Leidingen im Saarland: Ein Dorf, zwei Länder

Oliver LückLeidingen ist ein Grenzfall. 220 Einwohner leben in dem zweigeteilten Dorf: 192 auf deutscher, 28 auf französischer Seite. Das treibt manchmal seltsame Blüten - wenn etwa in Zeiten der Vogelgrippe die Hühner einfach zum Nachbarn geschafft werden.

http://www.spiegel.de/reise/deutschl...-a-865842.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Leidingen ist ein Grenzfall. 220 Einwohner leben in dem zweigeteilten Dorf: 192 auf deutscher, 28 auf französischer Seite. Das treibt manchmal seltsame Blüten - wenn etwa in Zeiten der Vogelgrippe die Hühner einfach zum Nachbarn geschafft werden.

    Leidingen im Saarland: Ein Dorf, eine Grenze, zwei Länder - SPIEGEL ONLINE
  2. #2

    Ein weiterer Grenzfall

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Leidingen ist ein Grenzfall. 220 Einwohner leben in dem zweigeteilten Dorf: 192 auf deutscher, 28 auf französischer Seite. Das treibt manchmal seltsame Blüten - wenn etwa in Zeiten der Vogelgrippe die Hühner einfach zum Nachbarn geschafft werden.

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    In Büsingen, einer deutschen Enklave in der Schweiz, verläuft die Außengrenze der EU mitten durch ein Gasthaus. Mit den Beinen sind Sie in der Schweiz und Ihr Kopf befindet sich in Deutschland, oder umgekehrt.
    Dieser Umsatnd ist einem Streit zu verdanken, den die Habsburger und die Schaffhauser seinerzeit vom Zaun gebrochen hatten.
  3. #3

    Moin

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    Leidingen ist ein Grenzfall. 220 Einwohner leben in dem zweigeteilten Dorf: 192 auf deutscher, 28 auf französischer Seite. Das treibt manchmal seltsame Blüten - wenn etwa in Zeiten der Vogelgrippe die Hühner einfach zum Nachbarn geschafft werden.

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    Sowas gibt es schon laenger, mein Urgrossvater einen Hof auf der Grenze zwischen den Niederlanden und Deutschland, wenn die Beamten kamen um Abgaben zu erheben wurde das Vieh immer auf die andere Seite getrieben
  4. #4

    man kann sich auch das leben selbst schwer machen...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Leidingen ist ein Grenzfall. 220 Einwohner leben in dem zweigeteilten Dorf: 192 auf deutscher, 28 auf französischer Seite. Das treibt manchmal seltsame Blüten - wenn etwa in Zeiten der Vogelgrippe die Hühner einfach zum Nachbarn geschafft werden.

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    man könnte aber auch den gewalten ein schnippchen schlagen und einfach nur Leidinger sein, denn dann wäre es egal ob man einen französischen oder einen deutschen paß hat oder auf welcher straßenseite man wohnt.
    man kann aber auch seine "differenzen" pflegen und sich selbst das leben schwer machen oder will die administration des jeweiligen landes das militär aufziehen lassen um eigene befindlichkeiten mit gewalt durchzudrücken?
    offensichtlich ist leidingen eine parallelwelt in jeder hinsicht.
  5. #5

    haben sie

    das ist doch keine Grenze, das ist Pillepalle. Berlin hatte eine Grenze die den Namen verdient, zumindest bis zum 9.11.89
  6. #6

    Nix neues, das gibt es bestimmt zigfach längs der Grenze. Für mich ist das Pendant Suderwick/Dinxperlo an der Deutsch-Niederländischen Grenze, die sich in den letzten 200 Jahren auch mehrfach verschoben hat. Schön ist, dass man heute einfach die Straßenseite wechseln kann. Ich kann mich an Fotos solcher Orte aus den 70/80ern erinnern, wo der Mittelstreifen der Straße ein kleines Mäuerchen wie in einer Autobahnbaustelle war.
  7. #7

    --------------

    Besser kann man die Idiotie der Nationalstaaten nicht illustrieren.
  8. #8

    Lustig ist, daß wenn in einem Ort des öfteren die Nationszugehörigkeit wechselt, man sich ja ständig überlegen muß, ob man noch "stolzer Deutscher" oder "stolzer Franzose" ist. Auf jeden Fall ein prima Beispiel, denen um die Ohren zu hauen, die immer noch dieses Nationalgetöse von sich geben.
  9. #9

    In den 1990ern in der Eifel

    ich umging damals den Wehrdienst, indem ich Ersatzdienst beim Roten Kreuz schob. Auf einer sogenannten "Orientieurngsfahrt" sollte ich durch die Eifel Richtung Roetgen fahren.
    Während ich also mit einem MTW schön die Straße entlang tuckelte, stand dort plötzlich ein Schild: sinngemäß "Sie verlassen Deutschland" und "Willkommen in Belgien".
    Das gab erst mal einen gehörigen Schreck und ich versuchte mich zu erinnern, an welcher Stelle ich mich verfahren haben könnte.

    Doch nach einigen Hundert Metern auf der Straße ohne irgendeinen Ort, ein erneutes Schild: "Sie verlassen Belgien" und "Willkommen in Deutschland" und schließlich der Wegweiser Richtung Roetgen. Gottt, war ich erleichtert.
    Für wenige hundert Meter war ich in Belgien gewesen und der Sinn jeder menschen Grenze für mich ad absurdum geführt.