Hambacher Forst: Polizei holt eingebuddelten Aktivisten aus Schacht

DPAEr ist wieder übererdig: Polizisten haben einen Umweltschützer aus einem sechs Meter tiefen Erdbunker geholt. Der junge Mann hatte sich dort vier Tage lang verschanzt, um gegen die Abholzung des Hambacher Forsts zu protestieren - und flüchtete sogar dort unten vor den Einsatzkräften.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...-a-867767.html
  1. #1

    Das kostet Freiheit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er ist wieder übererdig: Polizisten haben einen Umweltschützer aus einem sechs Meter tiefen Erdbunker geholt. Der junge Mann hatte sich dort vier Tage lang verschanzt, um gegen die Abholzung des Hambacher Forsts zu protestieren - und flüchtete sogar dort unten vor den Einsatzkräften.
    Ich fragte demletzt eine Abgeordnete des Deutschen Bundestages, wie sie denn die Personelle Aufblähung unseres Parlaments durch das 'neue' Wahlgesetz legitimiert - sie sagte, das sei nunmal der "Preis der Demokratie".

    Ich hoffe es kommt zu keiner Diskussion über die Kosten dieses Einsatzen und dieser Mann wird das Vorgehen von Polizei, Ordnungskräften, Sanitätern usw. nicht bezahlen müssen. Denn: das ist der Preis der Freiheit; die Freiheit zu demonstrieren. Nichts anderes hat dieser Mann getan.

    Solche Aktionen muss sich der Rechtsstaat leisten können.
    Das alles ganz abgesehen von den konträren Aussagen von Polizei und Aktivisten, die das Vorgehen sowieso ... nunja, in Frage stellen.

    Es schrieb: ein CDU-Mitglied.
  2. #2

    Kosten? Wie immer!

    Warum ist es plötzlich eine Frage der Kosten? Bei Krawallen beim Fußball oder bei Castor-Transporten ist es doch selbstverständlich inzwischen, dass der Staat (wir) die Kosten übernehmen. Da geht es doch auch nicht nach dem Verursacherprinzip. Schließlich entstanden hier nur lächerliche paar tausend Euro..
  3. #3

    optional

    Auch wenn es so mancher Forist garantiert anders sehen mag. Meinen Respekt haben die Aktivisten. Diese RWE Mondlandschaften sind ein nicht wieder gutzumachender Raub an der Natur.
  4. #4

    Ohne Abholzungen wäre Mitteleuropa heute eine rückständige Region von Jägern und Sammlern. Wenn dennoch durch medizinische Segnungen "von außen" auf den Gebiet des heutigen Deutschlandes bis zu 80 Millionen Menschen leben würden, gäbe es ohne landwirtschaftliche und andere Nutzflächen Hungersnöte. Die erforderlichen gesellschaftlichen Entscheidungsprozesse müssen, und können in einer Demokratie ohne Gewalt erfolgen, ein Widerstandsrecht gibt es m.E. nur in einer Diktatur, ansonsten haben Proteste gegen ungewünschte Entwicklungen friedlich und ohne Nötigung zu erfolgen. Leider glauben "fortschrittliche" Kräfte, mit Blockaden, Schottern und anderen Nötigungen der Demokratie einen Dienst zu tun.
  5. #5

    Umweltaktivist wird alleine gelassen

    Da bemüht sich ein junger Mensch, unsere Umwelt vor uns zu schützen, und wir sitzen alle vor dem Fernseher im warmen und sehen zu. Das Wort "Umweltaktivist" ist so negativ belegt. Gemeint sind „die Bekloppten“. Wo sind eigentlich alle Anwohner, die dort wohnen und gerne durch den Wald spazieren? Wollen die dort wirklich ein Braunkohlewerk vor der Türe? Möglicherweise muß der junge Mensch auch noch für die Kosten geradestehen, die durch seinen lebensgefährlichen Einsatz entstanden sind. Warum hilft da niemand?