Neues Konzept zur Endlagersuche: Greenpeace will Gorleben entsorgen

DPAEin neues Konzept soll Bewegung in die stockende Suche nach einem Atommüllendlager bringen. Der Zehn-Punkte-Plan von Greenpeace ist aber vor allem eines: eine Misstrauenserklärung an den politischen Betrieb. Die Umweltschützer wollen den Salzstock Gorleben auf jeden Fall ausschließen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-866824.html
  1. #1

    Von wegen ehrliche Endlagersuche....

    ... es glaubt doch keiner, dass Greenpeace, die Grünen, die SPD oder sonst jemand eine ehrliche Suche nach dem besten Endlager will. Da könnte ja am Ende rauskommen, das Gorlebenm gar nicht schlecht ist, und man dann erklären muss, warum man die letzten 20-30 Jahre mist erzählt hat. Oder noch schlimmer, das neue Endlager könnte in Baden Wütteberg sein, oder in einem SPD-Stammland .... das wäre dann wirklich ein Supergau.
  2. #2

    es wird kein sicheres Endlager geben

    Zitat von NuclearSavety Beitrag anzeigen
    ... es glaubt doch keiner, dass Greenpeace, die Grünen, die SPD oder sonst jemand eine ehrliche Suche nach dem besten Endlager will. Da könnte ja am Ende rauskommen, das Gorlebenm gar nicht schlecht ist, und man dann erklären muss, warum man die letzten 20-30 Jahre mist erzählt hat. Oder noch schlimmer, das neue Endlager könnte in Baden Wütteberg sein, oder in einem SPD-Stammland .... das wäre dann wirklich ein Supergau.
    Bei allem Respekt vor Greenpeace. Aber da hat NuclearSavety recht. Auch die haben ein Problem, wenn sie ihren Leuten, die sie Jahrzehnte rausgeschickt und an die Schienen gekettet haben, erklären müssen, dass Gorleben jetzt doch gut sei.

    Ich selbst glaube nicht mehr daran, dass es ein sicheres Endlager gibt. Was wissen wir denn heute, wie sich die Welt in den nächsten 10000 Jahren verändert. Mein radikaler Vorschlag: Gar nicht mehr verbuddeln / versenken das Zeugs. Einfach rumstehen lassen. Damit kann es jederzeit und einfach kontrolliert und umgelagert werden und muss nicht erst wieder ausgebuddelt werden wie in der Asse. Ausserdem hält das dann die Erinnerung in den Menschen frisch, damit sie nicht irgendwann einmal wieder einen solchen Blödsinn anfangen.
  3. #3

    ...

    Zitat von NuclearSavety Beitrag anzeigen
    ... es glaubt doch keiner, dass Greenpeace, die Grünen, die SPD oder sonst jemand eine ehrliche Suche nach dem besten Endlager will. Da könnte ja am Ende rauskommen, das Gorlebenm gar nicht schlecht ist, und man dann erklären muss, warum man die letzten 20-30 Jahre mist erzählt hat. Oder noch schlimmer, das neue Endlager könnte in Baden Wütteberg sein, oder in einem SPD-Stammland .... das wäre dann wirklich ein Supergau.
    Der Witz ist doch, es gibt genehmigte Endlager. Sogar in Deutschland! Nur eben nicht für Atommüll, aber der Grund ist nicht die Genehmigung oder die technische Machbarkeit nach heutigem Stand der Technik, sondern eine unternehmerische Entscheidung.

    Giftmüll in Hessen: Der giftigste Ort der Welt | Rhein-Main*- Frankfurter Rundschau

    Klingt komisch ... is aber so!
  4. #4

    Zitat von kross62 Beitrag anzeigen
    Mein radikaler Vorschlag: Gar nicht mehr verbuddeln / versenken das Zeugs. Einfach rumstehen lassen. Damit kann es jederzeit und einfach kontrolliert und umgelagert werden und muss nicht erst wieder ausgebuddelt werden wie in der Asse.
    Die gleiche Idee ging mir auch durch den Kopf. Da die Atommeiler ohnehin abgeschaltet werden, bietet sich an den ganzen Schrott gleich dort zu belassen. Die meisten Meiler sind ausreichend gegen Erdebeben und Flugzeugabstürze gesichert. Natürlich muss man die Lagerhallen ständig warten und verbessern. Eine andere Möglichkeit sehe ich gar nicht. Mir kanns ja egal sein, aber in 1000 Jahren weiß sonst keine Sau mehr wo das Zeug verbuddelt wurde.
  5. #5

    Mein Vorschlag:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein neues Konzept soll Bewegung in die stockende Suche nach einem Atommüllendlager bringen. Der Zehn-Punkte-Plan von Greenpeace ist aber vor allem eines: eine Misstrauenserklärung an den politischen Betrieb. Die Umweltschützer wollen den Salzstock Gorleben auf jeden Fall ausschließen.

    Neues Konzept zur Endlagersuche: Greenpeace will Gorleben entsorgen - SPIEGEL ONLINE
    Sich richtige Gedanken darüber machen, wie man das Zeug in den nächsten 2-3 Generationen (100 Jahre) sicher in die Sonne schießen kann. Dies würde wohl erstens einen gewaltigen Schub Erkenntnis für die Weltraumtechnik erbringen und zweitens wird dabei Mensch die unmögliche ökologische Verantwortung für die nächsten 500.000 Jahre los. Warum einfach wenn's umständlich geht?
  6. #6

    Vergessen...

    Zitat von mcmercy Beitrag anzeigen
    Mir kanns ja egal sein, aber in 1000 Jahren weiß sonst keine Sau mehr wo das Zeug verbuddelt wurde.
    Vergessen ist doch der Trick: das Endlager muss geologisch sicher sein und ein Salzstock, der viele Millionen Jahre alt ist und sich nach allem was wir wissen in den nächsten 200000 Jahren nicht verändert (dann ist der Müll weg) ist dafür ideal. Wenn der Müll in das Endlager verbracht wurde, wird es verschlossen und vergessen. Das da mal jemand zufällig in 1000 Jahren drauf stösst ist eher unwahrscheinlich.
    BTW: der Fehler mit der Asse war, das es ein Bergwerk war. Ein Endlager kann so gebaut werden, das Einstürze und Wassereinbrüche nicht zu befürchten sind.
  7. #7

    Beser nicht...

    Zitat von Layer_8 Beitrag anzeigen
    Sich richtige Gedanken darüber machen, wie man das Zeug in den nächsten 2-3 Generationen (100 Jahre) sicher in die Sonne schießen kann. Dies würde wohl erstens einen gewaltigen Schub Erkenntnis für die Weltraumtechnik erbringen und zweitens wird dabei Mensch die unmögliche ökologische Verantwortung für die nächsten 500.000 Jahre los. Warum einfach wenn's umständlich geht?
    Besser nicht. Zu viele Raketenstarts gehen schief. Das wird sich auch so bald nicht ändern. Aus gutem Grund ist sogar der Transport radioaktiven Materials in der Zivilluftfahrt stark reglementiert.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein neues Konzept soll Bewegung in die stockende Suche nach einem Atommüllendlager bringen. Der Zehn-Punkte-Plan von Greenpeace ist aber vor allem eines: eine Misstrauenserklärung an den politischen Betrieb. Die Umweltschützer wollen den Salzstock Gorleben auf jeden Fall ausschließen.

    Neues Konzept zur Endlagersuche: Greenpeace will Gorleben entsorgen - SPIEGEL ONLINE
    Diskutiert wurde nun wahrhaftig genug, insbesondere die Abfolge:

    a) in einer Ethikkommission
    b) in einer "Nationalen Atommülldebatte"
    c) in einem interdisziplinäres Expertengremium und einer Nationalen Atommüllkommission.

    ist Murks.

    a) moralische Verpflichtet sind wir, unseren Müll zu entsorgen, wer da noch Zweifel hegt, dem ist, zumindest in Sachen Moral, nicht mehr zu helfen.
    b) Es herrscht Konsens in der Frage ob der Abfall gelagert werden muß. Inzwischen sind auch BaWü und Bayern zu einer Standortsuche im eigenen Land bereit. Also ist die Frage nach dem WO? wohl auch soweit geklärt.
    c) Die Kriterien sind bekannt, die Vorkommen der möglichen geologischen Formationen ebenso.

    Es bleibt die Frage nach dem Wie? und da dreht sich der Streit hauptsächlich um die Frage nach der Rückholbarkeit und der Überwachung des Abfalls. Meiner Meinung nach kann es nur um eine Rückholbarkeit gehen, da es sich um einen für den Menschen nicht überschaubaren Zeitraum handelt. Wir wissen heute einfach nicht, ob sich die geologischen gegebenheiten verändern werden oder ob es doch einmal eine sinnvolle Verwendung des Abfalls geben wird. Beides kann eine Rückholung nötig machen. Rückholbarkeit bedeutet aber auch Überwachung, weil man auf Veränderungen nur reagieren kann, wenn man diese dokumentieren kann.
    Rückholbarkeit und Überwachung machen die Lagerung aber teurer und da stellt sich die Frage nach der Finanzierung des Unternehmens.

    Unabhängig von diesen Überlegungen sollte schnell mit der Suche begonnen werden, da man einige Zeit einkalkulieren muss, bis ein geeigneter Standort ernannt werden kann.
  9. #9

    Nein,

    [QUOTE=kross62;11336368]Bei allem Respekt vor Greenpeace.

    Respekt müssen Sie vor diesem Gutmenschenunfug nun wirklich nicht haben. Ist Ihnen die zu entsorgende Ölplattform noch ein Begriff? Da hat sich die "Sachkenntnis" der selbsternannten Umweltschützer hervorragend gezeigt.