Hambacher Forst: Eingebuddelter Umweltschützer in Lebensgefahr

DPASeit vier Tagen harrt ein Umweltschützer in einem sechs Meter tiefen Erdbunker aus. Er hat sich dort angekettet, um gegen die Abholzung des Hambacher Forsts zu protestieren. Die Polizei spricht von einer "lebensgefährlichen Aktion" - und versucht den Mann mit allen Mitteln herauszuholen.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...-a-867654.html
  1. #1

    Bevor wieder welche hier Beifall klatschen für diesen heroischen Einsatz gegen das Großkapital - denkt mal an ganzen Einsatzkräfte und deren Angehörige, die für diesen Spacken Ihre Freizeit opfern und Sonderschichten schieben. Und wenn dann doch was passiert heißt es noch "Versager" und "anklagen wg. fahrlässiger Tötung".
  2. #2

    Falsche Darstellung..,

    die Gefahr geht von den schweren Maschinen der Räumungskräfte aus..!
  3. #3

    optional

    Ich hoffe doch sehr das die Kosten für die Rettung dem Aktivisten in Rechnung gestellt. Das wird doch wieder zehntausende von Euros kosten.
  4. #4

    Tischler

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Mann soll laut Polizei Mitte 20 und gelernter Tischler sein.
    Wenn es nach mir ginge, dürfte dieser liebenswerte Zeitgenosse nach dem Herausholen so lange in einer Gefängnis-Tischlerei arbeiten, bis er die Kosten für diesen Einsatz abgearbeitet hat.
  5. #5

    Demonstrieren ja, ABER NICHT SO

    Zuerst dachte ich (wohne selbst in Köln), super Aktion. Auch Freunde von mir waren unter den Helfern die versucht haben, diese Person zu retten.
    Mittlerweile ist jedoch rausgekommen, dass sich dieser Ars... frei bewegen kann und NICHT angekettet war. Die Helfer (die auch ihr eigenes Leben für seine Rettung riskiert haben) waren beinahe bei ihm und er hat nicht besseres zu tun als einen Stützpfeiler wegzutreten und so den Bereich zum Einsturz zu bringen, in welchem er lag. Er verzog sich (feige) in einen anderen Bereich.
    Mit welchem Recht setzt er das Leben anderer aufs Spiel?!? Diese Leute sind gekommen in dem festen Glauben jemanden retten zu müssen. So kann man (vielen) EHRENAMTLICHEN Helfern auch in den Hintern treten....

    Ich finde solche Proteste ja gut und auch gerechtfertigt, aber das der Kerl dort gerade abzieht ist einfach falsch. Meiner Meinung nach sollte keiner um in Trauern wenn jetzt der Stollen noch einbrechen sollte. So etwas hat er nicht verdient.
  6. #6

    111

    Zitat von rallehajo666 Beitrag anzeigen
    die Gefahr geht von den schweren Maschinen der Räumungskräfte aus..!
    Da der Mann nicht gerettet werden will, sollten alle ins Wochende gehen, einschl. der schweren Maschinen.
  7. #7

    Naja

    Die Besetzer schreiben auf ihrem Blog aber eindeutig was anderes. Dies sollte zumindest mal erwähnt werden.

    "Der Tunnelaktivist war nicht festgekettet und flieht nun bewusst vor den Einsatzkräften. Damit beweist er eindeutig, dass die Anstrengungen der Polizei nie eine Rettung waren – es ist und bleibt eine gewaltsame Räumung, der sich Herr Zimmermann nach über drei Tagen im Bunker weiterhin vehement wiedersetzt. Trotzdem hält die Presse weiterhin geschlossen am Rettungsmythos fest. Das ist absurd: Benötigt eine Rettung doch ein Opfer das gerettet werden will. Solange dieses nicht verhanden ist, ist es eine Räumung und keine Rettung. Die Stimmungsmache von RWE, Medien und Polizei soll einen legitimen und effektiven Widerstand diskreditieren. Das macht uns wütend. Dennoch schneiden sie sich damit ins eigene Fleisch: Zur Zeit sind unsere Blogs und Ticker besser besucht als alle Medienseiten. Was offenbar wird ist nun bloß die Rolle der Medien in dem ganzen Spiel! "

    oder

    "Die „Welt“ und andere Medien versuchen Stimmung gegen den Anti-Kohle-Aktivisten zu machen, mit der Mitteilung dass „der Steuzahler“ die Räumung zahle. Genau diese Tatsache muss aber die Frage aufwerfen, warum nicht RWE die Räumung zahlt, da sie ja auch die Profite machen, für die diese Räumung und die Rodung erst nötig ist. Bei einem Reingewinn von 1.8 Milliarden Euro (2011, Wikipedia) könnte RWE dies verkraften.
    Die staatlichen Kosten der Räumung sind also hinzuzurechnen zu den 92 Milliarden Euro Subventionen, die in Deutschland seit 1950 in die Abbaggerung der Braunkohle floss."

    oder

    "Nachdem die Polizei den Tunnelaktivisten in seinem unterirdischen Bunker
    freigelegt hatte und ihn aus seinem Lock-on lösen wollte, in dem er nur
    vermeintlich festgekettet war, entwich er ihnen und floh in den
    Tunnelschacht, der zu dem Bunker führte. Damit stellt er das Räumungsteam
    vor ein weiteres Rätsel der Räumbarkeit. Damit hat er nun auch eindeutig
    bewiesen, dass es niemals um eine Rettung ging, sondern um eine
    gewalttätige Räumung gegen den Willen des Tunnel-Aktivisten. "
  8. #8

    Wieviel kostet denn ein Spieltag der Fussball Bundesliga

    in Form von Einsatzkräften, für deren bezahlung der Steuerzahler aufkommen darf???
  9. #9

    optional

    Über die Hintergründe und Motivation der Aktivist_Innen gibt es zwei Filme. Sie seien jedem empfohlen, der sich fragt warum die das machen. Und by the way, wer sich fragt, wer deren Räumung nun bezahlt, könnte auch mal darüber nachdenken, warum RWE kostenlos die Kohle fördern darf.

    http://www.graswurzel.tv/p222.html
    http://www.graswurzel.tv/p224.html