Verdacht auf Steuerhinterziehung: Razzia bei Mode-Millionär Eickhoff

Die bundesweite Razzia bei Kunden der Schweizer Bank UBS hat auch einen bekannten Unternehmer getroffen. Laut einem Pressebericht durchsuchten Ermittler die Privatvilla des Modeanbieters Albert Eickhoff in der Nähe von Düsseldorf.

Razzia bei Albert Eickhoff: Verdacht auf Steuerhinterziehung - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Eine Steuererklärung in Deutschland kann ebenfalls immer nur mangelhaft sein. Es ist eines der kompliziertesten Systeme der Welt. Im Prinzip ist jeder der eine Steuererklärung macht auf schwankendem Boden unterwegs.

    Ich würde die Firma einfach schließen und die 80 Mitarbeiter auf die Straße setzen. Von den zu erwartenden Nachzahlungen können die Mitarbeiter sicher gut versorgt werden.
  2. #2

    Die ganz eigene Welt von Herrn Eickhoff

    Der Modemillionär Eickhoff bestätigte laut "Bild" die Razzia. Über seine Stiftung in der Schweiz sagte er: "Damals gehörte es zum guten Ton, Geld ins Ausland zu schaffen. Man konnte ja nicht wissen, ob das Geld in Zukunft in Deutschland sicher ist."
    In der Schweiz war es offensichtlich nicht sicher :-)
    Im Mai 2012 habe er die Bank in der Schweiz gebeten, "das Konto zu legalisieren". Die unterschlagenen Zinserträge aus den letzten Jahrzehnten habe er in seiner Steuererklärung gegenüber dem Finanzamt zum Jahresende deklarieren wollen. Eine Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung hat der Unternehmer nicht erstattet. "Da war ich zu doof", zitiert ihn die Zeitung.
    Das wird die Bank natürlich bestätigen können. In tricksen und täuschen sind die ja echt spitze.
    Zu dumm das dem armen Menschen die Zeit davongerannt ist. Das Finanzamt in Düsseldorf scheint ja so weit weg zu sein, das ein normaler Mensch Monate für eine Selbstanzeige braucht.
    Um die Logik des Herrn mal zusammenzufassen:
    Wenn das "alle machen", darf ich das auch.
    Die USB hat geschlampt und meine Anweisungen missachtet.
    Das Finanzamt ist unerreichbar für eine Selbstanzeige gewesen.
    Und dafür werde ich nun bestraft. :-(
  3. #3

    Zum

    Kann ja durchaus sein, dass es in den Kreisen dieses Herren damals zum guten Ton gehörte, Steuern zu hinterziehen, In meinen Kreisen gehört es heute zum guten Ton, dass derartige Typen in den Knast gehören.
  4. #4

    Zitat von regensommer Beitrag anzeigen
    Eine Steuererklärung in Deutschland kann ebenfalls immer nur mangelhaft sein. Es ist eines der kompliziertesten Systeme der Welt. Im Prinzip ist jeder der eine Steuererklärung macht auf schwankendem Boden unterwegs.

    Ich würde die Firma einfach schließen und die 80 Mitarbeiter auf die Straße setzen. Von den zu erwartenden Nachzahlungen können die Mitarbeiter sicher gut versorgt werden.
    Ja ja, und der Boden schwankt ganz gewaltig, wenn ich Gelder in die Schweiz transferiere, auch wenn es unter Seinesgleichen als guter Ton gilt.
    In Bezug auf den "kleinen" Mann, der seine Steuererklärung selber machen muss (und sich einen Steuerberater nicht leisten kann), gebe ich Ihnen in Bezug auf das komplizierte Steuerrecht Recht.
  5. #5

    Je reicher, desto sicherer

    Im Mai 2012 habe er die Bank in der Schweiz gebeten, "das Konto zu legalisieren". Die unterschlagenen Zinserträge aus den letzten Jahrzehnten habe er in seiner Steuererklärung gegenüber dem Finanzamt zum Jahresende deklarieren wollen. Eine Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung hat der Unternehmer nicht erstattet. "Da war ich zu doof", zitiert ihn die Zeitung.
    Für mich hört sich das so an, das der Herr einen Tipp bekommen hat. Wahrscheinlich hat ihm die USB im Frühjahr schon mitgeteilt das seine Daten beim Finanzamt liegen.
    Es ist natürlich unverschämt das ihn das Finanzamt nicht darauf aufmerksam gemacht hat, das er "Opfer" einer Razzia wird. :-)
  6. #6

    Hm

    Nach Jahrzehnten der Steuerhinterziehung wollte ich mit meiner nächsten Steuererklärung alles angeben - ehrlich.
    Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute
  7. #7

    Ab einer Million gibt es Knast. Das ist der gute Ton.
  8. #8

    6 Ermittler zeigt schon wie fahrlässig

    der Staat mit "Schweizer Steuersündern" umgeht. Hier soll nicht aufgedeckt werden sondern beim Vertuschen geholfen werden.
  9. #9

    Das ist aber auch schwierig:

    Zitat von regensommer Beitrag anzeigen
    Eine Steuererklärung in Deutschland kann ebenfalls immer nur mangelhaft sein. Es ist eines der kompliziertesten Systeme der Welt. Im Prinzip ist jeder der eine Steuererklärung macht auf schwankendem Boden unterwegs.

    Ich würde die Firma einfach schließen und die 80 Mitarbeiter auf die Straße setzen. Von den zu erwartenden Nachzahlungen können die Mitarbeiter sicher gut versorgt werden.
    Für 95% der Steuerpflichtigen gehört es zum guten Ton eine möglichst zutreffende Steuererklärung abzugeben. Der Rest schafft eben sein Vermögen in die Schweiz, beschäftigt in reiner Selbstlosigkeit mal eben 80 Menschen und sülzt hier im Forum von zu hohen Steuern und kompliziertem Steuerrecht. Den Herrschaften sei, zu Übungszwecken mal ein Solzialhilfeantrag zum ausfüllen gegeben.