Plagiatsaffäre Silvana Koch-Mehrin: Gericht vertagt Entscheidung

dapdHängepartie im Plagiatsfall Silvana Koch-Mehrin: Das Verwaltungsgericht Karlsruhe vertagt die Entscheidung, ob die FDP-Politikerin ihren Doktortitel zu Recht abgeben musste. Die Universität Heidelberg konnte in der Verhandlung nicht alle Fragen des Anwalts beantworten, bleibt aber selbstbewusst.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-867174.html
  1. #1

    Die FDP-Dame...

    ...hat nicht nur betrogen und gelogen, sie ist auch noch extrem dreist. Letztlich sind viele Politiker unbestreitbar mit Hilfe ihres Dr.-Titels in höchste politische Positionen gekommen: Schawan, Guttenberg, Koch-Mehrin und einige Dissertationstrixer mehr. Eindeutig überführt, aber anbgebrüht genug, kassiert Koch-Mehrin weiter. Und der Steuerzahler trägt wieder einmal die Rechnung für diese Mogelpackung.
  2. #2

    Frau Koch-Mehrin....

    ...zeichnet sich wirklich schon seit Jahren mit einer nicht mehr zu messenden Arroganz und Boniertheit aus. Abgesehen von dem Skandal um Ihren Doktortitel...der genug Grund gäbe den politischen Rückzug anzutreten, hat Frau Koch-Mehrin bislang keine messbare politische Arbeit vollbracht...sogar in der eigenen Partei wird sie stark kritisiert...doch ohne Erfolg...sie sitzt ihre Wahlperiode aus....ob sie danach einen Lobbyjob in der freien Wirtschaft finden wird ist sicher noch wackelig...denn ohne Doktor-Titel ist sie dort wahrscheinlich auch nicht gern gesehen.
  3. #3

    ...

    Wie gerne erinnere ich mich an die Plakate mit dieser selbsternannten "Leistungsträgerin": "Leistung muss sich wieder lohnen!" Was für eine Farce - zudem, der bestbezahlte Job als Beraterin und Co. ist ihr dennoch sicher, schließlich zählen in der "Elite" vor allem Netzwerke, und über die dürfte Fr. Koch-Mehrin verfügen.
  4. #4

    winkeladvokat

    Koch-Mehrins anwalt sollte sich was schämen: soweit ich orientiert bin, vertritt bzw. vertzeidigt ein anwalt nicht nur seinen mandanten, sondern dient auch noch der rechtspflege.
    Was soll der stuss, zu bezweifeln, dass der prüfungsausschuss ordentlich besetzt wurde? ändert das irgend was am befund? Da wird versucht, über verfahrensfragen zeit zu schindenfür eine inhaltlich längst verlorene sache, - und das auf kosten der arbeitszeit des gerichts.
  5. #5

    Eine bescheidene Frage

    Welcher der Kommentatoren, der sich jetzt über die unglaubliche Dreistigkeit erregt, mit der Frau Koch-Mehrin derzeit juristisch gegen die Aberkennung ihres Doktortitels kämpft, hätte ihr seine Wählerstimme gegeben, bevor die Kritik an ihrer Dissertation öffentlich wurde? Ich finde es mittlerweile ermüdend, wie von exponierten Vertretern des jeweils von einem selbst nicht favorisierten politischen Lagers empört die allerhärtesten Konsequenzen für im Grunde recht unwichtige Fehltritte verlangt werden. Ich bin kein FDP-Wähler, aber Frau Koch-Mehrin hat sicherlich eine politische Agenda, die sie als Politikerin umsetzen wollte, und das kann sie jetzt nicht mehr wegen einer Doktorarbeit zu einem völlig unwichtigen Thema. Ehrlich gesagt: Wenn sie einfach kampflos ihren Schwanz einziehen und sich unter einen großen Stein verkriechen würde - wäre das da Beharrungs- und Durchsetzungsvermögen, das wir von einem Politiker erwarten?

    Als Reformvorschlag hätte ich zweierlei: Erstens sollte man sich überlegen, ob ein Doktortitel tatsächlich Namensbestandteil sein muss. Schließlich sind die Erkenntnisse für die Wissenschaft, die bei einer durchschnittlichen Promotion im Schnitt so rumkommen, doch meist recht übersichtlich. Und zweitens könnte man Politiker dazu verpflichten, beim Führen ihres Doktortitels dazuzuschreiben, wann und wo sie promoviert haben - und zu welchem Thema. Oder glaubt jemand ernsthaft, es sei für einen Politiker entscheidend, ein profunder Kenner der lateinischen Münzunion von 1860 bis 1927 zu sein?
  6. #6

    Wenn das Gericht die Angelegenheit heute hätte durchentscheiden wollen, die Sache aber nur deshalb vertagt hat weil der Prozeßbevollmächtigte der Frau Koch-Mehrin formelle Dinge, wie z.B. die Zusammensetzung des Promotionsausschusses gerügt hat, dann steht zwingend fest, dass das Verwaltungsgericht von einer Plagiatsarbeit ausgeht. Andernfalls wäre es nämlich auf die korrekte Zuammensetzung des Promotionsausschusses überhaupt nicht mehr angekommen, so dass auch eine Vertagung nicht erforderlich gewesen wäre.
  7. #7

    Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Welcher der Kommentatoren, der sich jetzt über die unglaubliche Dreistigkeit erregt, mit der Frau Koch-Mehrin derzeit juristisch gegen die Aberkennung ihres Doktortitels kämpft, hätte ihr seine Wählerstimme gegeben, bevor die Kritik an ihrer Dissertation öffentlich wurde? Ich finde es mittlerweile ermüdend, wie von exponierten Vertretern des jeweils von einem selbst nicht favorisierten politischen Lagers empört ......
    Sie haben recht, zumal exquisite Dreistigkeit und gekonntes Plagiieren bei Berufspolitikern zum Berufsbild gehört, also geradezu conditio sine qua non für die erfolgreiche Volksvertretung sind.
  8. #8

    Vorschlag

    Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    ...
    Als Reformvorschlag hätte ich zweierlei: Erstens sollte man sich überlegen, ob ein Doktortitel tatsächlich Namensbestandteil sein muss.
    Umgekehrt wäre es noch besser: Der Wortlaut der Promotion müsste Namensbestandteil sein. :-)
    Hans Bergmans Fotos | Facebook
  9. #9

    Da lob ich mir....

    den Ehrendoktortitel.....den bekommt man geschenkt (äh sorry,...verliehen!). Den darf man ja auch in Namen führen. Wie ist es eigentlich bei diesem verliehenen Titel? Kann man da überhaupt in Gefahr gelangen, ein "Plagiator" zu werden?! Und wer darf so einen Titel eigentlich verleihen auf welcher fundamentalen Basis? ist der eigentlich weltweit gültig? Also wenn nicht, dann lasst doch einfach die viele Arbeit (oder weniger Arbeit in case of Abschreiben bei Anderen) sein und wartet auf die Verleihung...oder kauft einen... Dann brauch man auch die überlasteten Gerichte nicht mehr bemühen. Die können sich dann wichtigeren Dingen widmen...z. B. Schmiergeldaffären im Politiksumpf, Lobbyarbeit und seine Folgen für Ethik, Wirtschaft und die Gesundheit, Diätenreduzierung bei unentschuldigtem Fehlen im Bundestag, etc.