Deutsche an der Costa Blanca: Unter Quadratschädeln

Anna-Lena RothDie Heimat ist kalt, grau, bürokratisch. Viele Deutsche zieht es darum nach Dénia, an Spaniens Costa Blanca, vor allem Rentner. Doch die bleiben meist unter sich. Wie aber schafft man es, das Land, in dem man lebt, zu ignorieren?

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...-a-863468.html
  1. #1

    wenig Respekt

    Ich finde es ziemlich unmöglich, wenn Deutsche im Ausland es nicht für nötig erachten, die Landessprache zu erlernen. Das empfinde ich auch, bei in Deutschland lebenden Ausländern. Das Erlernen der Landessprache hat auch mit Respekt zu tun. Und wenn man als Pensionär sonst nichts in seinem Leben mehr zu tun hat, kann man sich wirklich hinsetzen und Spanisch büffeln - auch wenn alle um einen herum Deutsch reden.
  2. #2

    Danke für diesen Artikel

    "Wer durch die Straßen geht, sieht Hinweisschilder auf Deutsch, die Geschäfte werben mit "Wir sprechen Deutsch"-Schildern (und meinen es), das "Restaurant Albstübchen" feiert "Neueröffnung", das "Bistro Maxx" bietet Schnitzel, Eintöpfe und Currywurst an. Bei Aldi und Lidl hört man deutsche Stimmen, in vielen Straßencafés können Deutsche in ihrer Muttersprache bestellen."

    Danke für diesen Artikel. Jetzt kenne ich wieder einen Ort mehr, in den ich niemals ziehen werde :-)
  3. #3

    Wo ist das Problem

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Heimat ist kalt, grau, bürokratisch. Viele Deutsche zieht es darum nach Dénia, an Spaniens Costa Blanca, vor allem Rentner. Doch die bleiben meist unter sich. Wie aber schafft man es, das Land, in dem man lebt, zu ignorieren?

    [url]http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/denia-als-deutscher-i
    Chinesen machen es seit Jahrhunderten vor und sind mittlerweile die Touriattraktion in jeder Großstadt. Auch viele Türken in Deutschland leben so oder fragen sie mal die Latinos in USA, die habens sogar geschafft, dass ihre Sprache als offizielle Zweitsprache anerkannt ist, davon sind wir in Malle, Teneriffa oder Südspanien noch meilenweit entfernt.
  4. #4

    Rentner im Ausland!!

    Treffen sich zwei Deutsche, gruenden sie einen Verein!!
    Typisch deutsch und benehmen sich wir zu hause. Die Einheimischen sind alle ungebildet, haben Schweissfuesse. Mit denen will der Deutsche im Ausland nichts zu tun haben.
    Seit fast 13 Jahren lebe ich in Asien. Erst kuerzlich habe ich einen Deutschen getroffen, der in der Nachbarschaft ein Haus gemietet hat.
    Anfangs waren die Alteingesessenen nicht ganz klar, was sie von mir halten sollten, denn vorher hatten die Amis alles "versaut!"
    Mir wurde sogar die Staatsbuergerschaft angetragen!!
    Den Spitznamen habe ich auch hier bekommen.

    Spanien? Bald 50% Arbeitslose!!Ob die da in DENIA es nicht bald zu spueren bekommen??
  5. #5

    Alte raus!

    Eigentlich eine schöne Lösung. Wärme, Sonne, aktives Altern. In Deutschland wird erschwinglicher Wohnraum frei, etc. In Europa geht es ja noch, wer aber weiter weg will, bekommt den Krankenkassenzuschuss zur Rente nicht mehr. Warum das Sozialgesetzbuch das so vorsieht möchte ich gern mal wissen.
  6. #6

    die Frage ist doch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Heimat ist kalt, grau, bürokratisch. Viele Deutsche zieht es darum nach Dénia, an Spaniens Costa Blanca, vor allem Rentner. Doch die bleiben meist unter sich. Wie aber schafft man es, das Land, in dem man lebt, zu ignorieren?

    [url]http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/denia-als-deutscher-i
    wie schaffen es die Türken in Deutschland das Land, in dem sie leben, zu ignorieren?
    Wäre es nicht besser einmal in Deutschland diesbezüglich zu recherchieren anstatt sich über die Rentner in Spanien aufzuregen?
  7. #7

    Noch nie in Kreuzberg gewesen?

    Liebe Frau Anna-Lena Roth, zu Ihrer Frage im Aufmacher: "Wie aber schafft man es, das Land, in dem man lebt, zu ignorieren?" fällt mir nichts mehr ein! Sie waren offensichtlich noch nie in Kreuzberg (oder vergleichbaren Plätzen). Der feine Unterschied zu den Deutschen in Spanien: In Berlin haben sich Parallelgesellschaften etabliert, in denen deutsche Gesetze nicht mehr gelten. Ein Polizeisprecher hat es für Berlin pointiert ausgedrückt: Ohne SEK-Unterstützung würden noch nicht einmal Parkvergehen geahndet! Kehren Sie doch bitte vor der eigenen Tür!
  8. #8

    optional

    Konnte mir kaum vorstellen, daß dort wirklich weiße Brötchen vermißt werden, sowas läßt sich doch heutzutage kein deutscher Bäcker nehmen. Also: Kurz gegoogelt:13 Bäckereien, 7 Konditoreien. Von den Bäckereien alleine 2 ausdrücklich deutsch: Deutsche Bäckerei-Konditorei Pasler und Deutsches Backhaus.
    So stellt sich mir dann nur die frage: Inwieweit stimmt der Wahrheitsgehalt der anderen Aussagen Kuhls bzw. wie gut wurde hier vom Autor recherchiert?
  9. #9

    "Doch die bleiben meist unter sich. Wie aber schafft man es, das Land, in dem man lebt, zu ignorieren?" Eine Frage, die mich auch immer wieder bewegt. Aber ich denke von einem 70 jährigen kann man nicht unbedingt erwarten, dass er von sich aus auf fremde Menschen zugeht uns sie zum Kaffee einlädt. Aber warum beginnen Sie mit ihrer Suche nach der Antwort auf dieses Mysterium? Sie brauchen doch nur zum Hauptbahnhof fahren oder in eines der vielen heruntergekommenen Viertel Hamburgs, und die Menschen dort fragen, wie sie es schaffen, 30 Jahre in D. zu leben, und immer noch kein Deutsch zu können. Ach- deswegen fahren Sie nach Spanien...?! Oder geht es hier gar nicht um die Frage, wie Menschen so dreist sein können, sich in ihrem Gastland nicht integrieren zu wollen- oder geht es nicht vielmehr um die Frage, warum DEUTSCHE sich nicht integrieren wollen? Oder um die Frage, warum pflegebedürftige Rentner nicht den Elan aufbringen, auf andere Menschen zuzugehen? Mit anderen Worten, ist diese Frage jetzt nur rassistisch- oder schon faschistisch? Geht ja nur um Deutsche..