Italiens Premier Monti: Das Jahr des Halbreformers

APDas Schlimmste hat er verhindert, aber seine Reformen sind auf halbem Wege stecken geblieben. Italiens Premier Monti startete vor genau einem Jahr mit dem Auftrag, Italien und den Euro zu retten. Nun sind viele enttäuscht - doch ohne ihn könnte das Land erneut in die Krise abstürzen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-867608.html
  1. #1

    17 Jahre lang Berlusclowni

    Da wird es auch 17 Jahre lang dauern Italien wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Ich sage immer: Jeder bekommt das was er verdient.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei der Liberalisierung des verkrusteten Arbeitsmarktes ist Monti nicht weit gekommen. Zwar wurden Privilegien von Apothekern und Notaren beschnitten, viele andere Berufsstände, die Wettbewerb und Neugründungen verhindern, blieben nach heftigen Protesten aber unangetastet.
    Auch bei anderen Strukturreformen ist man nicht weit vorangekommen. Auf dem Höhepunkt der Krise forderte die EZB 2011 von Italien in einem blauen Brief weitreichende Eingriffe. Beim "großen Umbau der öffentlichen Verwaltung", "großanlegten Privatisierungen" oder der "vollständigen Liberalisierung öffentlicher Dienste auf lokaler Ebene" ist bislang so gut wie nichts umgesetzt.
    Allein die beiden Absätze sind im neoliberalen Bullshit-Bingo ganz weit vorn. Liberalisierung, verkrusteter Arbeitsmarkt, Strukturreformen, Privatisierung blabla...

    Auch in Italien soll die Krise dazu genutzt werden die neoliberale Agenda durchzudrücken. Da sind die Ideologen natürlich enttäuscht, wenn es ihnen nicht so einfach gemacht wird wie in Deutschland.
  3. #3

    was hat monti noch geschafft

    weitere rentenreform, kündigungsmöglichkeit des arbeitgebers aus wirtschaftlichen Gründen, wiedereinführung der immobiliensteuer für eigengenutzte wohnungen (wurde von berlusconi
  4. #4

    In schnellen Worten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Schlimmste hat er verhindert, aber seine Reformen sind auf halbem Wege stecken geblieben. Italiens Premier Monti startete vor genau einem Jahr mit dem Auftrag, Italien und den Euro zu retten. Nun sind viele enttäuscht - doch ohne ihn könnte das Land erneut in die Krise abstürzen.

    Bilanz nach einem Jahr Mario Monti als Italiens Premier - SPIEGEL ONLINE
    Hier gibts alles, was man wissen muss in schnellen Worten erklärt:
    Goldman Sachs - Eine Bank lenkt die Welt - Neues aus der Anstalt 13.11.2012 - die Bananenrepublik - YouTube
    Wer danach noch glaubt, Demokratie wäre europäische Rechtsform, dem ist gar nicht mehr zu helfen.

    graphicdog
  5. #5

    immer mit der Ruhe

    der Berlusconi ist eh bald wieder zurück. Wetten das?
  6. #6

    Zitat von zynik Beitrag anzeigen
    Allein die beiden Absätze sind im neoliberalen Bullshit-Bingo ganz weit vorn. Liberalisierung, verkrusteter Arbeitsmarkt, Strukturreformen, Privatisierung blabla...

    Auch in Italien soll die Krise dazu genutzt werden die neoliberale Agenda durchzudrücken. Da sind die Ideologen natürlich enttäuscht, wenn es ihnen nicht so einfach gemacht wird wie in Deutschland.
    Bei Ihnen könnte man fast die Meinung bekommen, das neoliberal etwas schlechtes wäre.
  7. #7

    Italien und die Reformen...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Schlimmste hat er verhindert, aber seine Reformen sind auf halbem Wege stecken geblieben. Italiens Premier Monti startete vor genau einem Jahr mit dem Auftrag, Italien und den Euro zu retten. Nun sind viele enttäuscht - doch ohne ihn könnte das Land erneut in die Krise abstürzen.

    Bilanz nach einem Jahr Mario Monti als Italiens Premier - SPIEGEL ONLINE
    Es ist eine schwierige Zeit in Italien...
    Italien eignet sich an sich nicht als Schlachtfeld für ideologische und innenpolitische Auseinandersetzungen Deutschlands. Fakt ist daß Berlusconis Regierung in den letzten Jahren wenig bis nix getan hat um die Probleme des Landes zu lösen. Die letzten wirklichen Reformen gab es vor dem €Eintritt Italiens. Zuletzt sind der Republik die Probleme(Schulden, Reformstau in Bildung, Arbeitsmarkt, Verwaltung) auf dem Kopf gefallen und die Krise macht es an sich eigentlich unmöglich aus der Krise zu kommen. Sparen und Wachstum können sich nicht vertragen und zuletzt sorgen die Refinanzierungskosten auch dafür daß vom Ersparten weniger übrigbleibt als verhofft. Angesichts der Italienischen Politfauna hoffe ich daß Monti bleibt; auch nach 2013. Italien hat noch einen langen Weg vos sich. Die €Krise lässt sich nur im europäischen Verbund lösen und es ist ein Trugschluss man könne sich als Land(Italien hat Exportwirtschaft) da ausklinken. Die Sparpolitik muß Monti wohl lockern; Italien kann nicht mehr und das haben die Proteste dieser Woche massiv gezeigt. Italien hat das Potenzial den € zu versenken; wenn es denn die Reißleine ziehen wolle. Das wäre aber auch ein Desaster für Italien selbst.
    Die Karawane zieht weiter; nun wird man sich auf Frankreich einschießen; das wahre schwache Glied weil dort Anspruch(quasi 'Weltmacht') und Wirklichkeit immer weiter auseinanderklaffen.
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Wirtschaftsmagazin "The Economist" hat mit seiner aktuellen Titelgeschichte den Zorn der französischen Regierung auf sich gezogen: Unter der Überschrift "Zeitbombe im Herzen Europas" sind Baguettes abgebildet, die wie Dynamit zusammengebunden und mit einer brennenden Zündschnur versehen sind.

    Titelgeschichte des "Economist" verärgert Regierung in Frankreich - SPIEGEL ONLINE
    Man will anscheinend immer nur das Schlechte sehen; und nicht das was funktioniert. Gleich ob F oder I...

    Schian Gruaß...
  8. #8

    Monti hat Italien ein wenig wieder zusammengeführt

    ein Mammutaufgabe nach fast 20 Jahren auseinander treiben des Cavaliere
    Vor über einem Jahr, schon den Rucktritt von Mp. Berlusconi war ein Wunder, Monti hat die Karre übernommen unter schwierigsten Bedingungen, Gesetzen verabschieden ohne eigene Parteien im Parlament zu haben ,das kann nur ein Kamikaze wagen. Monti hat es gewagt und die Bürger haben ihn unterstutzt obwohl die Reformen bestanden hauptsächlich von Geldeintreiben , nun irgendwann nach dem ersten Schock haben die Abgeordnete im Parlament sich erinnert dass sie doch zu einer Partei angehörten , und dass nur mit Steuer Eintreiben und Sparen die Karre nicht zu retten wäre , von da an haben sie angefangen an die nächste Wahl zu denken und von da an Monti strahlt nicht mehr so wie damals.
    Fazit , Monti bleibt eine Hervorragende Persönlichkeit , Italien und Europa können auf ihn sehr Stolz sein , weil außer ein ausgesprochener Kenner der Materie , auch eine Politische e Moralische Statur verkörpert die seinen gleichen suchen .
    Wenn Monti Absichten hätte bei der nächsten Wahl zu kandidieren wurde er wie jede andere Abgezockte Politiker dieser Erde machen , Geschenke verteilen und versuchen mit Themen zu punkten die den Nerv und den Bauch der Italiener treffen wurde , so sieht aber im Augenblick nicht aus , und es wird sich vermutlich nichts ändern denn die Wahlen für April 2013 werden womöglich schon im März stattfinden .
  9. #9

    Monti ist nur ein Blender

    Zu glauben, dass Monti irgend etwas anderes bewirkt haette, als den internationalen Finanzmaerkten und Banken etwas mehr an Sicherheit zu verschaffen, ist ein grosser Irrtum. Fuer Italien und fuer die Italiener hat er nichts aber auch schon gar nichts bewirkt. Die sizilianischen Regionalwahlen haben es gezeigt: die Angst geht um unter Italiens Politikern, viele riskieren jetzt wohl den Platz an der Sonne.