Streit um "Affirmative Action": US-Unis dürfen Bonus für Hautfarbe geben

APOb ein Bewerber schwarz oder weiß ist, durfte bisher an Hochschulen im US-Bundesstaat Michigan keine Rolle spielen. Doch nun entschied ein Gericht: Die Unis dürfen Minderheiten gezielt fördern. Das Urteil ist umstritten, denn das eigene Volk hatte 2006 gegen "Affirmative Action" gestimmt.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-867694.html
  1. #10

    Quote ist Schwachsinn

    Also in Europa ist jedwege Quote nicht mit EU-recht vereinbar, daher ist die Müllquote die jetzt beschlossen wurde auch verfassungsfeindlich und gegen die EMRK. Daneben ist schon die Bezeichnung Frauen bei gleicher Qualifikation bevorzugt eine Diskriminierung. Hier sollten dies auhc die Gerichte klarmachen. Jede Form von Diskriminierung ist unentschuldbar.

    In den USA ist die Entscheidung unter aller Sau. Nur weil jemand schwarz ist, wird er bevorzugt. Man sieht ja, dass so eine Quote unnötig ist, ein Schwarzer ist Präsident, also weg mit den Quoten, so etwas führt nur zu neuem Rassenhass.
    Solche Ergebnisse sieht man ja in Südafrika.
  2. #11

    Zitat von derweise Beitrag anzeigen
    Der Rassismus kehrt zurück!
    Sie verkennen, dass er immer existent war und die Quote versucht einen Ausgleich zu schaffen für etwas was die Gesellschaft aufgrund der bestehenden Vorurteile aus eigener Kraft bisher nicht geschafft hat, nämlich tatsächlich Chancengleichheit herzustellen. Dies in den Folgen für die bisherig Privilegierten als Rassismus darzustellen verharmlost tatsächlichen Rassismus und soll im Grunde nur die bisherige Ungerechtigkeit zementieren.
  3. #12

    Bitte den Artikel nochmal lesen.

    Zitat von Ulrich Vissering Beitrag anzeigen
    Sie verkennen, dass er immer existent war und die Quote versucht einen Ausgleich zu schaffen für etwas was die Gesellschaft aufgrund der bestehenden Vorurteile aus eigener Kraft bisher nicht geschafft hat, nämlich tatsächlich Chancengleichheit herzustellen. Dies in den Folgen für die bisherig Privilegierten als Rassismus darzustellen verharmlost tatsächlichen Rassismus und soll im Grunde nur die bisherige Ungerechtigkeit zementieren.
    Es ging hier um Zulassungskriterien für's Studium. Und hier ist geplant, dass Leute aufgrund u.a. Ihrer "Rasse" leichter ans Studium kommen sollen als andere anderer "Rasse". Also Rassismus.

    Und was ungerecht an "gleichen fachlichen Ansprüchen für alle" sein soll, haben Sie ja wohlweislich nicht ausgeführt.
  4. #13

    Zitat von Ulrich Vissering Beitrag anzeigen
    Sie verkennen, dass er immer existent war und die Quote versucht einen Ausgleich zu schaffen für etwas was die Gesellschaft aufgrund der bestehenden Vorurteile aus eigener Kraft bisher nicht geschafft hat, nämlich tatsächlich Chancengleichheit herzustellen. Dies in den Folgen für die bisherig Privilegierten als Rassismus darzustellen verharmlost tatsächlichen Rassismus und soll im Grunde nur die bisherige Ungerechtigkeit zementieren.
    Das einzige, was damit zementiert wird, ist der Rassismus. Denn nun hat ein Gericht festgestellt, dass man Menschen nicht als Individuen betrachten muss, sondern ganz offiziell nach ihrer Hautfarbe sortieren darf. Sollten z.B. irgendwann mal 40% der Universitätsabsolventen Schwarze sein, muss kein Rassist seine Vorurteile revidieren und zugestehen, dass "die" genauso intelligent und fleissig sind wie alle anderen, sondern kann berechtigte Zweifel anmelden.

    Durch die Bevorzugung einiger weniger Empörkommlinge* enthebt sich die Regierung/Gesellschaft zudem der Verantwortung, etwas an dern tatsächlichen Ursachen der geringen Akademikerquote einiger Minderheiten zu ändern; nämlich die vorhergehende Bildungs-Infrastruktur zu verbessern. Sollen die doch weiter in Ghettos leben und Drogendelaer werden, schließlich haben ein paar es ja doch auf die Uni geschafft...

    Rassisten (schwarze oder weiße) wird es immer geben; der sicherste Weg aber, die Mehrheits- und Minderheitsgesellschaft vom sowieso unausweichlichen Zusammenwachsen abzuhalten, ist, einer Gruppe unverdiente Privilegien zuzugestehen. Das wissen auch die Verantwortlichen. Bleibt nur die Frage, ob sie das auch beabsichtigen oder aus reiner -und nicht minder menschenverachtender- Ideologie handeln.

    *: jemand, der nur aufgrund von Empörung eine Stelle/Studienplatz bekommt
  5. #14

    Achtung Achtung

    Was allgemein vergessen ging: Erstmals waren in diesem Jahr bei den Neugeborenen in den USA die Weissen in der Minderheit.
    D.h. sehr bald geniessen die Weissen alle Extra-Rechte einer Minderheit. Und Minderheiten haben grundsätzlich massenhaft Sonderrechte und dürfen fast alles.
    Oder geht es einfach grundsätzlich darum, Weisse negativ zu diskriminieren?
  6. #15

    Zitat von JohnnyBongoUndDiePerverse Beitrag anzeigen
    Was allgemein vergessen ging: Erstmals waren in diesem Jahr bei den Neugeborenen in den USA die Weissen in der Minderheit.
    D.h. sehr bald geniessen die Weissen alle Extra-Rechte einer Minderheit. Und Minderheiten haben grundsätzlich massenhaft Sonderrechte und dürfen fast alles.
    Die Aussage ist aufgrund der Tatsache, dass die meisten Gefängnis-Insassen in den USA schwarz sind, schon eine ziemliche Frechheit.

    Und bei den Neugeborenen waren die Weißen zwar weniger als 50%, aber immer noch die größte Gruppe.
  7. #16

    Die Frage ist... was sich daraus ergibt.

    Die Frage ist nun, ob der Einsatz der "affirmative action" in alle Richtungen geht. Kann eine Universität damit auch "weisse" Studenten bevorteilen? Oder ist deren Einsatz auf einen "Proporz" begrenzt, der ein Studentenverhältnis analog der Verteilung in der Bevölkerung anstrebt? Wie klassifiziert man den Hintergrund einer Person - wann ist jemand "indian", "hispanic" oder "afro-american" (oder wie auch immer die Klassifikationen heissen? Reicht ein Grosselternteil, oder muss man so aussehen?
    -
    Ich glaube, mit diesem Gerichtsurteil hat sich die USA keinen Gefallen getan.
  8. #17

    Zitat von Ulrich Vissering Beitrag anzeigen
    Sie verkennen, dass er immer existent war und die Quote versucht einen Ausgleich zu schaffen für etwas was die Gesellschaft aufgrund der bestehenden Vorurteile aus eigener Kraft bisher nicht geschafft hat, nämlich tatsächlich Chancengleichheit herzustellen. Dies in den Folgen für die bisherig Privilegierten als Rassismus darzustellen verharmlost tatsächlichen Rassismus und soll im Grunde nur die bisherige Ungerechtigkeit zementieren.
    Es ist Ihnen also egal, ob der Weiße, der wegen der Quote nicht genommen wurde, selbst die angeblich besseren Chancen nutzen durfte, oder ob ihm lediglich unterstellt wurde, diese besseren Chancen zu haben. Wenn man unbedingt jemandem Rassismus unterstellen will, dann Ihnen, da Sie der Meinung sind, der Weiße habe die benachteiligende Behandlung zu akzeptieren, nur weil er weiß sei.
  9. #18

    Lösung ist banal einfach

    Die Lösung ist banal einfach.
    Es gibt Länder, dort werden CV's komplett anonymisiert. kein Name, Alter, Geschlecht, herkunft, um jede Diskriminierung auszuschliessen.

    bei Unis ginge es noch einfacher.
    Einfach die bewerteten Leistungen einpflegen und daraus ergibt sich eine Rangfolge. Bei Gleichheit wird gelost. Daraus ergibt sich dann eine diskriminierungsfreie Zuteilung und wer zu kurz kommt, der war nicht gut genug.
  10. #19

    Zitat von herr_kowalski Beitrag anzeigen
    in den vergangenen 140 Jahren Usus war, ist das nichts anderes als OK.
    So, wirklich genaus haben die Nazis "argumentiert".
    Die Juden sind bei den gut bezahlten Stellen überproportional repräsentiert. Und dagegen "muss" man ja was unternehmen.
    Dass die Juden durchschnittlich eben besser drauf waren als die Deutschen, das wollten die Nazis ebensowenig anerkennen wie Sie anerkennen wollen, dass die verschiedenen Fähigkeiten/Unfähigkeiten bei einzelnen Gruppen eben nicht gleich sind.

    Es gibt keine schwarzen Franz Schubert. Und es gibt keine weißen Steve Wonder.

    Es liegt nicht an Diskriminierung, wenn bei der Auszeichnungszeremonie nach den Sprintwettkämpfen die Leute auf dem Treppchen ziemlich schwarz sind. Sie kriegen die Mediallen aus einem ganz einfachen Grund: Sie waren im Wettkampf besser als die Konkurrenz.

    Die schwarzen Basketballer in den USA kassieren Millionengagen, bedeutend mehr als weiße Facharbeiter.
    Rassismus? Keineswegs. Es ist das Ergebnis von Talent und Markt.

    Konnten Sie mir folgen bis dahin?