Brandbrief: Nobelpreisträger warnen EU vor Sparmaßnahmen

APDie Warnungen vor einer drohenden Kürzung der europäischen Forschungsförderung werden immer lauter: 42 Nobelpreisträger haben einen Brief an die EU-Kommission geschrieben, junge Forscher haben für eine Petition bereits 123.000 Unterschriften gesammelt.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-867491.html
  1. #1

    Klientel

    Jeden Tag aufs neue verlangt ein kleines Grüppchen eine Sonderregel. Wer fragt eigentlich den Steuerzahler ob er diese Klientelpolitik richtig findet ? Wär schon gut, wenn Herr Cameron sich nicht wieder verbiegen laeßt.
  2. #2

    Grenzenlos Dumm!

    Zitat von cdrenk Beitrag anzeigen
    Jeden Tag aufs neue verlangt ein kleines Grüppchen eine Sonderregel. Wer fragt eigentlich den Steuerzahler ob er diese Klientelpolitik richtig findet ? Wär schon gut, wenn Herr Cameron sich nicht wieder verbiegen laeßt.
    Im Gegensatz zu fett-bezahlten Bankern und Tradern, die uns die ganze Suppe eingebrockt haben, leben die meisten Forscher - Professoren ausgenommen - in prekären Arbeitsverhältnissen (größtenbteils befristete Verträge, Teilzeit, Stipendien ohne vernünftige Altersvorsorge). Europäische Forschunsprogramme waren immer noch ein wenig der Silberstreif am Horizont.

    Wenn hier jetzt auch noch radikal gespart wird - gerade auf Initiative von rücksichtslosen Bankenlobbyisten wie Cameron - dann ist dies nicht nur eine grenzenlose Unverschämtheit, sondern auch grenzenlos dumm.

    Durch seinen Mangel an Rohstoffen hat Europa eben nur mal Hochtechnologie als Wachstumsmarkt - wenn man hier spart, dann weiß ich nicht, wo die Regierungen nun eigentlich ihre Prioritäten sehen.

    Ja, die Londoner City, Frankfurt, Cayman Islands, der Finanzdienstleistungssektor als globaler Arbeitgeber - in der Welt des Prof. Hans Werner Sinn ist dies das Paradies, in der realen Welt ist es das Ende des allgemeinen Wohlstands. Danke Frau Dr. Merkel!
  3. #3

    Wer glaubt...

    Zitat von cdrenk Beitrag anzeigen
    Jeden Tag aufs neue verlangt ein kleines Grüppchen eine Sonderregel. Wer fragt eigentlich den Steuerzahler ob er diese Klientelpolitik richtig findet ? Wär schon gut, wenn Herr Cameron sich nicht wieder verbiegen laeßt.
    .. das gute Forschungspolitik Klientelpolitik ist, liegt wohl ziemlich daneben. Ein Land ohne Grundlagenforschung wird früher oder später von allen anderen überholt.

    Um Forschung und Bildung wertzuschätzen müsste man wohl selber erstmal was damit anfangen können, oder?
  4. #4

    .

    Zitat von kannmanauchsosehen Beitrag anzeigen
    Im Gegensatz zu fett-bezahlten Bankern und Tradern, die uns die ganze Suppe eingebrockt haben, leben die meisten Forscher - Professoren ausgenommen - in prekären Arbeitsverhältnissen (größtenbteils befristete Verträge, Teilzeit, Stipendien ohne vernünftige Altersvorsorge). Europäische Forschunsprogramme waren immer noch ein wenig der Silberstreif am Horizont.

    Wenn hier jetzt auch noch radikal gespart wird - gerade auf Initiative von rücksichtslosen Bankenlobbyisten wie Cameron - dann ist dies nicht nur eine grenzenlose Unverschämtheit, sondern auch grenzenlos dumm.

    Durch seinen Mangel an Rohstoffen hat Europa eben nur mal Hochtechnologie als Wachstumsmarkt - wenn man hier spart, dann weiß ich nicht, wo die Regierungen nun eigentlich ihre Prioritäten sehen.

    Ja, die Londoner City, Frankfurt, Cayman Islands, der Finanzdienstleistungssektor als globaler Arbeitgeber - in der Welt des Prof. Hans Werner Sinn ist dies das Paradies, in der realen Welt ist es das Ende des allgemeinen Wohlstands. Danke Frau Dr. Merkel!
    Dem kann man eigentlich nur zustimmen!
  5. #5

    Investitionen in die Forschung ist eine Investition in die Zukunft!

    Das Resultat der Sparpolitik Merkels kann man in Griechenland, Spanien, Italien und Portugal besichtigen. Es hat kein Wachstum gebracht, mehr als jeder 2. Jugendliche ist arbeitslos, viele Menschen haben kein Dach über dem Kopf, Essen ist für viele Familien knapp. Es wird zu sozialen Verwerfungen kommen, die auch Deutschland noch erfassen werden.
    Kürzungen in der Forschung jetzt würden all das zerstören, was man in Jahrzehnten mühseliger Arbeit aufgebaut hat. Wenn wir in die Steinzeit zurück wollen, dann müssen wir Herrn Cameron und Frau Merkel folgen.
  6. #6

    Mehr Durchblick für Jeden!

    Zitat von kannmanauchsosehen Beitrag anzeigen
    Wenn hier jetzt auch noch radikal gespart wird - gerade auf Initiative von rücksichtslosen Bankenlobbyisten wie Cameron - dann ist dies nicht nur eine grenzenlose Unverschämtheit, sondern auch grenzenlos dumm.
    Das ist doch ganz klar: Sparen ist nicht gleich Sparen. Darum geht die ganze Diskussion. Die Kritik am Sparen ist meistens reiner Egoismus (ego will nicht sparen, aber "ego=ich fordere, dass Du zu meinen Gunsten sparst"), und dieser Lärm zieht leider zur Zeit die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Welcher Übermut!
    Generell muss das Leben auf Pump aufhören.
    Aber:wenn es eine Zukunftschance (außer zurück in die Landwirtschaft) gibt, dann liegt sie in verstärkter Forschung und Ausbildung. Alle eine Qualifikationsstufe höher und Europa macht sich um die Welt verdient!
    Mehr Mathe und Durchblick für Jeden!
  7. #7

    Mühsam

    Es ist mühsam, die Meinungsartikel zu lesen, wenn niemand mehr dass und das unterscheiden kann. Seit das "ß" abgeschafft wurde, wird dieser Unterschied anscheinend nicht mehr gelehrt. Wenn es aber noch nicht einmal dafür reicht !?
  8. #8

    Eine Warnung vor Sparmassnahmen kommt von Nobelpreisträgern also nur da,, wenn es ihre eigene Sache betrifft. Andere Menschen sind denen offenbar egal. Dabei fliessen schon genügend Gelder in die Forschung, nur eben nicht immer Öffentliche.
  9. #9

    Zitat von cdrenk Beitrag anzeigen
    Jeden Tag aufs neue verlangt ein kleines Grüppchen eine Sonderregel. Wer fragt eigentlich den Steuerzahler ob er diese Klientelpolitik richtig findet ? Wär schon gut, wenn Herr Cameron sich nicht wieder verbiegen laeßt.
    Zitat von cdrenk Beitrag anzeigen
    Jeden Tag aufs neue verlangt ein kleines Grüppchen eine Sonderregel. Wer fragt eigentlich den Steuerzahler ob er diese Klientelpolitik richtig findet ? Wär schon gut, wenn Herr Cameron sich nicht wieder verbiegen laeßt.
    (1) Das rohstoffarme Westeuropa hat als einzige Quelle des Wohlstands sein Know-How. Diese Position muss aber ständig verteidigt, weil andere Regionen der Welt immer weiter aufschließen. Dazu ist die öffentliche Forschungsförderung ein ganz wesentlicher Bestandteil.

    (2) Universitäre Forscher (und um die geht es vor allem bei der öffentlichen Förderung) sind keine Gruppe, die von irgendwem besonders beneidet werden muss. Im Vergleich zur Qualität und Dauer ihrer Ausbildung sind sie eklatant unterbezahlt und zum größten Teil prekär beschäftigt. Dabei müssen sie auch noch höchst mobil sein!

    (3) Gerade Camerons UK ist in Sachen Forschungsförderung ein Vorbild in Europa! In England haben Universitätsassistenten z.B. nach 4 Jahren einen Anspruch auf unbefristete Beschäftigung, etwas, das Forscher in anderen Teilen Europas sehnlichst herbeiwünschen. Statt "Juniorprofessuren", die real gesehen auf ein prekäres Abstellgleis führen, gibt es in den UK Postdoc-Positionen, die nach einigen Jahren automatisch in festen Anstellungen als "Lecturer" münden.