Beratung ohne Provisionsdruck: Die freien Banker von Rheda-Wiedenbrück

Abzocke beim Bankberater? Nicht in einer einer kleinen Sparkasse in Ostwestfalen. Das Geldinstitut hat sich vom klassischen Bonusmodell verabschiedet - zur Freude der Kunden und zum Ärger der Konkurrenz.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...-a-864816.html
  1. #1

    "....Vorgaben gibt es natürlich trotzdem: Zwei bis vier Kundenkontakte sollte ein Sparkassenberater pro Tag haben und dabei immer zwei Finanzthemen ansprechen....."
    Also was denn nun?
  2. #2

    Kontakte und Finanzthemen

    Zitat von matthes schwalbe Beitrag anzeigen
    "....Vorgaben gibt es natürlich trotzdem: Zwei bis vier Kundenkontakte sollte ein Sparkassenberater pro Tag haben und dabei immer zwei Finanzthemen ansprechen....."
    Also was denn nun?
    Die Vorgabe lautet: pro Tag 2- 4 Kontakte und Finanzthemen ansprechen. Nicht: 2-4 Abschlüsse. Das ist ein gewaltiger Unterschied.
  3. #3

    Sehr schön

    Weil gut beratene Kunden weniger Produkte kaufen ...
    ... tun die Banken alles in ihrer Macht stehende, ihre Kunden weiterhin schlecht zu beraten.

    Schöner Dienstleistungsgedanke. Da braucht man sich über seinen Ruf auch in der Zukunft keine Gedanken zu machen.

    Just my 2 cents
    Mike
  4. #4

    optional

    Interessante Geschichte, danke für den Artikel darüber
  5. #5

    Zitat von matthes schwalbe Beitrag anzeigen
    "....Vorgaben gibt es natürlich trotzdem: Zwei bis vier Kundenkontakte sollte ein Sparkassenberater pro Tag haben und dabei immer zwei Finanzthemen ansprechen....."
    Also was denn nun?
    Ich verstehe das so, dass die Berater mind. 2-4 Kundenkontakte/Tga hat, bei denen am Ende nicht zwingend ein Vertrags-Abschluss stehen muss.

    Das ist ein ziemlicher Unterschied zu Vorgaben a la "2-4 Vertragsabschlüsse sollte ein Sparkassenberater pro Tag haben"...
  6. #6

    Unterschied?

    Zitat von Herr Hold Beitrag anzeigen
    Die Vorgabe lautet: pro Tag 2- 4 Kontakte und Finanzthemen ansprechen. Nicht: 2-4 Abschlüsse. Das ist ein gewaltiger Unterschied.

    Mit anderen Worten:

    Mitbewerber wie die besagte VB in Gütersloh verdonnern ihre Mitarbeiter zu 2-4 Abschlüssen pro Tag?

    Das meinen Sie doch wohl nicht im Ernst?
  7. #7

    Zitat von matthes schwalbe Beitrag anzeigen
    "....Vorgaben gibt es natürlich trotzdem: Zwei bis vier Kundenkontakte sollte ein Sparkassenberater pro Tag haben und dabei immer zwei Finanzthemen ansprechen....."
    Also was denn nun?
    Ansprechen, nicht abschließen.

    Das bedeutet, ein Berater muss die Kunden informieren und den Gesprächsverlauf dokumentieren. Wenn der Kunde nicht abschließt hat der Berater dann trotzdem seine Arbeit getan, und das ist der entscheidende Unterschied. Dadurch kann ein Berater seine ehrliche Meinung vertreten.

    Ich weis gar nicht, ob die Bank durch das System wirklich weniger verdient. Ich habe mich bisher gegen eine private Altersvorsorge entschieden, weil ich keine vernünftige Beratung bekommen habe. Reda Wiedenbrück ist nur wenige Kilometer entfernt, vielleicht fahre ich da ja mal hin ;)
  8. #8

    Skandalös!!!

    ... Banken verdienen also Geld, wenn sie mit ihren Kunden Geschäfte machen? UNGLAUBLICH! Und Bankangestellte bekommen Gehalt für ihre Arbeit? EiNE RIESENSAUEREI!!! Wo kämen wir denn da hin, wenn das überall so wäre? Stellen Sie sich vor, Ihre Hüft-OP wäre wirklich medizinisch notwendg gewesen - und nicht nur deshalb gemacht, weil der Oberarzt seinen nächsten Urlaub finanzeren wollte! Oder stellen Sie sich vor, die unerwartete 2000,00 Euro Reparatur an Ihrem Auto war wirklich erforderlich und wurde nicht nur deshalb gemacht. weil sie dem Autoschrauber alles glauben müssen!!! Deswegen: alle Banken an die Leine legen und schon wird alles gut! Armes Deutschland.....
  9. #9

    na das eine hat ja mit dem anderen nix zu tun

    Die Zahl der Kundenkontakte des Beraters dient der Aktivierung eben dieses. Nicht warten, bis ein Kunde kommt, sondern aktiv Kunden ansprechen, das wollen viele auch. Wichtig ist ja nur, dass nun eben nicht mehr der eigene Euroertrag auf dem Konto des Beraters im Vordergrund steht, sondern die Information des Kunden über ein für IHN attraktives Produkt. Das macht schon Sinn. Als ich 1976 in der Kundenberatung einer Großbank angefangen habe, haben wir selbst - ohne Auswirkung auf den eigenen Geldbeutel - den Kunden Anlagevorschläge gemacht. Mit Einführung der Computer in den Filialen kamen dann immer neue Finanzprodukte und die Bank ist dazu übergegangen, eine Auswahl herauszufiltern, die wir dann den Kunden angeboten haben. Über die Jahre wurde das dann immer bankbezogener - also der Fokus lag offenkundig bei der Auswahl z.G. auch der Bankerträge. Das widerum war dann auch für die Kunden interessant, weil die Bankgebühren dadurch quersubventioniert wurden und niedrig blieben. Heute bin ich froh, nicht mehr im Bankvertrieb arbeiten zu müssen, denn eigene Ideen in der Kundenberatung sind durch die bestehenden Schutzgesetze ausgeschlossen und die Banken geben nun die Produkte auch aus diesem Grund vor. Und das lassen sie sich nun auch bezahlen. Aber nicht immer und nicht bei jeder Bank hat der Berater einen direkten Ertrag, wenn er ein Produkt kauft - einfach fragen !