"Frankfurter Rundschau": Eigentümer sehen "keine Perspektive"

dapd16 Millionen Euro Verlust soll die "Frankfurter Rundschau" pro Jahr eingefahren haben. Nach etlichen Sparrunden geben die Gesellschafter jetzt auf. Falls sich nicht doch noch ein Käufer findet, wird das Blatt spätestens im Januar eingestellt - sterben bald weitere Zeitungen?

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-867048.html
  1. #1

    Internet der Papierkiller

    Wenn man mit seinem Smartphone oder Tablet innerhalb weniger Sekunden und das zu jeder Zeit am jeden Ort x billige nachrichten oder was auch immer nachlesen möchte, zieht die Zeitung nun mal den kürzeren. Für die Nutzer gibt es kaum logische und sinnvolle Aspekte eine Zeitung zu lesen, die meist spezialisiert oder begrenzt ist, falls der Nutzer im Besitz der o.e. Geräte ist.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    16 Millionen Euro Verlust soll die "Frankfurter Rundschau" pro Jahr eingefahren haben. Nach etlichen Sparrunden geben die Gesellschafter jetzt auf. Falls sich nicht doch noch ein Käufer findet, wird das Blatt spätestens im Januar eingestellt - sterben bald weitere Zeitungen?

    DuMont und DDVG sehen keine Perspektive für "Frankfurter Rundschau" - SPIEGEL ONLINE
    test
  3. #3

    Tendenzpresse

    Wer die Welt so einseitig (aus SPD-Perspektive) betrachtet und dann auch noch gegen journalistische Standards verstößt (wie mit Mely Kialyks Hasstirade gegen Sarrazin), der schafft sich selber ab.
  4. #4

    hausgemachte Krise

    Der Niedergang der Frankfurter Rundschau ist hausgemacht. Unklares Profil und selbstgefälliger Mainstream.
    http://stockpress.de/2012/11/13/und-nun-frankfurter-rundschau/
    Dafür blieb zwischen SZ und taz letztendlich kein Platz.
  5. #5

    Printmedien

    sind meiner Meinung nach nicht mehr zeitgemäß.
    Die Tageszeitung in meiner Stadt abonniere ich schon lange nicht mehr.
    Zum einen, weil ich die tendenziöse Berichtserstattung nicht mehr erträglich finde. Ich will Fakten, sachliche Informationen und nicht das Gefühl haben, in meiner Meinungsbildung bevormundet oder manipuliert versucht zu werden.
    Wenn ich tiefer gehende Informationen haben möchte, schaue ich auf die entsprechenden Seiten.

    Besonders ärgerlich finde ich das ständige Löschen von Kommentaren. Mein Nick wurde nach mehrmaliger öffentlicher Ermahnung seitens eines anonymen Moderators einfach gelöscht.
    Ich hatte seiner Auffassung nach leider die falsche Meinung.

    Hoffentlich werden die online-Medien nicht bald kostenpflichtig, sonst muss ich mich nach was anderem umsehen. Oder ich verzichte ganz, beim Fernsehen klappt es seit Jahren ausgezeichnet.
  6. #6

    Schade.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    16 Millionen Euro Verlust soll die "Frankfurter Rundschau" pro Jahr eingefahren haben. Nach etlichen Sparrunden geben die Gesellschafter jetzt auf. Falls sich nicht doch noch ein Käufer findet, wird das Blatt spätestens im Januar eingestellt - sterben bald weitere Zeitungen?

    DuMont und DDVG sehen keine Perspektive für "Frankfurter Rundschau" - SPIEGEL ONLINE
    Also nur noch nicht Internet -online mit kurzen Texten ohne Nebensaetze. Liegt im Trend. Mit laengeren und evtl. auch schiwerigeren Zeitungsartikeln haben heutige Generationen
    Probleme.
  7. #7

    Die besten Artikel findet man heute oftmals in ausgesuchten Blogs. Warum? Weil die Autoren dort keine Rücksicht nehmen müssen auf die Ausrichtung einer Zeitung, auf pc oder Werbekunden und weil dort oft schräge Persönlichkeiten schreiben, die sich in ihrem Genre sehr gut auskennen, aber auf Grund einer gewissen persönlichen Inkompatibilität in keiner Redaktion Fuß fassen würden, weil sie schlicht Nieten im Socializing sind. Das braucht man aber in Blogs auch nicht. Die einzige Arbeit, die man sich als Leser machen muss, ist die wirklich guten Blogs unter zahlreichen Schrott-Blogs rauszusuchen, aber wenn man die erst mal hat, dann hat man oft mehr Input und auch wirklich mehr Qualität als in fast allen professionellen Medien, die ja ohnehin oft kaum mehr als von Praktikanten ausformulierte Agentur-Meldungen sind.
  8. #8

    Zeitungssterben

    Das Problem der Frankfurter Rundschau bestand immer in dier einseitigen Sichtweise der Probleme. Die Zeitung war gekennzeichnet durch eine bemerkenswerte Intoleranz gegenüber konservativeren Meinungen und Ansichten.
    Die Graustufen der Differenzierung haben der Zeitung immer gefehlt.

    Die FAZ dagegen hat es immer geschafft, Qualität und Vielfalt zu bieten und somit einen eindrucksvollen, qualitativ hochstehenden Journalismus zu präsentieren

    Der Markt sortiert aus. Ein Opfer ist die FR.
  9. #9

    Zitat von Stark Maier Beitrag anzeigen
    Wenn man mit seinem Smartphone oder Tablet innerhalb weniger Sekunden und das zu jeder Zeit am jeden Ort x billige nachrichten oder was auch immer nachlesen möchte, zieht die Zeitung nun mal den kürzeren. Für die Nutzer gibt es kaum logische und sinnvolle Aspekte eine Zeitung zu lesen, die meist spezialisiert oder begrenzt ist, falls der Nutzer im Besitz der o.e. Geräte ist.
    Dieses Argument gilt meiner Meinung nach nur bis zu einem gewissen Grad.Manche Menschen wollen beim Lesen schlichtweg das Papier zwischen den Fingern fühlen.

    Davon mal abgesehen ist das Leseverhalten online ein völlig anders, weil oberflächlicher. Die meisten Artikel werden von den Usern eher überflogen als wirklich intensiv gelesen. Kaum jemand würde sich die Zeit nehmen um z.B. einen Artikel in der Länge eines Leitartikels in der FAZ in voller Länger online zu lesen.Zeitung lesen nimmt man sich in der Regel bewusst vor, was man von Online-Artikeln nicht behaupten kann. Gilt zumindst für mich.Ob eine Mehrheit genauso denkt weiß ich natürlich nicht.