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ....Soll man Obergrenzen für Mieten setzen?
    Man kann es, aber die Wohnungen werden vielleicht leer stehen oder gar nicht mehr gebaut .
  4. #4

    Ausprobieren, wo die Gentrifizierung besonders droht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Waren die Wohnungsmieten in den deutschen Metropolen bis vor kurzem im Europa-Vergleich noch moderat, so haben sich diese im letzten Jahr dramatisch verteuert. Speziell Berlin, Hamburg und München verzeichnen enorm steigende Preise in gesuchten Citylagen, aber auch ehemals einfache Wohngegenden sehen sich Steigerungen im Mietpreis ausgesetzt, die viele als unsozial und gefährlich ansehen. Soll man Obergrenzen für Mieten setzen?
    Eigentlich sollte man die Antwort auf diese Frage einschlägigen Wissenschaftlern, also Volkswirten überlassen. Wenn ich mich als Laie dennoch einmischen soll würde ich vorschlagen, diese Maßnahme erstmal nur ganz vorsichtig an einigen Pilotprojekten auszuprobieren, und zwar an besonders gentrifizierungsgefährdeten Stadtteilen mit schützenswertem Kiez. In Berlin z.B. Neukölln, Wedding, Moabit und wenn es noch nicht zu spät ist Kreuzberg. In Hamburg Schanzenviertel und Ottensen - in St.Georg ist es zu spät. Ich nehme an, ein so massiver Eingriff in die Marktwirtschaft würde im Gegenzug erfordern, Fördermittel für die Gebäudeinstandhaltung bereitzustellen, die sich ohne Fördermittel für die Eigentümer nicht rechnen würde.

    Mehr Klarheit würde schaffen, wissenschaftlich der Frage auf den Grund zu gehen, warum in der Vergangenheit Mieten bei uns erschwinglich und in Ländern wie Spanien und Italien so unerschwinglich waren, dass bei denen nur Hotel Mama oder Eigentumserwerb übrig blieb mit den bekannten fatalen Folgen für die Wirtschaft. Und ob vielleicht die Quelle unseres Erfolgs unter die Räder gekommen ist, nämlich das Sozialwohnungswesen.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Waren die Wohnungsmieten in den deutschen Metropolen bis vor kurzem im Europa-Vergleich noch moderat, so haben sich diese im letzten Jahr dramatisch verteuert. Speziell Berlin, Hamburg und München verzeichnen enorm steigende Preise in gesuchten Citylagen, aber auch ehemals einfache Wohngegenden sehen sich Steigerungen im Mietpreis ausgesetzt, die viele als unsozial und gefährlich ansehen. Soll man Obergrenzen für Mieten setzen?
    Das Problem ist doch das Geld ein unsicherer Wert geworden ist . Deshalb versuchen immer mehr Leute Geld in einen realen Wert zu verwandelen . Eine Immobilie ist ein realer Wert . Deshalb steigen da die Preise . Am Ende auch die Mieten . Weil Leute " Investiert " haben ohne dabei etwas anderes zu ändern außer den Preis ! Es ist Teil des Kernproblemes was wir haben . Immer mehr Menschen lassen ihr Geld für sich "arbeiten" , und immer mehr Geld "arbeitet" . Aber es "arbeitet" nur an den Preisen !
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Waren die Wohnungsmieten in den deutschen Metropolen bis vor kurzem im Europa-Vergleich noch moderat, so haben sich diese im letzten Jahr dramatisch verteuert. Speziell Berlin, Hamburg und München verzeichnen enorm steigende Preise in gesuchten Citylagen, aber auch ehemals einfache Wohngegenden sehen sich Steigerungen im Mietpreis ausgesetzt, die viele als unsozial und gefährlich ansehen. Soll man Obergrenzen für Mieten setzen?
    Wurde alles schon behandelt, daher empfehle ich Ihnen dieses Buch:

    2015 Der Zusammenbruch des Immobilienmarkts...

    a) den einen, um sich zu informieren und zu reagieren
    b) den anderen, um in der Systempresse Gegendarstellungen zu schreiben, um die Menschen weiterhin bei Laune zu halten.

    ...aber jetzt erwischt es erst mal den niederländischen und den kanadischen Immobilienmarkt..... dann kommen noch die Briten und Franzosen....
  7. #7

    Zitat von Hamberliner Beitrag anzeigen
    Eigentlich sollte man die Antwort auf diese Frage einschlägigen Wissenschaftlern, also Volkswirten überlassen. Wenn ich mich als Laie dennoch einmischen soll würde ich vorschlagen, diese Maßnahme erstmal nur ganz vorsichtig an einigen Pilotprojekten auszuprobieren, und zwar an besonders gentrifizierungsgefährdeten Stadtteilen mit schützenswertem Kiez. In Berlin z.B. Neukölln, Wedding, Moabit und wenn es noch nicht zu spät ist Kreuzberg. In Hamburg Schanzenviertel und Ottensen - in St.Georg ist es zu spät. Ich nehme an, ein so massiver Eingriff in die Marktwirtschaft würde im Gegenzug erfordern, Fördermittel für die Gebäudeinstandhaltung bereitzustellen, die sich ohne Fördermittel für die Eigentümer nicht rechnen würde.

    Mehr Klarheit würde schaffen, wissenschaftlich der Frage auf den Grund zu gehen, warum in der Vergangenheit Mieten bei uns erschwinglich und in Ländern wie Spanien und Italien so unerschwinglich waren, dass bei denen nur Hotel Mama oder Eigentumserwerb übrig blieb mit den bekannten fatalen Folgen für die Wirtschaft. Und ob vielleicht die Quelle unseres Erfolgs unter die Räder gekommen ist, nämlich das Sozialwohnungswesen.
    Ein Dach über dem Kopf zu haben ist ein Grundrecht. Der Staat sollte sich erinnern, dass er da in der Pflicht steht, und nicht das Feld den Spekulanten und Abzockern überlassen.
    rolli
  8. #8

    Zitat von rolli Beitrag anzeigen
    Ein Dach über dem Kopf zu haben ist ein Grundrecht. Der Staat sollte sich erinnern, dass er da in der Pflicht steht, und nicht das Feld den Spekulanten und Abzockern überlassen.
    rolli
    Soll der Staat jetzt also auch noch als Sozialwohnungsbauherr auftreten?
    Die nächste Steuererhöhungsrunde wird dann unvermeidbar.
    Sie sollten auch nicht die Hausbesitzer pauschal als Spekulanten und Abzocker diffamieren.
    Haben Sie mal in D vermietet? Dann wüssten Sie, das das durchaus nicht ein reines Vergnügen ist.
  9. #9

    Zitat von Manukun Beitrag anzeigen
    Soll der Staat jetzt also auch noch als Sozialwohnungsbauherr auftreten?
    Die nächste Steuererhöhungsrunde wird dann unvermeidbar.
    Sie sollten auch nicht die Hausbesitzer pauschal als Spekulanten und Abzocker diffamieren.
    Haben Sie mal in D vermietet? Dann wüssten Sie, das das durchaus nicht ein reines Vergnügen ist.
    Wer denn sonst wenn nicht der Staat? War ja früher in Zeiten des Wirtschaftswunders auch so. Erst die irriwtzige neoliberalfaschistische Wohnungsbaupolitik hat dazu geführt, dass der Bund, die Länder und die Gemeinden ihre Wohnungsbesitz verkauft haben.
    Sie immer mit Ihrer blöden Rabukistik. Behaupten Dinge, die nie jemand gesagt hat um zu diffamieren.

    rolli