Drohende Spar-Bombe: Wie Obama die Republikaner umgarnt

DPAJetzt geht's los: Barack Obama lädt Top-Parlamentarier von Republikanern und Demokraten ins Weiße Haus, um den Streit ums "Fiscal Cliff" zu entschärfen. Beim Aufeinandertreffen mit Gegenspieler John Boehner zieht der Präsident alle Register - und überrumpelt ihn mit einer Finte.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-867754.html
  1. #1

    cultural awareness cliff notes

    Einen Tag eher 'Happy Birthday' wünschen?! So what? Hierzulande beinahe eine Ordnungswidrigkeit, aber eben NUR hier. Sollte man als USA-Korrespondent aber schon wissen, dass es für Amerikaner keinesfalls ungewöhnlich ist, einen Tag (bisweilen sogar noch früher) vor dem eigentlichen Geburtstag zu gratulieren. Cheers!
  2. #2

    Schön waers.

    Boehner ist bei den Reps noch einer von den vernuenftigsten. Schoen, wenn es klappen würde
  3. #3

    immer wieder spannend

    immer wieder spannend, wie in den Zeitungen verschiedene Weltanschauungen der Parteien als Problem dargestellt wird. Dabei streiten sich reiche Leute um noch ein paar Prozente mehr. Schon lange hat sich der gesunde Kapitalismus in eine Form von Planwirtschaft verändert, indem die multinationalen Unternehmen die Politik bestimmen, (fast) egal in welchem Land. Dass ein Ausbluten des Mittelstandes den sicheren Niedergang jeder Gesellschafts/-Staatsform betonieren, scheint die Entscheidungsträger nicht zu kümmern. Hauptsache man erhält sich die eigene Macht. Das Problem unserer Gesellschaft besteht darin, dass wir unsere eigene Macht nur über Vermögensverhältnisse bestimmen können. Daher gibt es nur eine Möglichkeit, der Konsument bestimmt: Wer in Billigmärkten einkaufen geht (Lidl, Aldi, Denner, etc.) lässt zu, dass einzelne Inhaber Milliardäre werden und Angestellte zu Billiglöhnen arbeiten müssen. Und darin liegt die Krux: Wer zahlt schon gerne etwas mehr für das "gleiche" Produkt, das eine hergestellt in irgendwo, das andere überprüfbar im eigenen Land? Vielleicht wird die Zeit kommen, in der der Konsument über die Politik bestimmt!
  4. #4

    Geburtstag

    So ein Unsinn, Saschmie. Lebe seit fast 20 Jahren in den USA, und zu frueh zum Geburtstag gratulieren macht man hier nicht.
  5. #5

    Zitat von saschmie Beitrag anzeigen
    Einen Tag eher 'Happy Birthday' wünschen?! So what? Hierzulande beinahe eine Ordnungswidrigkeit, aber eben NUR hier. Sollte man als USA-Korrespondent aber schon wissen, dass es für Amerikaner keinesfalls ungewöhnlich ist, einen Tag (bisweilen sogar noch früher) vor dem eigentlichen Geburtstag zu gratulieren. Cheers!
    Stimme zu, das ist in den USA völlig normal. Mit den kulturellen Gegebenheiten und den Übersetzungen hapert es manchmal hier bei SPON.
  6. #6

    Zitat von 730andmore Beitrag anzeigen
    immer wieder spannend, wie in den Zeitungen verschiedene Weltanschauungen der Parteien als Problem dargestellt wird. Dabei streiten sich reiche Leute um noch ein paar Prozente mehr.
    Sehe ich ähnlich...
    Zitat von 730andmore Beitrag anzeigen
    Schon lange hat sich der gesunde Kapitalismus in eine Form von Planwirtschaft verändert, indem die multinationalen Unternehmen die Politik bestimmen, (fast) egal in welchem Land. Dass ein Ausbluten des Mittelstandes den sicheren Niedergang jeder Gesellschafts/-Staatsform betonieren, scheint die Entscheidungsträger nicht zu kümmern.
    Das ist halt das Problem des Kapitalismus. Wer eine Zeit lang "zu erfolgreich" war, kann den Markt zu seinem Gunsten manipulieren (Monopol), oder sich nach hartem Wettbewerb den Markt mit den "übriggebliebenen" stressfrei und renditebewusst teilen (Oligopol). Das gehört zum Kapitalismus wie das Salz in der Suppe.
  7. #7

    optional

    "Jetzt bleiben noch 45 Tage, um die Sache in den Griff zu kriegen. Ansonsten: Neuerliche Rezession, steigende Arbeitslosigkeit, schrumpfende US-Wirtschaft - südeuropäische Verhältnisse für die größte Volkswirtschaft der Erde."
    Aha, und woher nimmt SPON ihre Weisheiten her? Wird hier sog. Experten nachgeplappert? Seit wann ist es schlimm, wenn gespart wird, wenn man pleite ist? Vielleicht ist es wieder einmal gut, wenn der Staat mal nichts machen wuerde.
    'Fiscal cliff' heisst: Beendigung von Steuererleichterungen und Kuerzung staatl. Ausgaben. Es ist doch genau das, was jeder bankrotte Staat machen muss. Oder glaubt SPON wirklich, dass Ausgaben des Staates die Wirtschaft unterhalten koennen oder gar beleben? Man erinnere sch daran, dass Steuern Gelder sind, die produktiven Einheiten der Wirtschaft weggenommen werden, um sie dahin zu leiten, wo ein funktionerender Markt sie nicht investieren wuerde.
  8. #8

    danke, aber

    Zitat von saschmie Beitrag anzeigen
    Einen Tag eher 'Happy Birthday' wünschen?! So what? Hierzulande beinahe eine Ordnungswidrigkeit, aber eben NUR hier. Sollte man als USA-Korrespondent aber schon wissen, dass es für Amerikaner keinesfalls ungewöhnlich ist, einen Tag (bisweilen sogar noch früher) vor dem eigentlichen Geburtstag zu gratulieren. Cheers!
    danke für die information, tatsächlich wusste ich nicht, dass vor dem geburtstag glückwünsche auszusprechen in den USA keinen solchen benimm-lapsus darstellt wier hierzulande. Netter, feiner, kleiner unterschied der kulturen.

    aber leider geht es darum gar nicht:
    Obama wollte mit gewalt ein handshake-foto haben, mit dem er "einvernehmen" oder "freundschaftliches vertrauen" o.ä. illustrieren, sich als harmonisierender moderator darstellen kann ... dass der handschlag nur den geburtstagswünschen gilt ... jeh, wer liest schon bildunterschriften?

    und damit verkommt das ganze zur schmierenkomödie. statt darüber nachzudenken, wie die probleme des landes gelöst werden, wird über die kontruktion eines fotos nachgedacht.
    Die gegenseite wird sich überrumpelt vorkommen und dementsprechend mißlaunig die gespräche führen - was diese inhaltlich belasten wird. und das alles für ein foto und irgendwelche sympathiewerte, die nach der gelaufenen wahl absolut keine rolle mehr spielen!

    es steht zu hoffen, dass Obama den wahlkampf-modus abschaltet und angesichts der tatsache, dass er eine wiederwahl nicht mehr organisieren und gewinnen muss, endlich dazu übergeht, inhaltlich zu arbeiten und nicht nur für schöne fotos sorgt.
  9. #9

    optional

    "Jetzt bleiben noch 45 Tage, um die Sache in den Griff zu kriegen. Ansonsten: Neuerliche Rezession, steigende Arbeitslosigkeit, schrumpfende US-Wirtschaft - südeuropäische Verhältnisse für die größte Volkswirtschaft der Erde."
    Aha, und woher nimmt SPON ihre Weisheiten her? Wird hier sog. Experten nachgeplappert? Seit wann ist es schlimm, wenn gespart wird, wenn man pleite ist? Vielleicht ist es wieder einmal gut, wenn der Staat mal nichts machen wuerde.
    'Fiscal cliff' heisst: Beendigung von Steuererleichterungen und Kuerzung staatl. Ausgaben. Es ist doch genau das, was jeder bankrotte Staat machen muss. Oder glaubt SPON wirklich, dass Ausgaben des Staates die Wirtschaft unterhalten koennen oder gar beleben? Man erinnere sch daran, dass Steuern Gelder sind, die produktiven Einheiten der Wirtschaft weggenommen werden, um sie dahin zu leiten, wo ein funktionerender Markt sie nicht investieren wuerde.