Pop-Oper "Madama Butterfly": Ganz großes Kimono-Kino

Bernd UhligHamburg gilt als Musical-Stadt, doch wahrer Pop-Pomp schmettert derzeit auf der Opernbühne. In der Inszenierung von Giacomo Puccinis Prunkstück "Madama Butterfly" glänzt Alexia Voulgaridou als Cio-Cio San: und stiehlt den Glamourkostümen von Christian Lacroix die Show.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/m...-a-867433.html
  1. #1

    Auch für Opernliebhaber fragwürdig...

    Ich bin ja nun wirklich Opernfan, auch die Butterfly mag ich. Aber trotzdem schwindet seit vielen Jahrzehntenn mein Verständnis für die ungeheueren Subventionen der Opernhäuser, damit Steuergelder für solche Ausstattungen verschwendet werden können.

    Es gibt eine Grenze der Angemessenheit. Es gibt Büchereien die geschlossen werden müssen, weil kleinere Beträge fehlen als der der für diese Inszenierung ausgegeben wurde!
  2. #2

    Grandios

    Diese Griechin ist eine Butterfly zum Niederknien. Eine herzbewegende Inszenierung. Jeder Zeile der Kritik ist zuzustimmen.Eine Sternstunde der Staatsoper!
  3. #3

    Keiner Zeile der Kritik ist zuzustimmen!

    Ein weiterer Abend, eine weitere Oper, die auf dem Altar des modernen Regietheaters geopfert wurde. Eine Inszenierung, die an Dummheit kaum zu überbieten ist, ein Regisseur, der das Libretto entweder nicht gelesen oder nicht verstanden hat und eine Sängerin, die den Anforderungen der Rolle nicht gerecht wird. Die Griechin ist viel zu hart und zu derb für die Rolle und hat außerdem den Zenit ihrer Schaffenskraft bereits überschritten. Ein Fachwechsel wäre dringend anzuraten. Schade um die vertanene Chance, schade um diese wundervolle Puccini-Oper, die mit den Original kaum etwas zu tun hat und nun in die Kategorie Etikettenschwindel fällt. Wann wird dieser Unsinn endlich ein Ende nehmen? Wann wird man sich wieder auf werkgetreue Aufführungen freuen dürfen?
  4. #4

    Ausdrucksstärke von Alexia Voulgaridou

    Sie schafft es, dass "Un bel di vedremo" kein eindeutiger Höhepunkt ist, weil sie die gesamte Aufführung mit größter Lebendigkeit und Intensität bestreitet.
    Selten genug, daß eine erwachsene Opernsängerin das junge Mädchen Cio-Cio San gleichzeitig spielen und transzendieren kann.