Brennende Busse, Schüsse auf Polizisten: Gewaltwelle erschüttert Süden Brasiliens

DPAFür die Fußball-WM 2014 und Olympia 2016 will Brasilien seine Problemgebiete befrieden - im Moment aber eskaliert die Gewalt. In São Paulo wurden in vier Wochen 160 Morde registriert, nun erreichen die Kämpfe auch andere Regionen im Süden des Landes, die bisher als relativ friedlich galten.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...-a-867571.html
  1. #1

    Titel.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für die Fußball-WM 2014 und Olympia 2016 will Brasilien seine Problemgebiete befrieden - im Moment aber eskaliert die Gewalt. In São Paulo wurden in vier Wochen 160 Morde registriert, nun erreichen die Kämpfe auch andere Regionen im Süden des Landes, die bisher als relativ friedlich galten.

    Brasilien: Gewaltwelle erschüttert Süden des Landes - SPIEGEL ONLINE
    Auch wenn soziale Missstände Kriminalität begünstigen ist es dennoch richtig organisierter Kriminalität mit Gewalt und absoluter Unnachgiebigkeit zu begegnen. Korruption in Behörden wird dies aber weiterhin erschweren.
    Der Ansatz ist dennoch richtig. Es gibt m.E. keine Legitimation Mitmenschen mit Drogen zu vergiften!
  2. #2

    Zitat von tigermommy Beitrag anzeigen
    Auch wenn soziale Missstände Kriminalität begünstigen ist es dennoch richtig organisierter Kriminalität mit Gewalt und absoluter Unnachgiebigkeit zu begegnen
    Das eine schließt das andere ja nicht aus. Um die Situation langfristig in den Griff zu bekommen und den kriminellen Organisationen den Nachscub zu nehmen, muss die soziale Situation verbessert werden. Gegen die akute Gewalt sollte hingegen hart durchgegriffen werden.
  3. #3

    Titel.

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen
    Das eine schließt das andere ja nicht aus. Um die Situation langfristig in den Griff zu bekommen und den kriminellen Organisationen den Nachscub zu nehmen, muss die soziale Situation verbessert werden. Gegen die akute Gewalt sollte hingegen hart durchgegriffen werden.
    Das tue ich auch nicht. Nur gegen die Gewalt und die davon gelähmte Bevölkerung hilft nur massive Gegengewalt. Prozesse gegen Drogenbosse und ihre Soldaten sind sinnlos und führen nur dazu, dass der Rechtsstaat noch weniger ernst genommen wird.
    In solchen Ländern befindet sich die Gesellschaft quasi in einem Bürgerkrieg. Alle begleitenden Maßnahmen die verhindern, dass sich noch mehr den Kartellen anschließen sind zu begrüßen. Nur darf nicht vergessen werden, dass viele nur aus Angst wegsehen oder sogar mitmachen.
    Da hilft am Ende nur Gewalt!
  4. #4

    Zitat von tigermommy Beitrag anzeigen
    Auch wenn soziale Missstände Kriminalität begünstigen ist es dennoch richtig organisierter Kriminalität mit Gewalt und absoluter Unnachgiebigkeit zu begegnen. Korruption in Behörden wird dies aber weiterhin erschweren.
    Warum wohl sind die Mehrzahl der Polizisten nach "Dienstschluß" ermordet worden ?

    Zitat von tigermommy Beitrag anzeigen
    Der Ansatz ist dennoch richtig. Es gibt m.E. keine Legitimation Mitmenschen mit Drogen zu vergiften!
    Nur kümmern sich in Brasilien mehrheitlich kirchliche und private Organisationen um Drogenabhängige. Der Staat hält sich charmant raus.

    Die Hauptdroge der Konsumenten ist dort eben Crack, für wenige Reals zu bekommen, in Farvelaküchen billigst zusammengebraut, in der Wirkung katastrophal.
    Das wirklich große Geld wird eben dadurch nicht verdient, das machen die Banden eben durch die Korruption, Waffen und Drogenhandel der Grenzüberschreitend ist.
    Geändert von ( um Uhr)
    Mit schönen Grüssen aus Hamburg/Barmbek
    falls diese Nachricht ins Forum gelangt
  5. #5

    Drogenprobleme und die zugehörige Kriminalität lassen sich über Nacht auf 0 reduzieren, wenn man nur endlich das idiotische Verbot aufhebt.
    100% legalisieren und den Leuten sagen: Wer so doof ist und das Zeugs nimmt, dem kann man halt nicht helfen.

    Trotz Verbot bekommt, auch unter Androhung der Todesstrafe, jeder überall alle Stoffe die er will. Nur überteuert und in fragwürdiger Qualität.
    Wäre alles legal, steigt der Konsum nicht. So haben z.B. die Niederlande den niedrigsten Marihuana-pro-Kopf-Verbrauch Europas. Würden (ganz übertrieben) Heroin-Probepäckchen in meinem Briefkasten landen, ich würde sie in den Mülleimer weiterbefördern, und ich denke mehr als 99% der Bevölkerung ebenfalls.

    Ich finde es unfair (wie jeder andere) unter der Beschaffungskriminalität leiden zu müssen. Wobei sich das in West Europa in Grenzen hält. Menschen in Brasilien, Kolumbien und Mexico leiden massiv, da wäre eine Legalisierung noch viel sinnvoller.

    Aber: Wer würde eine Legalisierung am ehesten verhindern wollen? Richtig: Die (illegalen) Drogenkartelle selber - würde doch über Nacht ihr Geschäftsmodell wegfallen.

    Es ist und bleibt ein Trauerspiel.
  6. #6

    Zitat von tigermommy Beitrag anzeigen
    Korruption in Behörden wird dies aber weiterhin erschweren.
    Das ist mE das Hauptproblem. Da kann der Staat noch soviel seine "Gewalt" demonstrieren. Die Legitimation dazu wird schlichtweg ignoriert bzw. nicht wahrgenommen, sowohl von Tätern als auch von Opfern.
    Da steht Brasilien aber nicht alleine da - auch in sog. zivilisierten Gesellschaften hat es das gegeben. Eine ähnliche Situation gab es z.B. in den USA zur Zeit der Prohibition in den 1920ern.
  7. #7

    Das gilt auch für Deutschland

    Zitat von 2004/38/ec Beitrag anzeigen
    Drogenprobleme und die zugehörige Kriminalität lassen sich über Nacht auf 0 reduzieren, wenn man nur endlich das idiotische Verbot aufhebt.
    100% legalisieren und den Leuten sagen: Wer so doof ist und das Zeugs nimmt, dem kann man halt nicht helfen.
    Aber: Wer würde eine Legalisierung am ehesten verhindern wollen? Richtig: Die (illegalen) Drogenkartelle selber - würde doch über Nacht ihr Geschäftsmodell wegfallen.

    .
    Das war aber auch schon bei der Prohibition in den USA so.
    Durch die Undercover-Kooperation mit den Hochkriminellen ist auch das Vermögen der Kennedys entstanden.
    Auch in Deutschland würde eine vollkommene Legalisierung weiterhelfen. Bei staatlichen Abgabestellen gibt es haushaltübliche Menge von allem. Und dann dafür sorgen, dass die Schlange der Jammergestalten bis weit auf die Strasse reicht.
    Rauschgift in hoher Qualität gegen Stempel in den Drogenpass. Mehr Geld können wir nicht sparen.
  8. #8

    optional

    soziale Mißstände, fehlende Bildung, Korruption, mangelhaftes Rechtssystem, Drogen, Neid / Eifersucht, Machteifer...es gibt viele Gründe für die Gewalt in Brasilien. Die jüngsten Ereignisse sind nicht alleine durch Drogen zu erklären. In diesem Zusammenhang empfehle ich den Film "Quebrando Tabu" (das Tabu brechen) in dem der ehmalige Präsident Fernando Henrique einiges zu der Drogenpolitik zu sagen hat.
    Die generelle Hemmschwelle für Gewalt und Verbrechen jeglicher Art ist sehr gering (Ethik? Kaum verbreitet in Brasilien), ein Menschenleben nicht viel wert (Kosten für Auftragsmord: weniger als 400 EUR). Ich behaupte mal dass wenn man ein Teil des Geldes was für persönliche Sicherheit ausgegeben wird, was durch die größtenteils unverschämt hohen Steuern, Strafen (multas) und Zinsen eingenommen wird und durch Korruption verloren geht in mehr Bildung (Ethikunterricht) und soziale Projekte investieren würde, wäre der brasilianische Alltag ein ganz anderer. Private Suppenküchen werden kriminalisiert weil man den Nachbarn dieser Initiativen ja nicht zumuten kann, dass dort Obdachlose vor ihrer Haustüre umsonst Essen bekommen und alles verdrecken... Dem Einfluß der Kirchen, insbesondere der evangelischen Kirchen bzw. Sekten stehe ich auch skeptisch gegenüber. Denn sie sind bei weitem nicht so wohltätig und sozial wie sie vorgeben und fördern eine Subkultur die dazu ausgelegt ist, die eigene Macht zu festigen. Zu oft habe ich Obdachlose vor den Kirchen gesehen, denen nicht geholfen wurde. Die Regierung unterdessen schröpft das Volk weiter, fördert damit grundlegend die steigende Kriminalität und begegnet diese mit mehr Gewalt, ein Teufelskreis. Ein "dummes" und abhängiges Volk kann man nunmal einfacher regieren. Jüngst wurde von Dilma verkündigt, dass nun über 50% der Brasilianer zu der Mittelschicht gehören...ich lach drüber, denn man hat einfach mal die Definition der Mittelschicht geändert, für die Menschen hat sich nicht viel geändert.
  9. #9

    der gesundheitsminister warnt:

    das drogen"problem" enstand erst mit der sogenannten zivilisation und als festgestellt wurde wieviel geld damit zu machen ist ........seit jahrtausenden nehmen völker substanzen zu sich um sich zu berauschen,dies ist ein teil von uns menschen..indianer verzehren wurzeln oder lecken giftige frösche ab,mayas und azteken berauschten sich an kakteen,indios in SA an coca-blättern--die römer und griechen soffen wein als wäre es wasser,im mittelalter wurde bier gebraut(IN KLOSTERN ECT) ....uvm ---immer schon wurde sich berauscht,denke selbst die neandertaler hatten da was....
    das problem mit der gewalt begann mit dem geschäft das daraus entstand,und natürlich dem verbot.
    und so einige müssen mal runterkommen von dem glauben irgendwelche kartelle sind an allem schuld,da verdienen ganze regierungen mit und das nicht zu wenig...mit drogengeldern werden geheime kriege und illegale einsätze finanziert und ganze banken am leben gehalten...vorallem die usa steckt da bis zum hals mit drin.
    es ist unmöglich wöchentlich tonnen von kokain oder marijhuana in die usa oder sonstwohin zu schmuggeln,zu vertreiben,das geld zu waschen ect OHNE das wissen der behörden....das ist in meinen augen auch keine korruption,nein schlimmer das ist ein hand-in-hand spiel um milliarden wenn nicht billionen weltweit .....dabei gibt es natürlich auch verlierer,und das sind die menschen die gerade in brasilien,kolumbien oder auch in den usa auf den strassen die drecksarbeit machen und meistens im kugelhagel sterben.....es gibt darauf nur einen ausweg: die totale liberalisierung--aber das wird nie nie nie geschehen ...eine kuh die ewig milch gibt schlachtet man nicht...