Herausgabe von Nutzerdaten: Behörden klopfen öfter bei Google an

REUTERSMehr Anfragen nach Nutzerdaten, mehr Löschanträge: Google hat in der ersten Hälfte dieses Jahres den deutschen Behörden Daten zu insgesamt 2007 Nutzerkonten weitergegeben. Gerichte und Behörden haben außerdem in 247 Fällen das Löschen von Inhalten verfügt.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...-a-867101.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr Anfragen nach Nutzerdaten, mehr Löschanträge: Google hat in der ersten Hälfte dieses Jahres den deutschen Behörden Daten zu insgesamt 2007 Nutzerkonten weitergegeben. Gerichte und Behörden haben außerdem in 247 Fällen das Löschen von Inhalten verfügt.

    Auffällig sei, dass einige dieser Staaten sich auf der einen Seite für den Datenschutz gegenüber Unternehmen einsetzten, selbst aber immer häufiger Einblick in die Daten ihrer Bürger haben wollten.

    Nutzerdaten: Behörden klopfen öfter bei Google an - SPIEGEL ONLINE
    Hmmm.... kann es sein, dass der Herr da etwas mit der Gewaltenteilung nicht verstanden hat? Wobei es vom Gesetzgeber schon bigott ist, auf der einen Seite publikumswirksam Datensicherheit zu fordern und auf der anderen Seite die Gesetze, die für die eigenen Behörden gelten, nicht diesem Anspruch zu unterwerfen.
  2. #2

    Man kann sich bestimmt streiten ob die gestiegene Anzahl der staatlichen Interventionen bei Google nun daher rührt dass die Staaten besonders gern zensieren.
    Oder aber das Bewusstsein des Bürgers und Internetusers gestärkt wurde sich gegen gezielte Diffamierungen der eigenen Person erfolgreich zur Wehr zu setzten.
  3. #3

    Die Zahlen sind weder überraschend noch hoch. Zum Vergleich: 2011 wurden zu insgesamt 5516 Strafverfahren Telefone abgehört.
    http://www.bundesjustizamt.de/cln_339/DE/Themen/Buergerdienste/Justizstatistik/Telekommunikation/Uebersicht__TKUE__2011,templateId=raw,property=pub licationFile.pdf/Uebersicht_TKUE_2011.pdf
  4. #4

    auch bei todesfällen?

    etwas recherche wäre nett gewesen, immerhin ist es uns gestattet bei ermittlungen oder todesfällen die mailkonten unserer familienangehörigen über das bka oder die polizei anzufragen. daneben wirkt die anzahl doch recht trivial.
  5. #5

    Wo ist der Skandal ?

    Ich gehe mal davon aus, dass ein Großteil der Anfragen im Rahmen von Straftaten/Ermittlungsverfahren wie Computerbetrug/Stalking oder weit schlimmeren gestellt werden. Die Zahl ist diesbezüglich geradezu lächerlich gering. Warum sollte das die Polizei mit richterlichem Beschluss nicht dürfen ?

    Ach, ich vergaß, Google, selbst verurteilter Datendieb, sieht sich ja schon lange Gottgleich über dem Gesetz...