DDR-Zwangsarbeit: Ikea gesteht Fehler ein

Getty ImagesIn der DDR wurden politische Gefangene zur Herstellung von Ikea-Möbeln gezwungen. Das hat nun eine Studie ergeben, die der Konzern selbst in Auftrag gegeben hat. Klar ist nun auch, dass die Kette von der Zwangsarbeit wusste.

Studie: Ikea wusste von Zwangsarbeitern in der DDR - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    lachhaft

    ""Ikea als Beschuldigter führt selbst die Ermittlungen, anstatt das unvoreingenommenen Stellen zu überlassen. Deshalb bezweifeln wir sehr, dass die Studienergebnisse valide sind", sagte der Vize-Vorsitzende des Vereins, Roland Schulz. Das Thema sollte vielmehr vom Forschungsverbund SED-Staat der Freien Universität Berlin gemeinsam mit Historikern und Politikwissenschaftlern untersucht werden."

    und die unvoreingenommenen Experten kommen dann zum Entschluss das IKEA keine Zwangsarbeiter eingesetzt hat oder wie?
  2. #2

    Heute nicht mehr möglich!?

    Ein anderes Ergebnis hätte ich bei einer solchen Studie auch nicht erwartet:
    "Zu jener Zeit hatten wir noch nicht das heutige, gut ausgearbeitete Kontrollsystem und haben offensichtlich nicht genug getan, um derartige Produktionsweisen zu verhindern"; also heute ist so etwas in keinem Land mehr möglich, da gackern die Hühner
  3. #3

    hmmm...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der DDR wurden politische Gefangene zur Herstellung von Ikea-Möbeln gezwungen. Das hat nun eine Studie ergeben, die der Konzern selbst in Auftrag gegeben hat. Klar ist nun auch, dass die Kette von der Zwangsarbeit wusste.

    Studie: Ikea wusste von Zwangsarbeitern in der DDR - SPIEGEL ONLINE
    ...ich weiß jetzt nicht, ob das damals groteske Gerüchte waren: Während meiner Bundeswehrzeit 1983/84 hieß es öfters, dass BW-Bekleidungen (Kampfanzüge) zum Teil auch in der DDR gefertigt wurden. Wundern würde es mich heute nicht, wenn das dann auch Zwangsarbeiter waren, und dem Staat hätte es ja auch Devisen gebracht...

    nur mal so ne OT-Randbemerkung...
  4. #4

    Wer will davon noch was wissen.

    Wem interessiert das noch. Das ist 20 - 30 Jahre her. Und wer klagt die Firmen an, die in Bangladesch Zwangsarbeiten zulassen? Das ist doch alles nur Getue um die Firmen schlecht zumachen. Wenn man jemand die Schuld geben muss, ist es die ehemalige Regierung der DDR und die hat man alle laufen lassen.
  5. #5

    lachhaft@rikscha

    es geht wohl kaum um eine überraschende umkehrung der studienergebnisse...vielmehr sollte sich gefragt werden, welche leichen der möbelkonzern im keller hat, wenn sie ihren kritikern sogar zuvor kommen wollen, indem sie selber nachforschungen in Auftrag geben. Es entsteht der Eindruck, als würde sich ein Taschendieb selbst anzeigen, um aus dem Blickfeld eines Mordes zu gelangen.
  6. #6

    Wann genau wird die Arbeitspflicht in Gefängnissen zu Zwangsarbeit?

    Bei sogenannten "politischen Gefangenen"? Und wer genau bestimmt, was ein regulärer und was ein politischer Gefangener ist?
  7. #7

    Zitat von DJ Doena Beitrag anzeigen
    Wann genau wird die Arbeitspflicht in Gefängnissen zu Zwangsarbeit?

    Bei sogenannten "politischen Gefangenen"? Und wer genau bestimmt, was ein regulärer und was ein politischer Gefangener ist?
    Genau das dachte ich auch gerade.
    'Zwangsarbeit' wird es entweder nur durch die ideologische Taktung oder durch inhumane Haft- und Arbeitsbedingungen. Was mag es hier gewesen sein?
  8. #8

    Frage

    Was ist schlimmes dran wenn jemand im Knast statt sich vom Fernseher verblöden zu lassen etwas nützliches tut.
  9. #9

    Ikea!

    Zitat von Luckyman2 Beitrag anzeigen
    Wem interessiert das noch. Das ist 20 - 30 Jahre her. Und wer klagt die Firmen an, die in Bangladesch Zwangsarbeiten zulassen? Das ist doch alles nur Getue um die Firmen schlecht zumachen. Wenn man jemand die Schuld geben muss, ist es die ehemalige Regierung der DDR und die hat man alle laufen lassen.
    Das kann nur einer schreiben, der selbst nicht als Zwangsarbeiter in der DDR, Russland und oder in einem anderem totalitären Staat verurteilt wurde. Es wichtig, dass man immer wieder auf solche Geschehnisse aufmerksam macht. Ich habe selbst vor ca. 30 Jahren in Naumburg für IKAE arbeiten müssen. Es war kein Zuckerschlecken und es verfolgt mich heute immer noch.