Insolvenz der "Frankfurter Rundschau": Durchhalten!

dapdNeue Ziele oder keine Perspektive? Nachdem die "Frankfurter Rundschau" Insolvenz angemeldet hat, wendeten sich die Mitarbeiter in der Mittwochsausgabe zweimal "In eigener Sache" an den Leser - und fanden dabei widersprüchliche Worte.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-867131.html
  1. #1

    Nachruf?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Neue Ziele oder keine Perspektive? Nachdem die "Frankfurter Rundschau" Insolvenz angemeldet hat, wendeten sich die Mitarbeiter in der Mittwochsausgabe zweimal "In eigener Sache" an den Leser - und fanden dabei widersprüchliche Worte.

    "Frankfurter Rundschau" reagiert auf eigene Insolvenz - SPIEGEL ONLINE
    Wenn ich heute den "In eigener Sache"-Artikel auf Seite 5 der FR lese, dann ist das für mich vielmehr ein NACHRUF.

    "Unser Dank gilt heute den insgesamt 487 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Management, die dem Verlagshaus
    in den vergangenen Jahren engagiert die Treue gehalten haben. Bis heute haben die hartnäckigen Recherchen der Frankfurter Rundschau dazu beigetragen, Missstände in Frankfurt, Hessen und darüber hinaus offen zu legen. Die Analysen und Kommentare zu den Themen aus Politik, Kultur und Gesellschaft finden in der Öffentlichkeit nach wie vor große Beachtung. Wir danken den Mitarbeitern auch für ihre große Bereitschaft, in den vergangenen Jahren neue Wege zu gehen und flexibel zu handeln. Nicht zuletzt danken wir aber unseren Lesern für ihre Treue und die aktive, kritische Begleitung der Zeitung."
  2. #2

    Lektorat

    "Nachdem die "Frankfurter Rundschau" Insolvenz angemeldet hat, wendeten sich die Mitarbeiter in der Mittwochsausgabe zweimal "In eigener Sache" an den Leser ..."

    Für die Ausländer unter uns: Wenn die "Rundschau Insolvenz angemeldet hat dann wenden sich die Mitarbeiter an irgendwen. Wenn die "Rundschau" richtigerweise Insolvenz angemeldet hatte, wandten sich die Mitarbeiter natürlich an irgendwen. Wendeten bezeichnet den Konjunktiv, d. h. sie würden sich wenden, wenn ...
  3. #3

    Herr Schmidt-Ohren

    Lieber Besserwisser, bevor Sie Unsinn schreiben, sollten sie sich erst einmal informieren. Das Wort "wenden" kann auch in der Bedeutung "sich an jemanden richten" sowohl stark als auch schwach konjugiert werden.
    http://www.duden.de/rechtschreibung/wenden#Bedeutung4a
  4. #4

    Ich würde den Printmedien insgesamt,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Neue Ziele oder keine Perspektive? Nachdem die "Frankfurter Rundschau" Insolvenz angemeldet hat, wendeten sich die Mitarbeiter in der Mittwochsausgabe zweimal "In eigener Sache" an den Leser - und fanden dabei widersprüchliche Worte.

    "Frankfurter Rundschau" reagiert auf eigene Insolvenz - SPIEGEL ONLINE
    im besonderen den Tageszeitungen, eine negative Zukunftsprognose ausstellen. In Zeiten von Smartphones und Tablets werden gedruckte Zeitungen immer entbehrlicher, genauso wie das für Schallplatten, Tonbänder und in der neueren Zeit für DVD's/BluRay's gilt.
    Der FR werden andere folgen. Es gilt, alternative Geschäftsmodelle zu entwickeln. Kreativität ist gefragt, nicht das Festhalten an überholten Informationsstrukturen.
  5. #5

    Noch vor einigen Jahren..

    ... hielt sich die SPD für unglaublich schlau. Sie hatte sich direkt und indirekt an -zig Tageszeitungen beteiligt, die dann auch brav ein SPD-konformes Weltbild zusammenlogen.
    Manchmal gibt es halt doch noch eine höhere Gerechtigkeit.
  6. #6

    Zitat von dani216 Beitrag anzeigen
    im besonderen den Tageszeitungen, eine negative Zukunftsprognose ausstellen. In Zeiten von Smartphones und Tablets werden gedruckte Zeitungen immer entbehrlicher, genauso wie das für Schallplatten, Tonbänder und in der neueren Zeit für DVD's/BluRay's gilt.
    Halt, Schallplatten sind wieder gefragt, gedruckte Zeitungen, Zeitschriften, Bücher etc. wird es auch immer geben. Die Auflagen werden teilweise sinken, dafür wird es eine Mehrzahl an Titeln geben, auch Dank Digitaldruck und PoD.

    Vor Jahren wurde uns das papierlose Büro versprochen. Was ist passiert? Es gibt mittlerweile mehr Kopien, Ausdrucke ...
  7. #7

    wen lädt man denn jetzt zum Presseclub ein?

    nachdem jetzt auch ein weiterer sozialdemokratischer Eckpfeiler zerbrochen ist? Immer nur die Südddeutsche und die TAZ?
  8. #8

    Polemik

    Zitat von n+1 Beitrag anzeigen
    ... hielt sich die SPD für unglaublich schlau. Sie hatte sich direkt und indirekt an -zig Tageszeitungen beteiligt, die dann auch brav ein SPD-konformes Weltbild zusammenlogen.
    Manchmal gibt es halt doch noch eine höhere Gerechtigkeit.
    Bevor Sie hier so hirnlos herumpolemisieren, zählen Sie doch mal die "zig" (also mindestens 20) Tageszeitungen auf, an denen die SPD maßgeblich (also meinungsbildend) beteiligt ist. Dann bringen Sie noch ein paar Beispiele, wo etwas "zusammengelogen" wurde. Als Vergleich bringen Sie dann die Publikationen, an denen CDU/CSU beteiligt sind, wo natürlich nichts zusammengelogen wird (besonders nicht im Bayernkurier?). Ist Ihnen zu mühsam? Tja, niveaulose, rechtskonservative Stammtischpolemik ist da natürlich viel einfacher.
  9. #9

    Lesen

    Zitat von dig Beitrag anzeigen
    Halt, Schallplatten sind wieder gefragt, gedruckte Zeitungen, Zeitschriften, Bücher etc. wird es auch immer geben. Die Auflagen werden teilweise sinken, dafür wird es eine Mehrzahl an Titeln geben, auch Dank Digitaldruck und PoD.

    Vor Jahren wurde uns das papierlose Büro versprochen. Was ist passiert? Es gibt mittlerweile mehr Kopien, Ausdrucke ...
    Völlig richtig. Das Lesen auf einem Tablet-PC, erst recht auf einem Smartphone, ist sehr mühsam. Entweder braucht man eine Lupe, oder man ist ständig am Scrollen. Es ist ermüdend und macht nicht wirklich Spaß. Im Außenbereich bei Sonne fast unmöglich. Dagegen ist ein Printmedium die reinste Erholung. Das ADAC Online-Magazin z. B. habe ich gecancelt und lasse mir wieder die Printausgabe zuschicken.