Wir machen uns mal frei: Der Horror-Hummus

DDPKolumnist Jens Lubbadeh liebt Hummus, diesen leckeren Matsch aus Kichererbsen und Sesampaste. Eines Tages allerdings vergiftet er ungewollt seine Freundin - und merkt, dass mit den lustigen Hülsenfrüchten nicht immer zu spaßen ist.

http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...-a-866919.html
  1. #1

    Bei aller Begeisterung für Molekularbiologie...

    ...muss ich sagen, dass es helfen würde, wenn Biologen in ihrer Ausbildung noch ein bisschen mehr handfeste Biologie mitnehmen würden. Dann hätten Herr Lubbadeh gewusst, dass viele Leguminosen roh Gifte (Lektine) enthalten... Wenn's darum geht, ob man sich selbst vergiftet, macht ein bisschen botanisches Wissen durchaus Sinn. Die Möglichkeiten der Molekularbiologie sind fantastisch - aber vor lauter Goldrausch muss man ja nicht die Grundlagen vergessen.
  2. #2

    Bei aller Begeisterung für Molekularbiologie...

    ...muss ich sagen, dass es helfen würde, wenn Biologen in ihrer Ausbildung noch ein bisschen mehr handfeste Biologie mitnehmen würden. Dann hätten Herr Lubbadeh gewusst, dass viele Leguminosen roh Gifte (Lektine) enthalten... Wenn's darum geht, ob man sich selbst vergiftet, macht ein bisschen botanisches Wissen durchaus Sinn. Die Möglichkeiten der Molekularbiologie sind fantastisch - aber vor lauter Goldrausch muss man ja nicht die Grundlagen vergessen.
  3. #3

    Liebe allein reicht eben nicht — Wissen braucht man auch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kolumnist <i>Jens Lubbadeh</i> liebt Hummus, diesen leckeren Matsch aus Kichererbsen und Sesampaste.
    Ich finde diesen Artikel ziemlich peinlich. Wer qualitätsversessen ist, sollte auch eine Ahnung von Warenkunde haben.
    Also, zum Mitschreiben: Evolutionär sind Pflanzen nicht wirklich darauf optimiert, gut zu munden; die Überlebensstrategie der Pflanzen ist es nämlich, NICHT gefressen zu werden (manche Früchte sind eine Ausnahme, weil es hier im Interesse der Pflanze liegt, Verbreiter mit ein paar Kalorien zu bestechen).

    Deshalb wehren sich Pflanzen gegen das Gefressenwerden. Zähne haben sie nicht, weglaufen können sie auch nicht, aber sie können sich mit Unverdaulichkeit, Dornen und Giften gegen die Herbivoren behaupten.
    Nein, die Natur ist nicht lieb, und das meiste was grün ist sollte man lieber nicht ungeprüft verspeisen.
    Gifte sind das Lieblingsmittel der Pflanzen. Lektine In Hülsenfrüchten, Blausäure in Mandeln und Maniok, Alkaloide in Kartoffeln, Nervengifte in Muskat ... Die Liste ist lang und nicht wirklich appetitanregend. Die meisten Kulturpflanzen sind durch Zucht einigermaßen entgiftet, aber aber alles was man ißt sollte man zuvor behirnt haben.

    Richtig weh tut aber dieser Satz: „Aber wer kommt schon auf die Idee, dass Trockengemüse eine Gebrauchsanweisung braucht?“ Das erinnert mich an das Klischee-Bild vom Amerikaner, der nichts weiß und alles fordert.
  4. #4

    Bei aller Begeisterung für klassische Biologie

    ...muss ich sagen, dass "handfeste Biologie" für die meisten Biologen, mich eingeschlossen, völlig überflüssig ist. Klar, hätte der Herr Lubbadeh gelernt, dass Leguminosen oft Gifte enthalte wäre das nicht passiert, aber das ist ja nicht der Sinn eines Studiums. Sinn eines Studiums ist es sich auf den späteren Beruf vorzubereiten und da ist die klassische Biologie nun einmal meistens nicht besonders hilfreich.
    Interessant wäre bei obigen Text noch das Rezept für perfektes Hummus anzugeben. Oder eben für die giftige Variante, wenn man unbeliebte Familienmitglieder loswerden möchte :)
  5. #5

    Zitat von pseudotyp Beitrag anzeigen
    ...muss ich sagen, dass "handfeste Biologie" für die meisten Biologen, mich eingeschlossen, völlig überflüssig ist. Klar, hätte der Herr Lubbadeh gelernt, dass Leguminosen oft Gifte enthalte wäre das nicht passiert, aber das ist ja nicht der Sinn eines Studiums. Sinn eines Studiums ist es sich auf den späteren Beruf vorzubereiten und da ist die klassische Biologie nun einmal meistens nicht besonders hilfreich.
    Interessant wäre bei obigen Text noch das Rezept für perfektes Hummus anzugeben. Oder eben für die giftige Variante, wenn man unbeliebte Familienmitglieder loswerden möchte :)
    Was mich am meisten wundert: der Autor lebt vermutlich im selben Universum wie ich und dieses beinhaltet das Internet. Wer nicht in der Lage ist, durch flinke Recherche ein simples Hummus-Rezept zu ermitteln, bei Wikipedia nachzusehen oder nur auf die Packung zu schauen, dem kann man gar nicht genügend Magenschmerzen wünschen. Darwins survival of the fittest scheint auch hier noch am Werke zu sein, von den Pilzesammlern überlebten schließlich auch nur die besten.

    Kichererbse
  6. #6

    Es lag sicher nicht an der Kichererbsen!

    Ich habe ein Leben lang Kichererbsen roh, frisch grün, geröstet, gekocht, gemahlen, etc. gegessen. Nie was bekommen. Das mit "über Nacht einweichen lassen" hilft nur dabei die Kochzeit zu verkürzen. Um Bauch-Blähungen zu vermeiden es ist sogar ratsam das Kochwasser der Kichererbsen als Sauce zu benutzen.
    Guten Appetit!
  7. #7

    zz

    Die Unbedarftheit des Autors bezüglich seines Lieblingsessens ist schon verwunderlich. Also in Ba-Wü lernt man schon in der Grundschule, dass quasi alle Hülsenfrüchte ziemlich giftig sind und man sie erst mal kochen sollte.
  8. #8

    Zitat von Gluehweintrinker Beitrag anzeigen
    Was mich am meisten wundert: der Autor lebt vermutlich im selben Universum wie ich und dieses beinhaltet das Internet. Wer nicht in der Lage ist, durch flinke Recherche ein simples Hummus-Rezept zu ermitteln, bei Wikipedia nachzusehen oder nur auf die Packung zu schauen, dem kann man gar nicht genügend Magenschmerzen wünschen. Darwins survival of the fittest scheint auch hier noch am Werke zu sein, von den Pilzesammlern überlebten schließlich auch nur die besten.

    Kichererbse
    Ja, es ist so einfach.
    Aber was soll ich dazu sagen, Spiegelkolumnisten und Recherche - zwei Welten treffen aufeinander. Soweit so schlimm, aber seine eigene Unfähigkeit dann auch noch für einen Artikel zu melken, das hat schon ein Geschmäckle. Und nicht etwa in Richtung Knobi und/oder Zitrone.
    m(
  9. #9

    Hummus-Rezept

    Ich finde, dem Autor sei verziehen, dass er kein Rezept angegeben hat, zumal in WWW-Zeiten. Denn wie schnell hat man da ein Urheberrecht verletzt, ohne es zu wissen oder zu wollen.