Streit um "Affirmative Action": US-Unis dürfen Bonus für Hautfarbe geben

APOb ein Bewerber schwarz oder weiß ist, durfte bisher an Hochschulen im US-Bundesstaat Michigan keine Rolle spielen. Doch nun entschied ein Gericht: Die Unis dürfen Minderheiten gezielt fördern. Das Urteil ist umstritten, denn das eigene Volk hatte 2006 gegen "Affirmative Action" gestimmt.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-867694.html
  1. #20

    Bravo !!!

    .....Unrecht sollte in besonders in späteren Generationen, mit Unrecht beantwortet werden !!! Das zeichnet doch, in unserer Hochzivilisation einen archaischen Rache-Menschen aus ! Ewige "Sippenhaft" !?? ....auf solches Gedankengut gibt's
    doch doch hoffentlich schon Knast, oder ?
  2. #21

    Falsch!

    Zitat von Apologet Beitrag anzeigen
    Das kann nur als krasse Fehlentscheidung gewertet werden.

    Jeder Mensch egal welcher Hautfarbe muss die gleiche Chance bekommen. Das ist des Menschen Geburtsrecht und der einzige Garant für Frieden.Es müssen die gleichen Regeln für alle Menschen gelten und die Befähigung und Leistung allein muss die Grundlage für die Aufnahme an einer Uni sein.
    Beispiel aus der Realität in den USA: Sie haben 100 Bewerber um 10 Studienplätze davon 50 weiss und 50 schwarz und alle mit der gleichen "Qualifikation", wobei es schon vorher härter ist für schwarze in den High Schools . Natürlich müsste es dann 5 weisse und 5 schwarze Studenten geben, laut Logik. Aber das Unisystem in den USA läuft nunmal erstens über -> Geld d.h. Nachteil schwarz (objektiv) und zweitens Auswahlgremien (mehrheitlich weiss) d.h. wieder Nachteil schwarz. Also wo es dann ein 50 zu 50 geben sollte gibt es ein 80% zu 20% bzw. 90% zu 10%, obgleich gleicher "objektiver" Kriterien wie Noten.
    Also was machen Sie ...!?
  3. #22

    Rassismus in heute

    Rassismus= Nicht weiße haben die selben rechte wie weiße, aber nicht die selben pflichten. Gleichberechtigung : die Frauen haben die selben rechte, aber nicht die selben pflichten wie Männer. Das ist die Realität.
  4. #23

    Rassismus gegen Weisse ist natuerlich immer o.k.

    schaetze, wenn die Latinos und Schwarzen in 20 Jahren die Mehrheit in den USA bilden, die Minderheiten-Bevorzugung von Latinos/Schwarzen gegenueber Weissen weiterhin bestehen bleiben wird ... diese Minderheiten sind doch schon seit mindestens 4-5 Generationen da, wo sind die Nobelpreistraeger in Naturwissenschaften, die erfolgreichen Technology-Startups, etc.? Sie koennen die Weissen in dem Land hassen so viel sie wollen, ohne diese wuerde es in Amerika wohl nicht viel anders aussehen als in den Laendern wo sie urspruenglich hergekommen sind.
  5. #24

    Was machen sie...

    Zitat von phobos81 Beitrag anzeigen
    Beispiel aus der Realität in den USA: Sie haben 100 Bewerber um 10 Studienplätze davon 50 weiss und 50 schwarz und alle mit der gleichen "Qualifikation", ... Natürlich müsste es dann 5 weisse und 5 schwarze Studenten geben, laut Logik.... Also wo es dann ein 50 zu 50 geben sollte gibt es ein 80% zu 20% bzw. 90% zu 10%, obgleich gleicher "objektiver" Kriterien wie Noten.
    Also was machen Sie ...!?
    Man führt eine Quotensystem ein, dass 12% der Studienplätze für Schwarze reserviert und trennen beide Bewerbungsverfahren? Ist es das?? Dann kann man die anderen 88% (oder die verbliebenen 50% nach Abzug weiterer Minderheiten, wobei exakt 50% an Frauen gehen) also ruhigen Gewissens vergeben ohne Schwarze zu berücksichtigen?

    Wie definiert man, ob jemand "Schwarz" ist. Reicht eine Ururgrossmutter aus, oder macht man das von der Hautfarbe abhängig?

    Wo bleibt in dem System die weisse Unterschicht? Da ja schon die Oberschicht weiss ist und die "weissen" Studienplätze belegt, kommen die also nirgendwo mehr rein, oder?
  6. #25

    [QUOTE=AxelSchudak;11373283]
    Wie definiert man, ob jemand "Schwarz" ist. Reicht eine Ururgrossmutter aus, oder macht man das von der Hautfarbe abhängig?

    QUOTE]

    Die Frage stellt sich mir auch. Mein Großvater war (vermutlich) amerikanischer GI, ein Farbiger, weshalb ich heute schwarze Haare und eine etwas dunklere Hautfarbe als in meiner Gegend üblich habe.

    Bin ich schon schwarz genug?
    Obama selbst ist doch auch kein "reiner" Schwarzer, wäre er schwarz genug?

    Oder gibt es da eine Farbtabelle?

    Oder gibt es da "Komissare" der schwarzen Bürgerrechtsbewegung, die jeden Bewerber einzeln durchleuchten, ob er ausreichend schwarz ist?

    Irgendwie wird diese gut gemeinte Aktion ziemlich gruselig...
  7. #26

    Zitat von AxelSchudak Beitrag anzeigen
    Man führt eine Quotensystem ein, dass 12% der Studienplätze für Schwarze reserviert und trennen beide Bewerbungsverfahren? Ist es das?? Dann kann man die anderen 88% (oder die verbliebenen 50% nach Abzug weiterer Minderheiten, wobei exakt 50% an Frauen gehen) also ruhigen Gewissens vergeben ohne Schwarze zu berücksichtigen?

    Wie definiert man, ob jemand "Schwarz" ist. Reicht eine Ururgrossmutter aus, oder macht man das von der Hautfarbe abhängig?

    Wo bleibt in dem System die weisse Unterschicht? Da ja schon die Oberschicht weiss ist und die "weissen" Studienplätze belegt, kommen die also nirgendwo mehr rein, oder?
    Hallo, ich habe nicht vorgegeben die Lösung zu haben, es war nur beispielhaft aber eine sinnvolle Quotierung der Studienplätze in den USA ist absolut sinnvoll.
    Natürlich bin ich auch nicht begeistert von einer "Ethnienquote" aber leider ist, wie in vielen Einwanderungsländern, die Bildungs und Schichtfrage auch eine Herkunfts und Ethnienfrage.
    Es ist natürlich auch ein USA spezifisches Problem und es muss natürlich auch ein Gesamtpaket an Föderung benachteilgter Schichten vorhanden sein aber von staatlicher Seite ist da wohl nicht viel zu erwarten.
    Die Berechnung der konkreten Quoten ist natürlich ein komplizierter Schlüssel (was ist mit Asiaten? die Unis dort haben sehr viele, die eine Ethnie zur gunsten der anderen benachteiligen? und viele andere Fragen!) aber zum aufbrechen der verkrusteten "weissen, angelsächischen" Unikultur unentbehrlich und richtig!
    Kritisch wird es natürlich bei bevorzugung trotz schlechterer Noten!
  8. #27

    Minderheitenschutz

    Ist eben nicht so einfach durch Mehrheitsentscheidungen zu regulieren.

    Im Übrigen geht es hier nur darum, die durch Schulfinanzierung in der armen Nachbarschaft benachteiligten auf die ihnen eigentlich zustehenden Studienplätze zu bringen, wo sie sich endlich entfalten und ausbilden können.

    Mit Quoten in der Chefetage hat das nichts zu tun, wer so argumentiert, hat den Streit über das eigentliche Thema schon aufgegeben.
  9. #28

    Mentalitätsunterschiede

    Asiaten besetzen in den USA überdurchschnittlich viele
    Studienplätze, dabei sind die meisten erst seit wenigen
    Jahren dort.Warum? Für asiatische Familien hat die gute
    Ausbildung ihrer Kinder höchste Priorität.Sie opfern dafür
    Geld,Zeit und notfalls geht die Mutter nachts noch putzen
    um die Studiengebühren aufzutreiben.Bei afro-amerikanischen
    Familien ist dieser Ehrgeiz im Regelfall nicht vorhanden.
    Die Väter tragen meist Sneakers für 500 Dollar,ein Disco-
    Besuch und Goldkettchen sind oft wichtiger als eine
    vernünftige Ausbildung der Kinder.Dies kritisieren übrigens
    viele Afro-Amerikaner.Weshalb sollten die unterschiedlichen
    Anstrengungen am Ende nivelliert werden?
  10. #29

    optional

    Immer dieser doppelte Standard. Plötzlich WILL man wegen seiner Hautfarbe oder seiner Ethnie oder Herkunft anders und besser behandelt werden. Wenn das die Bürgerrechtler der 50er und 60er, welche für Gleich!behandlung gekämpft haben, sehen würden... Martin Luther King hat nicht gerufen "I have a dream that one day negro children will abuse the color of their skin to skip past white children in college!"

    Ungefähr so dumm ist auch die Frauenquote. DAX Konzerne sollen xx Prozent ihrer Führungskräfte mit Frauen besetzen. Hier schreit man nach Gleichberechtigung. Wie sieht es mit anderen, weniger prestigeträchtigen, Berufen aus? Müllmann? Polizist? Soldat? LKW Fahrer? Feuerwehr? Da herrscht plötzlich Stille. "Ne lasst mal stecken, wir wollen nur die hochbezahlten und prestigeträchtigen Berufe." Man will immer noch anders behandelt werden wenn es positive Effekte für einen hat. Wenn nicht, dann gibt man sich auch mit dem Status Quo zufrieden.
    Jemanden aufgrund seiner Hautfarbe anders und besser zu behandeln ist kompletter Unfug. Diese Person hat NICHTS dafür getan schwarz, weiß, braun, gelb, rosa oder grün zu sein. Die Hautfarbe ist ein unbeeinflussbarer Teil unserer Gene, welcher bei der Zeugung ausgewürfelt wird. Jemanden aufgrund seiner Hautfarbe bessere Chancen auf Bildung zu bieten ist fast so hirntot wie Menschen mit blonden Haaren und blauen Augen zu bevorzugen. Beides sind Faktoren auf welche wir keinen Einfluss haben und welche kein Anlass zur Andersbehandlung sein sollten.

    In den USA ist die Lage leider noch etwas verzwickter, da hier Hautfarbe fast direkt an kulturelles und ökonomisches Kapital (P. Bordieu) gekoppelt ist. Kinder aus schwarzen Familien stehen statistisch schlechter dar, sie gehen auf schlechtere Schulen und ihre Eltern verdienen nicht so viel Geld.