Grünen-Parteitag: CDU? Och, nö!

DPAWohin steuern die Grünen? Zu Beginn des Parteitags feiern die Delegierten die Spitzenkandidaten Trittin und Göring-Eckart mit großen Tamtam. Schwarz-Grün soll ja eigentlich kein Thema sein. Und doch sprechen alle sehr gerne darüber.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-867755.html
  1. #1

    Keine demokratische Urwahl

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wohin steuern die Grünen? Zu Beginn des Parteitags feiern die Delegierten die Spitzenkandidaten Trittin und Göring-Eckart mit großen Tamtam. Schwarz-Grün soll ja eigentlich kein Thema sein. Und doch sprechen alle sehr gerne darüber.

    Grüne feiern zu Beginn des Parteitags ihre Spitzenkandidaten - SPIEGEL ONLINE
    Es wird immer so getan, als hätten die Grünen in einer Urwahl Frau Göring-Eckart zur Spitzenkandidatin gewählt und daraus Schlüsse auf die Wünsche der grünen Basis gezogen. Dabei war diese WAhl nur semi-demokratisch: Die Pflicht, mindestens eine Frau zu wählen verzerrt das Bild, denn so haben sich beispielsweise viele grüne Männer wie Herr Özdemir gar nicht erst zur Wahl gestellt, da sie neben Platzhirsch Trittin keine Chance gehabt hätten.

    Ich glaube, die Grünen haben Frau Göring-Eckart nicht gewählt: Sie haben Frau Roth und Frau Künast schlichtweg abgewählt und andere Alternativen als Frau Göring-Eckart gab es nicht aufgrund des undemokratischen Gender-Votings, denn andere Frauen sind nicht angetreten. Jede Spekulation über eine plötzlich bürgerlich-christliche Wendung in der Stimmung der Grünen, weil eine Kirchenfrau im Spitzenduo ist, ist meines Erachtens einfach Unsinn. Aber irgendwas müssen die Medien eben schreiben, von den Piraten hört man eben momentan nix.
  2. #2

    Namen richtig schreiben

    Liebes SPON-Team, nun ist "KGE" in aller Munde, nur ihr könnt ihren Namen nicht richtig schreiben: Katrin Göring-Eckardt - ja mit "dt" - merkt es Euch bitte!
  3. #3

    Hmm..5 oder 6 Artikel an 4 aufeinanderfolgenden Tagen bei dem beim SPON über SchwarzGrün geschrieben wird.

    Auf anderen Medien sehe ich solche Artikel nicht, will der SPON diese Koalition regelrecht herbeischreiben?
  4. #4

    Unglaubwürdig!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wohin steuern die Grünen? Zu Beginn des Parteitags feiern die Delegierten die Spitzenkandidaten Trittin und Göring-Eckart mit großen Tamtam. Schwarz-Grün soll ja eigentlich kein Thema sein. Und doch sprechen alle sehr gerne darüber.

    Grüne feiern zu Beginn des Parteitags ihre Spitzenkandidaten - SPIEGEL ONLINE
    Vorausgesetzt, die Aussage im Artikel

    Dass die Hartz-IV-Sätze steigen sollen, ist klar, die Frage ist nur noch, ob auf 420 Euro oder auf 480 Euro. Dazu wollen die Grünen eine Garantierente einführen, einen Mindestlohn und langfristig auch eine Kindergrundsicherung. Und wenn sich am Samstag der harte Kern der Agenda-Kritiker durchsetzt, dann könnte zum Leidwesen der Parteispitze sogar noch ein wenig an der Rente mit 67 und an den Sanktionen gegen Langzeitarbeitslose herumgeschraubt werden.
    ist so richtig, stellen sich für mich 3 Fragen:

    1.) Warum erst jetzt? Wieso wurden diese Ziele nicht bereits in der Rot-Grünen Koalition 1998 - 2005 verfolgt?

    2.) Was sind die sozialrechtlichen und fiskalischen Implikationen?

    3.) Was sind die Strategien der Durchsetzung?

    Die Antworten darauf darf ich mir aus den Fingern saugen. Es macht m.E. keinen Sinn an den HartzIV-Sätzen herumschrauben zu wollen ohne Untersuchung der fiskalischen Situation der Kommunen und Festlegung von Veränderungen. Diese bedeuteten tiefe Eingriffe in das Verwaltungrecht. Das Thema ist auch nicht neu.

    Die Grünen sind aus Protestbewegungen, die auch konstruktiv aktiv waren, hervorgegangen. Also sollten sie mit der im Hintergrund lauernden Komplexität vertraut sein. Beginnend mit dem Zeitpunkt, wo die Grünen Parlamentspartei wurden, versank dieses Wissen in der Versenkung. Bei den Piraten wiederholt sich das Spiel. Die zentrale Frage ist also, wie das zustande kommt.

    Nicht, daß ich die dargelegten Forderungen nicht unterstützte; nur wieso werden mir also als Wahlbürger wieder erkennbar so nicht einhaltbare Versprechungen augetischt?
  5. #5

    Verlogene Grüne

    Die Grünen sind nicht Weltoffen, aber Gutbürgerlich, was sie an der CDU bemängeln,denn ihre Stammwähler aus Prenzlauer Berg sind ea ja auch, keine Kita und Schulplätze,
    aber in den nahen Wedding bringen sie ihre verzogenen Gören nicht, so viel noch zur Integration.
  6. #6

    Wofür

    braucht diese 10-15% partei eigentlich Spitzenkandidaten??? reichen die vorsitzenden hierfür nicht aus???
  7. #7

    So ist das...

    ...in der Politik.
    Da werden Standpunkte des politischen Gegners angegriffen, obwohl man in der Vergangenheit Dinge in Bewegung gesetzt hat, die genau dieser "Gegner" eigentlich nur fortführt.
    Frau Göring-Eckardt möchte eine bessere, sozialere Gesellschaft mit mehr Chancengleichheit usw....
    hohe Ansprüche, die leichter und einfacher zu erreichen wären, wenn die Grünen mit der SPD als Wortführer nicht eine Politik gegen die Arbeitnehmerschaft, sozial Schwache , sowie derzeitige und zukünftige Rentner gemacht hätte. Die Regierung Schröder / Fischer hat den Kapitalmarkt in Deutschland entfesselt...und Frau Göring-Eckardt ist und war eine standfeste Befürworterin der rot-grünen Agenda.
    Die "S"PD leidet noch heute(zurecht) unter dem Verrat an der Sozialdemokratie und an der eigenen Wählerschaft, die Grünen haben sich damals als ebenso machtgeil entpuppt wie die anderen Parteien, sonst hätten sie die Schrödersche, rein kapitalistisch orientierte Politik, nicht mitgetragen. Herzlichen Dank !
  8. #8

    Ein schönes Beispiel für eine ausschließlich von den Medien durchs Dorf getriebene Sau: reine Projektion, das Geschwätz von Schwarz-Grün für 2013. Wer käme da auf die Idee, daß die Medien Meinung machen??? Würde ja auch den Rahmen eines jeden Artikelns sprengen, sich mal mit den Fakten der nun schon jahrelangen Lügen und Volten der Murks-Madam zum Thema Griechenland, Euro-Krise, Energiewende etc beschäftigen und dies anzuprangern, für wie doof diese Kanzlerdarstellerin den Wähler verkauft. Aus der 4. Säule der Demokratie ist ein breiter Chor Neuen Deutschlands geworden.
  9. #9

    Keine demokratische Urwahl?

    Ich weiß ja nicht, wie man in einer Partei noch demokratischer vorgehen kann als alle Mitglieder zu befragen und deren Entscheidung dann zu akzeptieren!
    Auch die Quotenregelung, die "Zaunkönig 1982" anprangert, ist Ergebnis eines demokratischen Prozesses innerhalb der Grünen Partei - die Parteimitglieder wollten das so! Noch mal die Frage: Was ist daran undemokratisch?
    Die einzige Frage, die generell angebracht ist, ist die, ob eine 50%-Quotenregelung Sinn macht, wenn nur 37% der Mitglieder Frauen sind. Dieser Umstand ist, wenn es darauf ankommt, i.d.R frustrierend für engagierte Grüne Männer, die dann "von der Quote ausgebremst werden" und führt aufgrund statistischer Tatsachen nicht immer zur optimalen Besetzung einer vakanten Position. Dieses Problem stellt sich allerdings immer weniger, je weiter man "nach oben" kommt. Von daher ist die Entscheidung für Trittin und KGE ganz in Ordnung und in jedem Fall demokratisch zustande gekommen!