Referate an der Uni: Sie reden, wir leiden

CorbisHättet ihr geschwiegen! An der Uni nervt kaum etwas so wie schlechte Referate von Angebern, Hektikern, Verpeilern. Dennoch quälen sich jedes Semester Menschen durch Vorträge, denen niemand zuhören will. Eine Typologie der schlimmsten Redner.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-867538.html
  1. #10

    ...

    Am schlimmsten waren Gruppenreferate, wenn man mit sich selbst halbwegs zufrieden war. Und dann der Nächste so leise vom Ballt abgelesen hat, dass man nix mehr verstanden und von der Tonlage eingeschläfert. Schön war auch, dass ein spanischer Austauschstudent einfach die deutshce Übersetzung vom Blatt runtergelesen hat, ohne auch nur ein Wort Deutshc zu können. Dummerweise hat er vorher vergessen das Thesenpapier nicht ausgeteilt. Außer mir hat ihn niemand verstanden. Das lag aber auch nur daran, dass die Übersetzung von mir stammte.

    Im Englischseminar verschwand eine chinesische Studentin vollkommen hinter dem Pult und flüsterte fast. Ihr Englisch war für deutsche Studenten eh schwer zu verstehen. Zu allem Überfluss war draußen die ganze Zeit ein Presslufthammer zugange. Trotzdem hat jeder so getan, als hätten wir ihr folgen können. Selbst der Prof. Total absurd war das.

    Und in Pädagogik waren sich die Leute nicht zu schade, permanent über Referenten zu lästern oder auch mal Schnarchgeräusche zu simulieren, um seinen Unmut über den Vortrag zum Ausdruck zu bringen.
  2. #11

    optional

    @blackpfo
    Lassen Sie doch einfach die veradmmten Referate weg. Keiner will sie halten, und keiner will sie hören! Die Profs sind schlichtweg zu faul ihre Seminare selber zu gestalten. Jeden Semesteranfang die selbe Prozedur:
    "So, jetzt verteilen wir erstmal alle Referate...Warum meldet sich denn keiner...Sie müssen schon ein wenig Initiatve zeigen..blabla" Zum Ko..en.
  3. #12

    Sehr zutreffend u. unterhaltsam zu lesen

    Dieser Artikel ist auf so vielen Ebenen zutreffend! Klasse geschrieben!

    Man muss wirklich schmunzeln beim Lesen, wenn man mal an alle schon "erlebten" Vorträge denkt.
  4. #13

    sonst gibts keine Themen?

    hätten die Autoren in Chemie besser aufgepasst, müssten sie jetz vielleicht nicht völlig Belanglosen Uniallltag aufarbeiten...
    Wer die Vorträge nicht erträgt kann ja fern bleiben.
    Viele Grüße
  5. #14

    Zitat von enforca Beitrag anzeigen
    @blackpfo
    Lassen Sie doch einfach die veradmmten Referate weg. Keiner will sie halten, und keiner will sie hören! Die Profs sind schlichtweg zu faul ihre Seminare selber zu gestalten.
    Das wäre doch dann aber Frontalunterricht, und der ist bekanntlich des Teufels.
  6. #15

    ohne Worte

    Tja genau das versucht man auch schon in der Schulzeit nahezulegen...leider häufig ohne Erfolg...
  7. #16

    Vortrags-Typen

    Also, ich habe schon einige Vorträge gehört (Chemie-Studium). Von den hier vorgestellten Typen kenne ich so richtig eigentlich gar keinen. Vielleicht ein bisschen den Überflieger, aber natürlich nicht so extrem. Und häufig ist der auch nicht.

    Warum fehlt der wichtigste Typ? Der gezwungen erarbeitete, wenig verstandene und unfassbar monoton gehaltene Vortrag? Bei dem man weniger als Null lernt. Bei dem man einfach nur weg will. Das war bei mir der vorherrschende Typ.
  8. #17

    Amüsant

    Habe herrlich gelacht, danke!
    Alles schon gehabt, sehe mich selbst in jedem Referat-Typ teils selbst! Danke!
  9. #18

    Nicht so ganz!

    Zitat von santacatalina Beitrag anzeigen
    die uni ist genau dafür da, daß man (unter anderem) das lernt. ein referat in einem seminar ist eine übung für z. b. später eine präsentation, ein plädoyer, eine schulstunde. niemand kann erwarten, daß studenten an die uni kommen und das bereits können. es liegt an den lehrenden, grundsätzliches klarzumachen wie etwa frei sprechen. und einzugreifen, wenn es gar nicht mehr geht, ansonsten aber am ende manöverkritik anzubieten.
    Gerade weil ein Abitur zum Studium vonnöten ist frage ich mich worauf sie ihre Aussage stützen? Auf der gymnasialen Oberstufe wird bereits in der 7-8 Klasse freies Vortragen beigebracht und es gibt monatlich in mindestens einem Fach ein Referat. Gerade bei den mündlichen Abiturprüfungen wird die Fähigkeit frei und überzeugend zu sprechen nicht nur erhofft, sondern auch vorrausgesetzt. Wie soll nun ein Dozend vom Gegenteil ausgehen wenn man angeblich von der Schule perfekt für das Studium vorbereitet wird?
  10. #19

    ...

    Zitat von lindenbast Beitrag anzeigen
    Das wäre doch dann aber Frontalunterricht, und der ist bekanntlich des Teufels.
    Nicht unbedingt. Es gibt (je nach Studiengang) ja nicht nur Vorlesungen sondern auch Seminare.