Europa-Skepsis und Griechenland: Mit Vollgas ins Euro-Desaster

Gibt es für Griechenland noch ein Ende ohne Schrecken? Undenkbar, sagt Kolumnist Wolfgang Münchau. Schuld daran ist die grassierende Euro-Skepsis und die Unehrlichkeit der deutschen Politik. Der Tag der Wahrheit droht 2013 - vor der Bundestagswahl.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-864428.html
  1. #1

    Wenn es um die Bundestagswahlen geht

    muss man immer wieder daran erinnern, wer Griechenland in die Währungsgemeinschaft wider besseren Wissens aufgenommen hat. Das war Rotgrün, die sich heute als Retter verkaufen. Das Märchen mit den falschen Zahlen aus Griechenland stimmt nicht. Insider waren alle vollumfänglich über die tatsächlichen Verhältnisse informiert.
  2. #2

    .

    Zitat von hastdunichtgesehen Beitrag anzeigen
    muss man immer wieder daran erinnern, wer Griechenland in die Währungsgemeinschaft wider besseren Wissens aufgenommen hat. Das war Rotgrün, die sich heute als Retter verkaufen. Das Märchen mit den falschen Zahlen aus Griechenland stimmt nicht. Insider waren alle vollumfänglich über die tatsächlichen Verhältnisse informiert.
    Als ob eine andere Partei eine andere Entscheidung getroffen hätte. Da stecken eben alle Politiker unter einer Decke. Von daher brauchen Sie hier keine Stimmung gegen eine Partei zu machen. Machen Sie lieber Stimmung gegen alle Parteien.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Tag der Wahrheit droht 2013 - vor der Bundestagswahl.
    Sehr schön. Dann wird den Wählern die Rechnung wenigstens vorab präsentiert.
  4. #4

    "Als Kolumnist, der nun nicht gerade in diesem Konsens steckt, sehe ich selbst, wie schwer es ist, gegen einen einmal etablierten Konsens anzustinken."

    stinken oder stänkern ist wenig wirksam. wie wäre es zur abwechslung mal mit stichaltigen argumenten gegen diesen Konsens herr münchau?
  5. #5

    stimmt.

    Griechen und handlungsunfähige Eurokraten haben immer gut zusammengearbeitet. Dabei waren die Probleme lange bekannt, selbst der EU-Beitritt Griechenlands wurde und wird in Brüssel als schwerer Fehler betrachtet - auf Arbeitsebene und hinter vorgehaltener Hand.

    Wenn die Organe der EU sich nicht als handlungs- und lernfähig erweisen, bekommen wir zu dem Finanzproblem demnächst noch ein paar sehr ernsthafte politische Probleme...
  6. #6

    Ich hoffe schwer

    dass die Offenbarung der tatsächlichen Kosten nicht bis zur Wahl hinausgezögert werden kann. Damit die Bürger dieses Landes endlich erkennen, dass die große Koalition aus SPDCDUFDPCSUGrünen ihnen via der ach so alternativlosen Bailoutomanie ganz reale Lasten in abenteuerliche Höhe auferlegt hat.

    Und das ohne Not - wäre Griechenland (und damit die Banken allerorten) nicht mit aller Gewalt am Zombieleben erhalten worden, wären die Abschreibungen schon längst vergessen - und die Situation unterm Strich für alle Beteiligten längst wieder besser. Das alles für weit geringere Kosten.
    Aber es gibt ja sogar Leute, die mit Eurobonds und Banken-Haftungsunion den Kontinent auf Dauer in einen Zombiestatus überführen wollen.
  7. #7

    Es gibt kein Europroblem...

    es gibt ein Schuldenproblem. Ein Europroblem gibt es vielleicht fuer einige Suedlaender die zu Korrupt sind um Steuern einzufahren. Laesst die gehen, damit die 'Karolinger' weiter machen koennen, mit Euro, um global wirtschaftlich mithalten zu koennen.
  8. #8

    Haben wir wirklich eine Eurokrise?

    In Wirklichkeiten haben wir nämlich eine Guthabenkrise,und das ist noch nicht mal bei allen Journalisten angekommen!
    Die Riesigen Vermögen können noch mehr mit Zinsen bedient werden-egal wie die Währung auch heissen mag....
    Das ist das Problem...
  9. #9

    Erfreuliche, wenn auch verspätete Erkenntnis

    Immerhin ist es zu begrüßen, dass es sich mittlerweile doch herum gesprochen hat, dass der Euro die Wurzel allen Übels ist. Wenn alle Nationen dieselben Wirtschaftsbedingungen hätten, würden Glasperlen als Zahlungsmittel ausreichen. Da dies jedoch nicht der Fall ist, erfanden kluge Menschen die verschiedenen Währungen mit wechselnden Kursen. Der one-size-fits-all Euro zerstörte diese Balance.