Umfrage: Jeder sechste Lehrer fühlt sich gemobbt

CorbisSie fühlen sich benachteiligt, beleidigt, bedroht: Mobbing quält nicht nur Jugendliche, sondern erschreckend oft auch Lehrer. Jeder sechste klagt über Attacken in der Schule, zeigt eine neue Studie. Die Pädagogen fürchten weniger ihre Schüler als deren Eltern - und die eigenen Kollegen.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...-a-866808.html
  1. #1

    Der Lehrer...

    ...wird auch weitgehend allein gelassen. Schon zu meiner Schulzeit hatten Lehrerbeschimpfungen überhaupt keine Folgen. Kraftausdrücke bis hin zu Tätlichkeiten...der Schüler ist in der Regel Strafunmündig, das Elternhaus nicht ansprechebar oder aber geht auf Konfrontation.
    Wenn es klare Richtlinien für Verhalten an Deutschen Schulen gäbe und die Lehrer konsequent Störer und Agressoren aus den Schulen verbannen könnten...wäre der Unterricht für die Schüler die lernen wollen effektiver und stressfreier.
  2. #2

    Fünf plus.

    Die Information, dass es sich um eine nicht repräsentative Umfrage handelt, hätte zumindest in den Einleitungssatz, wenn nicht in gar die Überschrift gehört. Lehrer, die nicht durch Mobbing betroffen sind, werden weniger zur Teilnahme geneigt gewesen sein als solche, die betroffen sind. Dass es sich um eine Online-Umfrage gehandelt hat, verzerrt die Ergebnisse umso mehr. Mit anderen Worten: Die Aussagen der "Studie" taugen wenig. Schade, denn das Thema hätte sicherlich Beachtung verdient.
  3. #3

    Eine kurze Geschichte der Schulaufsicht

    nach dem Krieg, bis etwa in die 90er Jahre hinein waren die Schulaufsichten eine Bastion. Da hinein kam nur, wer besondere Gesinnungsprüfungen bestanden hatte. Trotzdem funktionierte die Schulaufsicht grundsätzlich. Seit den 2000er Jahren wird die Schulaufsicht aus Kostengründen radikal reduziert, faktisch existiert sie nicht. Wer nun das Pech hat, an der Falschen Schule unter (Ja, Präposition) einem Pädagogischen Leiter (= faktisch Leiter einer unteren Landesbehörde) zu Leiden zu kommen, ist dem mehr oder weniger ausgeliefert.
    Viele Kollegien sind zudem Wolfsrudel geworden. Wer nicht - manchmal wörtlich - das Bein nachzieht, darf sich auf eine Abreibung gefasst machen. Tribunale vor Klassen (die Lehrererin war zu autoritär) oder Watschen von Kollegen ("Ihre ganze Klasse steht komplett auf fünf") sind Alltag, hinzu kommen Anbrüllen und ähnliche akustische Kicks. Besondere Vorsicht ist im Umgang mit Kollegen geboten, die sich als Vertraute der Leitung fühlen und sich alles mögliche herausnehmen dürfen.
    Es gibt keine Instanz mehr, die Betroffenen helfen kann. Im Gegenteil heißt es: Sie haben einen sicheren Job! Niemand, wirklich niemand fragt, was an Schulen los ist, und niemand nimmt die Leitungen dieser Behörden in den Blick, obwohl sie für (zu) viele Menschen Verantwortung übernommen haben. Mit dem Argument der Kostenreduzierung wird an der Schule letztlich alles gedeckt, was an Schweinerei läuft. Betroffene die sich wehren (es gibt sie) werden systematisch schikaniert, bis hin zur Frühpension. Nur die BILD nimmt sich ihrer an, als Burn-out-Lehrer.
    Leider sind viele Schulen ganz unten angekommen.
  4. #4

    Würden genügend Lehrer eingestellt und dauerhaft beschäftigt werden, um einer der wertvollsten, sinnvollsten Tätigkeiten überhaupt nachgehen zu können, gäbe es diese Probleme nicht.

    Die Vorbereitung auf das Abitur von 13 auf 12 Jahre reduzieren, großes Kino! Dabei entfallen (ersatzlos) in der 5. Klasse des Gymnasiums meiner Tochter (Niedersachsen) bereits durchschnittlich 20% der Unterrichtsstunden.

    Von befreundeten Eltern, deren Kinder andere Schulen besuchen (Niedersachsen, Bremen) hört man ähnliches, 20% - und mehr - des Unterrichts entällt einfach.

    In Zeiten des Internets und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten, ist das einfach nur peinlich.

    Aber Hauptsache die Mitglieder der Ministerkonferenz der völlig welt- und bildungsfremden Idioten in ihrem Elfenbeinturm sind glücklich.
  5. #5

    Arbeit und Stress

    Ich hoffe dass es sich langsam bei unseren eher zart Besaiteten und Harmonie und Ruhe Bedürftigen Studentenanwärtern rumspricht, dass man beim Lehrerberuf ausser der Pensionsanwartschaft auch einen jedenfalls manchmal während der Unterrichtszeiten stressigen Job erwirbt.
  6. #6

    Dummheit

    Zitat von ooyoo Beitrag anzeigen
    ... fühlen sich wahrscheinlich dann schon gemobbt, wenn sie mal mehr als 25 Stunden pro Woche arbeiten müssen.
    NEIN! Lehrer fühlen sich am meisten durch dümmliche Sprüche gemobbt.
  7. #7

    Nicht repräsentativ - nur freiwillige Teilnehmer

    Bevor jetzt die reflexhafte Lehrerschelte einsetzt (vgl. Kommentar von ooyoo, der um 15 Uhr wohl auch schon frei hat), sollte man sich vergegenwärtigen, dass es sich um eine nicht-repräsentative Befragung handelt. Klar, dass bei einem Aufruf zu einer Mobbing-Studie mehr Leute mitmachen, die sich gemobbt fühlen. Da verwundert es eher, dass 83 Prozent sich nicht als Mobbing-Opfer sehen.
  8. #8

    Hat ja nicht lange gedauert.

    Zitat von ooyoo Beitrag anzeigen
    ... fühlen sich wahrscheinlich dann schon gemobbt, wenn sie mal mehr als 25 Stunden pro Woche arbeiten müssen.
    Es war abzusehen, dass schwachsinnige Kommentare wie dieser hier auftauchen würden. Informieren Sie sich mal. Der Lehrerberuf ist einer der anstrengendsten überhaupt.
  9. #9

    Zitat von ooyoo Beitrag anzeigen
    ... fühlen sich wahrscheinlich dann schon gemobbt, wenn sie mal mehr als 25 Stunden pro Woche arbeiten müssen.
    Danke, dass Sie schon recht früh das Paradebeispiel des Lehrermobbings gebracht haben.


    Wird Ihnen Ihr eigenes idiotisches Geschwätz nicht selbst mal zu dumm?