Absolventen: Manager von morgen enttäuschen Personalchefs

CorbisEs ist kein gutes Zeugnis für die nächste Managergeneration: Personalchefs bemängeln schlechteres Fachwissen und geringere Führungsbereitschaft der Uni-Absolventen. Das zeigt eine Umfrage unter Entscheidern.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-867253.html
  1. #1

    Turbo

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist kein gutes Zeugnis für die nächste Managergeneration: Personalchefs bemängeln schlechteres Fachwissen und geringere Führungsbereitschaft der Uni-Absolventen. Das zeigt eine Umfrage unter Entscheidern.

    Generation Y: Personaler enttäuscht von jungen Absolventen - SPIEGEL ONLINE
    Wenn man den Bildungsturbo einschaltet (Früheinschulung, G8-Abi, Bologna) sollte man sich nun wirklich nicht wundern, dass keinerlei Softskills mehr vorhanden sind. Wer so durch die Abschlüsse geschoben wird um möglichst schnell für die Wirtschaft verfügbar zu sein, hat keine Zeit mehr für andere Sachen und kann nicht alles mitbringen. Das ist ein hausgemachtes Problem, es wurde auf die Wirtschaft gehört (schneller Absolventen in die Abschlüße zu spülen), jetzt muss die Wirtschaft damit leben. Auf der anderen Seite zeigt sich, dass die Politik besser nicht auf die Wirtschaft gehört hätte... Gab Leute, die vor genau sowas gewarnt haben, wurden als Bedenkenträger beiseite geschoben...

    Wirtschaft dient dem Menschen, nicht umgekehrt (sinngemäß nach Ludwig Erhard)
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist kein gutes Zeugnis für die nächste Managergeneration: Personalchefs bemängeln schlechteres Fachwissen und geringere Führungsbereitschaft der Uni-Absolventen. Das zeigt eine Umfrage unter Entscheidern.

    Generation Y: Personaler enttäuscht von jungen Absolventen - SPIEGEL ONLINE
    Ich arbeite seit über 23 Jahren für ein Deutsches Unternehmen im Ausland und kann Ihnen voll bestätigen, das alle 5 Personalchef in meiner Zeit (in Deutschland), ihrer von mir zu erwartetenden Qulifikation nicht im geringsten gerecht wurden.

    Ein vernünftige und qualifizierte Ausbildung von Personalführungskräften seh ich als vorrangiges Problem an, um qualifizierte Mitarbeiter auf dem Markt zu finden.
  3. #3

    Positive Entwicklung

    Es ist doch wunderbar, wenn sich zukünftig weniger Egomanen in den Chefetagen Revierkämpfe liefern, wenn der Chef oder die Chefin z.B. auch die familiären Belange der Angestellten im Blick hat, was z.B. zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowohl für Frauen und zukünftig vielleicht auch vermehrt für Männer führt.

    Wegen der zunehmenden Komplexität der Arbeitsaufgaben ist ein stärker auf Teamfähigkeit ausgerichteter Arbeitsstil eigentlich sogar erforderlich. Dass die "Alten" nicht mehr begreifen, lässt sich verschmerzen, so sie ihre Position nicht dazu missbrauchen, nur Gleichdenkende oder familiär Verbandelte die Karriereleiter aufsteigen zu lassen.

    Wer darüber hinaus noch wirtschaftsorientierteres Denken verlangt, verspielt auch die Zukunftsfähigkeit. Denn Innovation, noch eine der Stärken der hiesigen Wirtschaft, orientiert sich nicht an Wirtschaftlichkeit. Erst deren Umsetzung in tatsächliche Produkte muss sich logischerweise dem Diktat der Wirtschaftlichkeit unterwerfen.

    Solche Artikel machen doch, ganz im Gegensatz zur hier dargestellten Meinung der interviewten Personalchefs, eher Mut und Hoffnung, dass sich die Wirtschaft vielleicht doch wandeln und damit erfolgreich den Zukunftsaufgaben stellen kann.
  4. #4

    Verheizt werden

    Mangelnde Führungsbereitschaf? Vielleicht hat diese Absolventengeneration ja mitansehen müssen, wie ihre Väter verheizt wurden. Meiner wurde 60 Jahre alt. Er starb nach 40 Arbeitsjahren und einem Monat Frührente. Er hatte über 100 Mitarbeiter zu führen. Leute die geführt werden müssen, würde ich in unserer R&D Organisation garnicht erst einstellen.
  5. #5

    bullshit artikel

    wie wärs wenn die personaler sich besser bilden bzw. informieren
  6. #6

    Generationenvergleich

    Ich finde es nicht ok hier ganze Generationen miteinander vergleichen zu wollen. Schaut man sich z.B ein Informatik oder anderes MINT Studium an, so braucht man ja alleine schon einen Master um die Basics verstanden zu haben. Die Komplexität und der Umfang des Stoffes nimmt stetig zu und lässt sich daher kaum noch mit den Jahrgangen '65 bis '80 vergleichen.

    Zudem immer diese Generation Y, zu der ich anscheinend auch gehöre. Ja so ist das nunmal, Wandel der Gesellschaft. Müssen sich die Unternehmen halt drauf einstellen. Wer schon erkennt das die meisten jungen Leute "Leben" wollen und privates über berufliches stellen, dann wird man im nächsten Schritt darauf eingehen müssen. Aber die Unternehmen versuchen lieber das Problem im Keim zu ersticken und schieben alles auf die Generation MayBe und ihre unflexiblen Absolventen.

    Der Wandel ist aber definitiv da, ich kenne sehr viele Leute die nicht so Leben wollen wie ihre Chefs es tun. Mit 35, 2 Kindern, Frau, 60k p.a, Haus am abbezahlen und Toyota Prius vor der Tür sehen sich viele einfach nicht.

    achja...Personalchefs bemängeln. Wenn ich sowas schon wieder lese, ballt sich meine Faust in der Tasche :) selbst meist "nur" BWL studiert, dumme Fragen stellen und das Fachwissen der Bewerber anzweifeln, mehr ist nicht dahinter. Tut mir leid das ich so ausfallend bin, aber ich habe als Berufseinsteiger mit 29 so einiges unverschämtes in Vorstellungsgesprächen erlebt...naja. Würden Personaler die heutigen Bewerber loben, wäre ja alles gut, bräuchten wir auch kaum noch Personaler. Die schneiden sich doch nicht ins eigene Fleisch...
  7. #7

    Absolut zutreffend

    Ich kann diese Einschätzung nur teilen. Die meisten fertigen Bachelors heutzutage besitzen gerade mal den gleichen theoretischen Kenntnisstand eines fertig ausgebildeten Kaufmanss, jedoch kaum Praxiserfahrung. An die fundierten Kenntnisse eines Diplom-Kfm kommen sie nicht mal annähernd ran. Trotzdem wird Ihnen vorgegaukelt, sie hätten fertig studiert und wären richtige Absolventen. Dabei sind auch die meisten Bachelorarbeiten nur bessere Hausarbeiten, inbesondere an den Fachhochschulen. Kein Wunder dass dementsprechend die Personaler nachher enttäuscht sind.
  8. #8

    Zitat von dachs30 Beitrag anzeigen
    achja...Personalchefs bemängeln. Wenn ich sowas schon wieder lese, ballt sich meine Faust in der Tasche :) selbst meist "nur" BWL studiert, dumme Fragen stellen und das Fachwissen der Bewerber anzweifeln, mehr ist nicht dahinter. Tut mir leid das ich so ausfallend bin, aber ich habe als Berufseinsteiger mit 29 so einiges unverschämtes in Vorstellungsgesprächen erlebt...
    Ich habe das gleiche erleben müssen. Die "Fähigkeit zu kritischem und selbstständigem Denken" ist eher ein Grund, warum man eine Stelle nicht bekommt.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist kein gutes Zeugnis für die nächste Managergeneration: Personalchefs bemängeln schlechteres Fachwissen und geringere Führungsbereitschaft der Uni-Absolventen.
    Nachdem die Personalchefs jahrelang Fachwissen zu Fachidioten deklariert haben und in den Assessment-Centers nur sehen wollen wer sich am besten anbiedern kann, haben sich die Absolventen nun erfolgreich angepasst.

    Nun ist es den Personalchefs auch nicht recht.

    Kann es sein, dass das Problem bei den Personalchefs liegt?