"Zeitbombe im Herzen Europas": "Economist"-Titelblatt verärgert Frankreich

The Economist Das Wirtschaftsmagazin "The Economist" hat mit seiner aktuellen Titelgeschichte den Zorn der französischen Regierung auf sich gezogen: Unter der Überschrift "Zeitbombe im Herzen Europas" sind Baguettes abgebildet, die wie Dynamit zusammengebunden und mit einer brennenden Zündschnur versehen sind.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-867734.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Wirtschaftsmagazin "The Economist" hat mit seiner aktuellen Titelgeschichte den Zorn der französischen Regierung auf sich gezogen: Unter der Überschrift "Zeitbombe im Herzen Europas" sind Baguettes abgebildet, die wie Dynamit zusammengebunden und mit einer brennenden Zündschnur versehen sind.

    Titelgeschichte des "Economist" verärgert Regierung in Frankreich - SPIEGEL ONLINE
    Nichts ist 2012 schlimmer als die Wahrheit. Spätestens 2015 werden wir darüber lachen...
  2. #2

    Langsam.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Wirtschaftsmagazin "The Economist" hat mit seiner aktuellen Titelgeschichte den Zorn der französischen Regierung auf sich gezogen: Unter der Überschrift "Zeitbombe im Herzen Europas" sind Baguettes abgebildet, die wie Dynamit zusammengebunden und mit einer brennenden Zündschnur versehen sind.

    Titelgeschichte des "Economist" verärgert Regierung in Frankreich - SPIEGEL ONLINE
    Bei diesen vielen Streitereien versteht man immer mehr,warum außer den Deutschen kein anderes EU-Land wirklich die Vereinigten Staaten von Europa möchte.Man sollte sich das nochmals genau überlegen,immer weitere Befugnisse an Brüssel abzutreten.
  3. #3

    You can't handle the truth

    Zitat von osis1980 Beitrag anzeigen
    Nichts ist 2012 schlimmer als die Wahrheit.
    Yep. Das Kartenhaus der Eurolügen ist mittlerweile so anfällig, da reicht der kleinste Windstoss.

    Zitat von osis1980 Beitrag anzeigen
    Spätestens 2015 werden wir darüber lachen...
    Ehrlich gesagt habe ich ernste Zweifel, ob es in Europa in den nächsten Jahrzehnte so wahnsinnig viel zu lachen geben wird.
  4. #4

    LEdier ist das absolut nicht übertrieben.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Wirtschaftsmagazin "The Economist" hat mit seiner aktuellen Titelgeschichte den Zorn der französischen Regierung auf sich gezogen: Unter der Überschrift "Zeitbombe im Herzen Europas" sind Baguettes abgebildet, die wie Dynamit zusammengebunden und mit einer brennenden Zündschnur versehen sind.

    Titelgeschichte des "Economist" verärgert Regierung in Frankreich - SPIEGEL ONLINE
    Aber da müssen die Frasnzosen sich nicht den Kopf zerbrechen.
    Bei GR hat es geklappt,
    bei P und E hat es geklappt.
    Bei Italien wird es auch klappen.
    Wir kaufen sie alle.
  5. #5

    Traurig aber wahr!

    Was der Economist schreibt, ist in Frankreich seit Jahren bekannt. Man braucht nur die Analysen der Wirtschaftsprofessoren lesen. Aber die französische Regierung wird von Parteien getragen, die Entlassungen gesetzlich verbieten, die Arbeitszeiten weiter verkürzen und die Steuern senken wollen. Unternehmer gelten in Frankreich in breiten Kreisen der Bevölkerung als Ausbeuter. Wer das Wahlprogramm von Francois Hollande liesst, weiß, dass dieser Präsident angetreten ist, um mit hohem Tempo gegen eine allen bekannte, gut sichtbare Wand zu fahren. Jeder Schritt dieser Fahrt ist schriftlich niedergelegt und vorhersehbar. Unsere Probleme brauchen wir nicht in Athen oder Lissabon suchen, sie sind in Paris und leider auch in Washington zu finden.
  6. #6

    Sie sind anders

    Die Franzosen ticken anders als wir. Ihr gesamter Staat ist mit unserem vom Aufbau her nicht zu vergleichen.

    Gibt es zu viele Beamte in Frankreich? Erhalten sie zu hohe Pensionen? Einfach mal hier nachlesen, ich fand das recht interessant:
    Connexion-Emploi | Beamte in Frankreich: Klischees auf dem Prüfstand

    Insgesamt kann ich nichts Schlechtes daran erkennen, daß viele Menschen im Staatsdienst sind. Allerdings muß die Gemeinschaft der Steuerzahler sich dies auch leisten können.
  7. #7

    optional

    FR bezahlet D auch noch locker. Zur Not halt auf Kosten der deutschen Rentner, Arbeitslosen und Armen.
    Der Euro muss gerettet werden, bis zum letzten Ersparten hierzulande.
  8. #8

    Den Finger auf die Wunde gelegt

    Der Verärgerung ist in Frankreich sehr groß. Insbesondere weil man ein sehr bizarres Verständnis von Pressefreiheit hat. Die Behörden haben es nicht gerne, wenn die Wahrheit geschrieben wird und verhindern dies im eigenen Land regelmäßig.
    Frankreichs Reformunfähigkeit ist in der Tat eine Gefahr für ganz Europa. Es fehlt in der Regierung an Lösungsbereitschaft, wenn nicht sogar an Problembewußtsein.
    Deutschland wäre gut beraten, eine Achse in Nordeuropa aufzubauen und auch mit den Ostländern zu kooperieren.
    Eine Annäherung zwischen Russland und Deutschland würde die Lage ebenfalls entlasten.
    Sich auf den Club-Med zu verlassen wäre fatal.
  9. #9

    Interessengeleitete

    Kommentare waren nach der Wahl in Frankreich zu erwarten.
    Bürde für Frankreich... blah,blah, Bürde für Europa... blah, blah. Nur das übliche konservative Srohfeuer ohne großen
    Hintergrund. Das passiert immer dann, wie man auch in den USA sieht, wenn in den nächsten Jahren eine Politik
    zu erwarten ist, die für Wohlhabende nicht unbedingt fördernd sein könnte. Die Wirtschaft denkt plötzlich nach,
    welche Arbeitsplätze überflüssig sind, Millionäre drohen mit Abwanderung, Also die übliche Erpressung "freier" Wähler.