Pro Quote gestaltet "taz": "Die Quote ist das Miststück, das wir brauchen"

dapdDer Berliner "tageszeitung" steht schon seit Jahren eine Chefredakteurin vor. Wohl der beste Ort also, an dem sich für mehr Frauen in den Medien demonstrieren lässt. Am Freitag gestalteten prominente Journalistinnen von Pro Quote eine "taz"-Wochenendausgabe.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-867698.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Berliner "tageszeitung" steht schon seit Jahren eine Chefredakteurin vor. Wohl der beste Ort also, an dem sich für mehr Frauen in den Medien demonstrieren lässt. Am Freitag gestalteten prominente Journalistinnen von Pro Quote eine "taz"-Wochenendausgabe.

    "Pro Quote" gestaltet taz: Für 30 Prozent Frauen in Chefsesseln - SPIEGEL ONLINE
    Ich bin mal wieder erstaunt wie viele Frauen sich finden, die sich auch noch vor eine so eklatant frauenverachtende Maßnahme stellen und etwas beklatschen, das langfristig nur Schaden anrichtet.

    Es stellt sich mir die Frage wie groß der Frauenanteil in der Medienbranche eigentlich ist - wohlgemerkt an den Beschäftigten, die überhaupt für Führungspositionen in Frage kommen. Danach wäre interessant zu wissen, wie viele von diesen Frauen überhaupt eine Führungsposition anstreben. Mit allen daraus resultierenden Nachteilen wohlgemerkt - lange Arbeitstage, Dienstreisen, Personalverantwortung, Streß.

    Ich möchte mit dieser Aussage um Gottes Willen nicht implizieren das Frauen nicht für solchen Positionen geeignet sind. Jedoch ist es in meinen Augen so das sich in Deutschland eine Frau immer noch entscheiden muss: Kind oder Karriere? Die mangelhafte Verbreitung von Ganztagskindergärten/schulen, kombiniert mit dem Stigma der "Rabenmutter", welche ihre Kinder nicht zu Hause betreut, macht vielen Frauen eine bewusste und selbstbestimmte Lebensweise schwer. Hier sollten Politik und Wirtschaft den Hebel ansetzen, hier sollten sich Interessensverbände einsetzen.

    Stattdessen werden weiterhin dusselige Quoten gefordert, die einfach nur Neid, Missgunst und Antipathien erzeugen und für ein schlechtes Arbeitsklima sorgen.
  2. #2

    Super!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Berliner "tageszeitung" steht schon seit Jahren eine Chefredakteurin vor. Wohl der beste Ort also, an dem sich für mehr Frauen in den Medien demonstrieren lässt. Am Freitag gestalteten prominente Journalistinnen von Pro Quote eine "taz"-Wochenendausgabe.
    Klasse Aktion! Dann werde ich 'mal ausnahmsweise meiner ... untreu werden und mir die taz holen :-)

    Ist zwar traurig, dass das Theme "Gleichberechtigung" auch im 21. Jahrhundert noch eines sein muss, aber vielleicht ist es dann wenigstens in zehn oder zwanzig Jahren dann soweit, dass auch der letzte Depp kapiert hat, dass Frauen keine Menschen zweiter Klasse sind.
  3. #3

    Dialektik

    Zitat von vevi Beitrag anzeigen
    ...aber vielleicht ist es dann wenigstens in zehn oder zwanzig Jahren dann soweit, dass auch der letzte Depp kapiert hat, dass Frauen keine Menschen zweiter Klasse sind.
    Vielleicht wird auch Ihnen schon eher als in in zehn oder zwanzig Jahren klar, dass gerade diese Quote die Frauen zu Menschen zweiter Klasse macht. Fragen Sie die vielen Frauen in Spitzenpositionen, die ihren Erfolg ohne eine Quote geschafft haben, was davon zu halten ist.
    .
    Gleichberechtigung ist etwas völlig anderes, als diktierte Ergebnisgleichheit.
  4. #4

    Hose runter und

    die Frauenquote, den Zusammenhang habe ich noch nicht verstanden, oder ist es der Beweis fuer den Verfolgungswahn (vielleicht hat sich ja doch ein Mann eingeschlichen?)... Oder muss ich jetzt wegen sexueller Belaestigung mit der Frauen- aeh Gleichstellungsbeautragten reden :o)... Nach der Bildung noch die Presse/oeffentlich Meinung, da hat Frau doch alles was es so brauch um eine anstaendige Gorgina Orwell zu werden...
  5. #5

    Zitat von retmar Beitrag anzeigen
    Vielleicht wird auch Ihnen schon eher als in in zehn oder zwanzig Jahren klar, dass gerade diese Quote die Frauen zu Menschen zweiter Klasse macht. Fragen Sie die vielen Frauen in Spitzenpositionen, die ihren Erfolg ohne eine Quote geschafft haben, was davon zu halten ist.
    .
    Gleichberechtigung ist etwas völlig anderes, als diktierte Ergebnisgleichheit.
    Üblicherweise sind bei den heutigen Verhältnissen die "vielen Frauen in Spitzenpositionen, die ihren Erfolg ohne eine Quote geschafft haben", Frauen, die entweder um so vieles erheblich besser sind als jeder Mann, der den Job genau so gut hätte kriegen können, dass gar keine andere Wahl mehr blieb, ohne aufzufallen - und es sind Frauen, die sich vollkommen dem Männerbild der Führungspersönlichkeit angepasst haben.

    Wer sich einmal ansieht, wie eine erdrückende Mehrheit von Frauen im Fernsehen politische Talkshows sehr gut, politisch intelligent und selbstsicher moderieren (und regelmäßig beispielsweise in SPON-Foren von Männern angegiftet werden, die ihnen nicht mal in der Grammatik und Rechtschreibung das Wasser reichen können, während die Männerwelt in diesem Bereich doch hauptsächlich aus lächerlichen Dampfplauderern besteht), kann diese Verteilung der Chefredakteursposten der Tageszeitungen (98 % Männer) nur als einen Hintertreppen-Witz der Geschichte von galaktischen Ausmaßen und ein Zeichen für die gut geölten Männernetzwerke, die nur ja keine Frau hochkommen lassen wollen, in dieser Sparte nehmen.

    Das hat nichts mehr mit "die wollen ja nicht" oder "die sind nicht qualifiziert" zu tun, dass ist eindeutig die Zuweisung von Frauen in die Kategorie "Zweiter-Klasse-Mensch" von seiten chauvinistischer dummer männlicher Arschlöcher und ihren nützlichen weiblichen Vollidioten alla Kristina Schröder. Und dass ein Teil der Frauen, die es ohne Quote geschafft haben, gegen die Quote sind, ist aus mehreren Gründen verständlich: Sie haben sich durchgesetzt, indem sie soviel besser als alle für den gleichen Posten in Frage kommenden Männer waren und diese weit hinter ihnen lagen - und dieses Privileg wollen Sie sich nicht mehr nehmen lassen. Sie sehen nicht ein, dass jemand, der nur etwas besser als der männliche Konkurrent ist, einen Posten wie ihren erhält, da sie dafür so viel besser als die in Frage kommenden Männer sein mussten. Und noch etwas - sie sind auf diesem harten Weg nach oben Männer geworden, weil es derzeit gar nicht anders geht - sie sehen nur noch wie Frauen aus. Sie haben vielleicht Grund (jedoch nicht das Recht), dagegen zu sein - bestimmt nicht eine Quotenfrau wie Kristina Schröder - die erfüllt tatsächlich alle Kriterien für Vorurteile, die gegen die Quote vorgebracht werden.

    Die Quote ist der einzige Weg aus diesem unsäglichen Zustand heraus zu kommen - lasst euch nicht von der Männerwelt und den Kristina Schröders dieser Welt verarschen, Frauen!

    Helmchen
  6. #6

    Zitat von lord.helmchen Beitrag anzeigen
    Üblicherweise sind bei den heutigen Verhältnissen die "vielen Frauen in Spitzenpositionen, die ihren Erfolg ohne eine Quote geschafft haben", Frauen, die entweder um so vieles erheblich besser sind als jeder Mann, der den Job genau so gut hätte kriegen können, dass gar keine andere Wahl mehr blieb, ohne aufzufallen - und es sind Frauen, die sich vollkommen dem Männerbild der Führungspersönlichkeit angepasst haben.
    ...
    Die Quote ist der einzige Weg aus diesem unsäglichen Zustand heraus zu kommen - lasst euch nicht von der Männerwelt und den Kristina Schröders dieser Welt verarschen, Frauen!

    Helmchen
    Haben sie ausser geballter Polemik und übelsten Anfeindungen keine Argumente? Zuerst mal vergleichen sie Äpfel mit Birnen. Nur weil ich ein guter Talkmaster bin, habe ich noch lange keine Qualifikation für einen Posten als Chefredakteur. Dann liefern sie keine Fakten, sondern einfach nur Allgemeinplätze - auf die hier angebrachten Gegenargumente gehen sie mit keinem Wort ein. Liefern sie doch lieber mal Zahlen und harte Begründungen, denn so machen sie bestimmt keine Werbung für die Quote.
  7. #7

    Alles klar

    Nun, wer solche Titelseiten produziert, der wird um eine Quote nicht herum kommen...

    Man sieht, auf welcher Argumentationsbasis derartige Forderungen gestellt werden. Über die Gürtellinie scheint man es dabei einfach nicht zu schaffen...

    "Liebe Gästinnen und Gäste".

    Wow. Da können wir uns ja auf was freuen, wenn solche Leute die Redaktionsstuben stürmen.

    Ob sie dann auch "Liebe Fachkräfte und Fachkrafter" schreiben oder dann doch lieber kapieren, was es mit generischem Maskulinum und Femininum auf sich hat? Kaum.

    Inzwischen machen sie ja schon aus "wer" genderkorrekt schon "wer_welche". Weil in "wer" eben "er" drinsteckt.

    Armes deutsch sprach.
  8. #8

    Frauen sollten nicht nur die Vorteile der Emanzipation beanspruchen

    Ich studiere Mechatronik. Es sind ca. 50 Studierende. Anteil Männer: 50, Anteil Frauen: 0

    Bei anderen technischen Studiengängen sind bei uns 5-10% Frauen.

    Genau aus diesem Grund bin ich gegen die Frauenquote.
    Wenn sich jetzt doch mal eine Frau zu uns verirrt, kann man davon ausgehen, dass sie später im Berufsleben eine Führungsposition bekommen wird. Unabhängig von ihrer Qualifikation. Wenn schon 20% Frauen in der Führungsebene sein sollen und nur 0%-5% Frauen ein anspruchsvolles Studium abschließen, dann nehmen die Unternehmen, was sie kriegen können.

    Von mir aus können wir eine 50% Quote in Führungspositionen einführen. Dann sollen aber auch mal 50% Frauen ein Mechatronik-Studium abschließen und nicht nur Grundschullehramt studieren.
  9. #9

    Tageszeitungen 2017?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Berliner "tageszeitung" steht schon seit Jahren eine Chefredakteurin vor. Wohl der beste Ort also, an dem sich für mehr Frauen in den Medien demonstrieren lässt. Am Freitag gestalteten prominente Journalistinnen von Pro Quote eine "taz"-Wochenendausgabe.

    "Pro Quote" gestaltet taz: Für 30 Prozent Frauen in Chefsesseln - SPIEGEL ONLINE
    Hmm, wer weiß wieviele Tageszeitungen es 2017 noch geben wird? Die FR ist insolvent, die taz auch schon mehrere Male am Aus vorbeigeschliddert. Die klassische Medienbranche hält sich für den Nabel der Welt (in diesem Zusammenhang lese man das aktuelle Geschreibsel von Frau Burmester Silke Burmester über Frauen und das Ende der Zeit des weißen Mannes - SPIEGEL ONLINE) und merkt nicht wie sie in Zeiten des Internets untergehen wird. Bei einer Anzahl von quasi null zu verteilenden Posten ist die Höhe der Frauenquote ziemlich irrelevant.