Obama in Burma: Besuch beim Hätschelkind

APEinst war Burma der Paria der Weltgemeinschaft, eine Militärdiktatur, vom Westen boykottiert. Nun besucht Barack Obama als erster US-Präsident das Land. Doch um Menschrechte geht es nur am Rande - vor allem soll Burma den Amerikanern zu neuer Vormachtstellung in der Region verhelfen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-867252.html
  1. #1

    Langsam, langsam!

    Coca-Cola steht nicht in den Startlöchen sondern ist seit gut drei Monaten hier. Ebenso der Mitbewerber PepsiCo. Warten tun McDonalds, KFC und Co. - und sie werden erstaunlicherweise auch erwartet. Neue Einkaufszentren in Yangon halten Ladenlokale frei für die da kommenden amerikanischen Burgerbratereien. Sei gestern funktionieren erstmalig in der Geschichte Burmas/Myanmars internationale Kreditkarten. MasterCard wird in einigen Geldautomaten akzeptiert, VISA soll folgen. Andere eher nicht. Schon innerhalb der kommenden zwei Monate sollen erste Roamingabkommen mit ausländischen Mobilfunkprovidern geschlossen werden. Investitionen kommen derzeit vor allem aus dem asiatischen Raum. Japan ganz vorne mit dabei. Europa hält sich weiterhin sehr zurück. Seit fast einem halben Jahr gibt es zum ersten mal in der Geschichte des Landes eine Journalistenschule. Sieht alles ganz schön aus. Trotzdem: Von einer Demokratie kann man hier noch nicht reden. Automatisch iwrd das Parlament (Wahlen hin oder her) zu rund 30 Prozent mit Militärs besetzt. Gekämpft wird nicht nur im Westen, bei den Rohingya, sondern auch im Norden des Landes. Zensur findet weiterhin statt - jetzt allerdings erst nach Veröffentlichung, was sehr gefährlich für Journalisten sein kann. Und dann ist da natürlich nach wie vor die Schere in den Köpfen...