Offensive gegen Gaza: Die Stunde der Hamas

REUTERSZerstörungen im Gaza-Streifen, Raketenalarm in Tel Aviv und Jerusalem: Hunderttausende fürchten einen neuen Krieg in Nahost. Doch die Hamas dürfte von dem Konflikt profitieren - er könnte gleich drei Probleme der Radikalislamisten lösen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-867721.html
  1. #10

    Richtig!

    Wir müssen allerdings berücksichtigen, dass die Ziele, die Hamas sich setzt, äußerst niedrig liegen: Alles was sie machen müssen ist, Israel zum angreifen zu zwingen. Und schon stehen wieder die anderen arabischen Länder Schlange, Hamas verbal aber auch materiell zu unterstützen. Das eigene Volk hingegen, die Palistinenser im Gaza, leiden.
  2. #11

    Zitat von truthful Beitrag anzeigen
    laut dem in europa verbotenen Presstv sind einige , und nicht nur eine Rakete in TA eingeschlagen, darunter einige auch Nähe des Knesset. Die U Bahn Schächte mussten für Schutzsuchende geöffnet werden
    Ah ja.
    (1) Die Knesset steht in Jerusalem.
    (2) Es gibt keine U-Bahn in Tel Aviv.
  3. #12

    Das haben schon sehr viele verstanden

    Zitat von straßenlaterne Beitrag anzeigen
    Da gibt es ein Volk, die Palästinenser. Jeder Araber, den ich kenne führt sie zu seiner Verteidigung auf. Die Palästinenser sind für jedes Argument gegen Israel und den Westen gut.

    Da ist dieses kleine Volk der Israelis. Und um sie herum all diese arabischen Staaten. Einige davon sehr wohlhabend.

    Wenn die arabischen Völker, die sich immer wieder auf Palästina beziehen,den Palästinensern mit ihrer geballten wirtschaftlichen und militärischen Macht helfen wollten, gemeinsam, dann hätte Israel keine Chance, keine. Aber das wollen sie nicht. Sie wollen seit Jahrzehnten dieses arme Volk genau in dieser Situation belassen. Um Menschen anzustacheln, zu instrumentalisieren, für ihre Zwecke. In ihren Ländern. Es geht nicht um Menschen, es geht nur um Macht.

    Das ist die ganze Geschichte. Und ich kann einfach nicht verstehen, dass so wenige Menschen das kapieren.
    Das haben schon sehr viele Menschen verstanden, nur ändern kann man das nicht. Zumindest nicht so einfach.
  4. #13

    Warum hat Spiegel online nicht darüber berichtet?

    Zitat: "nachdem in den vergangenen Monaten wieder Raketen aus dem Gaza-Streifen in Südisrael landeten"
    Über den Nahost-Konflikt wird seitens vieler Medien einseitig Bericht erstattet. Übt Hamas Gewalt aus, ist das keine Zeile wert, wehren sich die Israelis, wird das laut hinausposaunt. Hier werden ganz klar eine bestimmte Volksgruppe bevorzugt, eine andere als Brandstifter abgestempelt - und gegenteilige Tatsachen werden verschwiegen.
    Für mich ist das ein versteckter Rassismus, vielleicht sogar eine moderne Form des Antisemitismus. SPIEGEL online muss sich die Frage nach Objektivität gefallen lassen.
  5. #14

    Zitat von truthful Beitrag anzeigen
    laut dem in europa verbotenen Presstv sind einige , und nicht nur eine Rakete in TA eingeschlagen, darunter einige auch Nähe des Knesset. Die U Bahn Schächte mussten für Schutzsuchende geöffnet werden
    Press TV ist in Europa nicht verboten. Jeder ist frei sich anzuschauen was er will. Der Sender wird hier lediglich nicht mehr ausgestrahlt.
  6. #15

    PRESS tv lol

    Zitat von truthful Beitrag anzeigen
    laut dem in europa verbotenen Presstv sind einige , und nicht nur eine Rakete in TA eingeschlagen, darunter einige auch Nähe des Knesset. Die U Bahn Schächte mussten für Schutzsuchende geöffnet werden
    wo manche leute einfach so einen schwachsinn erfinden ?? das ist genau die propaganda von press tv aus dem Iran..
    1. Press TV ist NICHT verboten..können sie überall via Satelite empfangen..ASTRA Sat.
    2. Der Knesset ist nicht in Tel Aviv sondern in Jerusalem . LOL Also wie kann nun "darunter auch einige in der Nähe des Knesset" wenn der Knesset gar nicht in Tel Aviv ist ??
    also nur mal soviel aus Ihrer "informations Quelle" Press TV.
    Press TV = Iran = Hamas = Terror gegen eigenes Volk (Fatah Mitglieder) im Gaza
  7. #16

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zerstörungen im Gaza-Streifen, Raketenalarm in Tel Aviv und Jerusalem: Hunderttausende fürchten einen neuen Krieg in Nahost. Doch die Hamas dürfte von dem Konflikt profitieren - er könnte gleich drei Probleme der Radikalislamisten lösen.

    Hamas in Gaza: Konflikt mit Israel hilft den Islamisten - SPIEGEL ONLINE
    Was würde wohl passieren mit der Hamas, wenn man den friedlichen Weg zum Erfolg verhelfen würde? Die Hamas würde die Mehrheit ihrer Mitglieder auf einen Schlag verlieren. Sie wäre nur noch eine kleine Terrororganisation welche man sehr einfach zerschlagen könnte.
    Aber dieser friedliche Weg wurde leider im Westjordanland als eine Sackgasse entlarft. Israel war nicht bereit die Bemühungen der Autonomiebehörde für einen friedlichen Weg zu gutieren sondern die Besiedlung ging weiter als wäre nichts geschehen.
  8. #17

    Zitat von ein anderer Beitrag anzeigen
    Was würde wohl passieren mit der Hamas, wenn man den friedlichen Weg zum Erfolg verhelfen würde?
    Das versuchen die Israelis ja seit Jahren, leider ohne Erfolg. Wenn Sie einen konstruktiven Vorschlag haben, wie die Israelis dem friedlichen Weg zum Erfolg verhelfen können, wird man Sie in Jerusalem gerne anhören und im Erfolgsfall für den Friedensnobelpreis nominieren.

    Zitat von ein anderer Beitrag anzeigen
    Die Hamas würde die Mehrheit ihrer Mitglieder auf einen Schlag verlieren. Sie wäre nur noch eine kleine Terrororganisation welche man sehr einfach zerschlagen könnte.
    Die Fanatiker werden ihre Ansichten nicht ändern, egal was Israel tut oder unterläßt. Terroristische Fanatiker kann man nicht überzeugen.

    Zitat von ein anderer Beitrag anzeigen
    Aber dieser friedliche Weg wurde leider im Westjordanland als eine Sackgasse entlarft. Israel war nicht bereit die Bemühungen der Autonomiebehörde für einen friedlichen Weg zu gutieren sondern die Besiedlung ging weiter als wäre nichts geschehen.
    Auch das ist wieder einmal nicht zutreffend. Tatsächlich hat Israel einen historisch einmaligen zehnmonatigen Siedlungsstopp durchgesetzt, um endlich verhandeln zu können. Aber Abbas wollte nicht verhandeln und hat die Israelis erst acht Monate lang hingehalten und dann politische Spielchen gespielt.

    Nennen Sie mir bitte eine einzige Gelegenheit, wo die palästinensischen Führer ihren Friedenswillen, Kompromiß- oder Kooperationsbereitschaft gezeigt oder auch nur einen einzigen konstruktiven Vorschlag gemacht haben, eine symbolische Geste würde mir schon reichen. Solange Sie das nicht können, bleiben Ihre Behauptungen, daß der Friedensprozeß von Israel blockiert würde, nichts als böswillige, perfide Heuchelei.
  9. #18

    ...

    Zitat von Mononatriumglutamat Beitrag anzeigen
    Auch das ist wieder einmal nicht zutreffend. Tatsächlich hat Israel einen historisch einmaligen zehnmonatigen Siedlungsstopp durchgesetzt, um endlich verhandeln zu können. Aber Abbas wollte nicht verhandeln und hat die Israelis erst acht Monate lang hingehalten und dann politische Spielchen gespielt.
    Wenigstens bestreiten Sie nicht, dass der zehnmonatige Siedlungsstopp der tatsächlich auch von allen Regierungsstellen ziemlich gut eingehalten wurde einzigartig war. Das erstaunt doch, nach den jahrelangen vollmundigen Reden der israelischen Regierung richtung Europa? Man muss sich das Vorstellen, Rabin unterschrieb in Oslo den Vertrag, aber Zeitgleich finanzierten Regierungsstellen die radikalen Siedler aus schwarzen Kassen damit diese ihre illegalen Aussenposten errichten konnten.

    Nebenbei sind die 10 Monate für die Palästinensische Vorbedingung schon ein klein wenig kurz im Vergleich wie die PLO die israelische Vorbedingung, das annerkennen des Existenzrechts Israels, nicht mehr in Frage stellt.
    Ich denke, man merkt wer mehr an Frieden interessiert ist.

    Ein weiteres Problem ist, dass nur die PLO ein wirklichens Angebot gemacht hat. Und zwar die Grenzen von vor 67, was Israel die 20% die sie sich im 1948 Krieg einverleibt hatte zusichert. Die israelische Rechte kann sich bekanntlich nicht dazu durchringen sich Grenzen zu geben. Das spricht Bände.
  10. #19

    Zitat von ein anderer Beitrag anzeigen
    Wenigstens bestreiten Sie nicht, dass der zehnmonatige Siedlungsstopp der tatsächlich auch von allen Regierungsstellen ziemlich gut eingehalten wurde einzigartig war.
    Warum sollte ich das denn bestreiten? Nein, im Gegenteil: was der angebliche ultrarechte Hardliner Netanjahu da getan hat, ist bisher einmalig gewesen.

    Zitat von ein anderer Beitrag anzeigen
    Das erstaunt doch, nach den jahrelangen vollmundigen Reden der israelischen Regierung richtung Europa?
    Haben Sie keine sachlichen Argumente?

    Zitat von ein anderer Beitrag anzeigen
    Nebenbei sind die 10 Monate für die Palästinensische Vorbedingung schon ein klein wenig kurz im Vergleich wie die PLO die israelische Vorbedingung, das annerkennen des Existenzrechts Israels, nicht mehr in Frage stellt.
    Auch das ist falsch. Richtig ist, daß Arafat die Anerkennung Israels in einem Brief versprochen hat, und richtig ist, daß die palästinensische Nationalversammlung bereits vor 15 Jahren beschlossen hat, die palästinensische Nationalcharta dahingehend zu ändern.

    Richtig ist aber auch, daß diese Änderung bis heute nicht vorgenommen wurde und das Ziel der Vernichtung Israels in der offiziellen Version der palästinensischen Nationalcharta enthalten ist -- bis heute! Richtig ist zudem, daß sich bis auf den heutigen Tag kein palästinensischer Führer öffentlich vor seinen Landsleuten zur Anerkennung Israels bekannt hat. Im Gegenteil ist es noch gar nicht lange her, als Mahmoud Abbas offiziell einen Platz nach der Anführerin des Küstenstraßen-Anschlags benannt und die Terroristin, die für den Tod von 37 Israelis verantwortlich ist, als "inspirierend" und "Vorbild für die Jugend" gelobt hat.

    Zitat von ein anderer Beitrag anzeigen
    Ich denke, man merkt wer mehr an Frieden interessiert ist.
    Ja: die Israelis. Sie haben sich bewegt und ein ehrliches, echtes Angebot gemacht. Das haben die palästinensichen Araber noch nie getan.

    Zitat von ein anderer Beitrag anzeigen
    Ein weiteres Problem ist, dass nur die PLO ein wirklichens Angebot gemacht hat. Und zwar die Grenzen von vor 67, (...)
    Also soll Israel einfach so tun, als hätte es die Zeit vor 1967, als die jordanischen Besatzer gemeinsam mit den palästinensischen Arabern alle Juden aus der West Bank vertrieben haben, und die folgenden arabischen Überfälle auf Israel '67 und '73 gar nicht gegeben? Das ist kein Angebot, sondern ein Witz. Meine Frage, wo die palästinensischen Araber je Friedenswillen, Kompromiß- oder Kooperationsbereitschaft gezeigt hätten, haben Sie nicht einmal mit einem einzigen Beispiel positiv beantworten können. Das wundert mich aber ehrlich gesagt nicht, denn ich suche schon seit Jahren nach so einem Beispiel, leider ohne Erfolg.

    Was nun "die Grenzen von 1967" angeht: dabei handelt es sich nicht um Grenzen, sondern um Waffenstillstandslinien, und dies waren und sind sie auf den ausdrücklichen Wunsch der arabischen Seite. Und wenn die arabische Parteien sich mit den "Grenzen von 1967" hätten zufrieden geben wollen: warum haben sie Israel dann 1967 und 1973 überfallen, wiederum mit dem erklärten Ziel seiner totalen Vernichtung?