Leidingen im Saarland: Ein Dorf, zwei Länder

Oliver LückLeidingen ist ein Grenzfall. 220 Einwohner leben in dem zweigeteilten Dorf: 192 auf deutscher, 28 auf französischer Seite. Das treibt manchmal seltsame Blüten - wenn etwa in Zeiten der Vogelgrippe die Hühner einfach zum Nachbarn geschafft werden.

http://www.spiegel.de/reise/deutschl...-a-865842.html
  1. #30

    Zitat von rubjack Beitrag anzeigen
    "13.
    sponner_hoch2 heute, 11:21 Uhr
    [Zitat von loeweneuleanzeigen...]
    Warum? Nur weil ein Territorium wechselt, wechseln die dortigen Einwohner nicht automatisch die Staatsbürgerschaft."
    Ähm, eher doch. Sie wechseln nicht die Volkszugehörigkeit, aber die Nationalität.
    Das kommt davon, wenn "nationality" bzw. "nationalité" in amtlichen Dokumenten mit "Staatsangehörigkeit" übersetzt wird.
  2. #31

    Angebracht

    Zitat von just_ice Beitrag anzeigen
    ...liegt nur ein paar Minuten von Oskar Lafontaines Palast der sozialen Gerechtigkeit in Oberlimberg entfernt, wo er sich neue Hilfsprogramme für die Ärmsten der Armen ausdenkt. Ob er sich allerdings immer noch einen französischen Privatkoch leistet, seitdem seine preußische Parteigenossin bei ihm eingezogen ist, ist mir nicht bekannt.
    erst informieren, dann posten.
    Auch bei der ausgeprägten Antipathie Lafontaine gegenüber, bringen solche Fehlinformationen Ihnen gewiss keine Pluspunkte.
  3. #32

    Bitte klären Sie mich auf.

    Zitat von saarländerin1 Beitrag anzeigen
    erst informieren, dann posten.
    Auch bei der ausgeprägten Antipathie Lafontaine gegenüber, bringen solche Fehlinformationen Ihnen gewiss keine Pluspunkte.
    Die Informationen habe ich zwar aus der Gerüchteküche, aber nach wissenschaftlichen Studien sind 80% aller Gerüchte korrekt. Zudem ist mir Euer Napoleon von der Saar nicht mal so unsympatisch und 100mal lieber als die Lügenbarone und Amigos der anderen Parteien. Es grüßt "just_ice" vom Gau.
  4. #33

    Im Inntal an der Grenze Oberaudorf - Niederndorf gab es bis zum Binnenmarkt eine österreichische Zollstation, in der besonders fies kontrolliert wurde, weil die dort Bediensteten hofften, "Schmuggler" zu erwischen, die die Autobahnstation Kiefersfelden - Kufstein umgehen wollten. Zwei Freunde und mich haben sie als 18jährige einmal als Schmuggler bestraft, weil wir 100 Blatt Briefbogen im Kofferraum hatten.Wollen wir die EU wirklich in Frage stellen und uns dieses Gesindel zurück wünschen?
  5. #34

    Nationalstaaten?

    Zitat von brux Beitrag anzeigen
    Besser kann man die Idiotie der Nationalstaaten nicht illustrieren.
    Dann wuerde die Grenze wohl woanders verlaufen.

    Sie koennen ja auch die Saar aufwaerts Station machen, in Kleinblittersdorf, um dann ueber die Friedensbruecke nach Grosbliederstroff zu laufen.
    Heute ist Klein- groesser als Grossblittersdorf. noch vorher koennen Sie Halt machen in Gross-Rosseln (gegenueber von Petite Rosselle.
    Frueher war das alles mal Lothringen.

    Es gibt uebrigens eine Website (ich meine, dass ein Niederlaender sie kreiert hat, die sich mit solchen Grenzdoerfern beschaeftigt.
    Hueningen , Radkersburg, Goerlitz. Die Geschichte fuhert zu solchen Schicksalen.
  6. #35

    Alter Hut

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Leidingen ist ein Grenzfall. 220 Einwohner leben in dem zweigeteilten Dorf: 192 auf deutscher, 28 auf französischer Seite. Das treibt manchmal seltsame Blüten - wenn etwa in Zeiten der Vogelgrippe die Hühner einfach zum Nachbarn geschafft werden.

    Leidingen im Saarland: Ein Dorf, eine Grenze, zwei Länder - SPIEGEL ONLINE
    Die an der deutsch-niederländischen Grenze aneinander angrenzenden Städte Herzogenrath (deutsch) und Kerkrade (niederländisch) sind doch schon lange zur "Europastadt Eurode" vereint:

    Eurode
  7. #36

    Weil einer was von Kulturreichtum durch Grenzen/Länder geschrieben hat. Ich würde da gerne drauf pfeifen wenn es dadurch weniger Animositäten und Kriege gäbe. Da wäre es mir schlichtweg egal ob ich nun in Deutschland 100 auf der Autobahn fahren müsste oder was immer eine einheitliche Weltregierung, der alle angehören, beschliessen würde. Ich finde Nationaliäten und insbesondere Nationalstolz einfach nur bescheuert. Als wenn mich die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Volksgruppe/Nationalität zu etwas anderem als einem Menschen machen würde. Lächerlich. Ausserdem sind mir, als geborenen Saarländer, die Animositäten zwischen Franzosen und Deutschen sehr wohl bekannt und ich finde sie einfach nur albern.
  8. #37

    Von Zittau nach Dresden

    fährt man auch schon gefühlte 1000 Jahre, durch Tschechisches Gebiet. Das automatische Wechseln der Nationalität durch "neue Besitzer" scheint überall in Grenznestern üblich zu sein. Mir hat mal ein Ungar erzählt, daß er in seinem Leben, nicht in 200 Jahren, damals
    85jährig, 8 mal die Nationalität gewechselt hat. Rumänien, Ukraine, Sowjetunion, Ungarn spielten da die dominierenden Rollen.
  9. #38

    Zitat von nurich666 Beitrag anzeigen
    Weil einer was von Kulturreichtum durch Grenzen/Länder geschrieben hat.
    Für mich geht es bei Grenzen vor allem um eins: Demokratie und Subsidiaritätsprinzip!

    Ich würde da gerne drauf pfeifen wenn es dadurch weniger Animositäten und Kriege gäbe.
    Wenn - genau so gut möglich, dass es mehr Krieg geben könnte. Ex-Jugoslawien ist ja ein gutes Beispiel.

    Da wäre es mir schlichtweg egal ob ich nun in Deutschland 100 auf der Autobahn fahren müsste oder was immer eine einheitliche Weltregierung, der alle angehören, beschliessen würde.

    Und wenn die Todesstrafe durch die Weltregierung wieder wird? Oder Pressezensur OK ist? Sozialhilfe abgeschafft wird? Ihnen ist das vielleicht egal, aber deshalb noch nicht anderen (deshlab ist es ja eben eine Frage der Deomkratie.