Deutschlands beste Professoren: Lehren unter Strom

Illustration: Silja GötzEr will irritieren, aufwiegeln, begeistern - und eine Revolution anzetteln. Mindestens. Der Hildesheimer Professor Stephan Porombka gilt als Provokateur und möchte die Literatur von Morgen finden. Dafür untersucht er auch die Brillanz und Rotzigkeit der neuen Medien.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...-a-866019.html
  1. #1

    Provokateur Professor Porombka

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er will irritieren, aufwiegeln, begeistern - und eine Revolution anzetteln. Mindestens. Der Hildesheimer Professor Stephan Porombka gilt als Provokateur und möchte die Literatur von Morgen finden. Dafür untersucht er auch die Brillanz und Rotzigkeit der neuen Medien.

    Literaturprofessor Stephan Porombka will provozieren - SPIEGEL ONLINE
    "Hä, Hä, Hä"? Provokation, Rotzigkeit und wahrscheinlich auch Brillanz bei der Darstellung unangenehmer Realität werden im vergleichsweise neuen Medium zum Beispiel des Forums von Spiegel online gerne zensiert. Zumindest da wird Herr Porombka also nicht viel zu untersuchen haben, und um Mösenaufruhr, Feuchtgebiete und Sümpfe untersuchen zu können, muß er erst einmal bezahlen.
  2. #2

    optional

    Bei Herrn Porombka habe ich das Gefühl dass er um jeden Preis anders sein möchte um sich von anderen zu Distanzieren, etwa "seht alle her, ich bin ja so cool und anders" etc
  3. #3

    Ich mag ja Subversion, aber wenn man mitbekommt, was in den Geisteswissenschaften so alles als "hochschulreife" Leistung erachtet wird, erhöht das nicht gerade den Respekt, den man als Naturwissenschaftler diesen Fächern entgegenbringen möchte. Irgendwie wird am Ende des Tages noch jedes Klischee der "zwei Kulturen" erfüllt. Und man fragt sich, warum man sich eigentlich als Naturwissenschaftler auf so hohem Niveau abrackert, während man als Geisteswissenschaftler anscheinend auch mit Zirkusnummern zum Professor berufen werden kann.
  4. #4

    Zitat von Newspeak Beitrag anzeigen
    Ich mag ja Subversion, aber wenn man mitbekommt, was in den Geisteswissenschaften so alles als "hochschulreife" Leistung erachtet wird, erhöht das nicht gerade den Respekt, den man als Naturwissenschaftler diesen Fächern entgegenbringen möchte. Irgendwie wird am Ende des Tages noch jedes Klischee der "zwei Kulturen" erfüllt. Und man fragt sich, warum man sich eigentlich als Naturwissenschaftler auf so hohem Niveau abrackert, während man als Geisteswissenschaftler anscheinend auch mit Zirkusnummern zum Professor berufen werden kann.
    Das bringt meinen wenig öffentlichkeitstauglichen Gedankengang nach Lektüre dieses Artikels sehr gut auf ein weniger erbostes Niveau und in eine präsentierbare Form. Danke.
  5. #5

    Geist vs. Natur

    Muss die alte Diskussion um Geist vs. Natur wirklich jedes Mal neugeführt werden? Als Geisteswissenschaftler sind Forscher "Deutungswissenschaftler", d.h. sie setzen sich mit kulturellen Erscheinungen auseinander und denken - auf möglichst hohem Niveau; möglichst innovativ - darüber nach. Nicht mehr, nicht weniger.
    Aristoteles, Kant, Nietzsche, Marx, Sloterdijk; sämtlich Geisteswissenschaftler in diesem Sinne. Alles Wissen über den Menschen, das über das anatomische hinausgeht: Deutungswissen. Unser heutiges Kulturverständnis, unsere Selbstbilder: nur eine Summe der Deutungsleistungen von Disziplinen wie Soziologie, Philosophie und eben auch Facebookforschung.
    Unter Zürich für 1 Milliarde im Jahr Elementarteilchen aufeinanderprallen zu lassen, um mehr über die physikalische Beschaffenheit der Welt zu erfahren, scheint mir in diesem Zusammenhang nicht mehr oder weniger sinnvoll, als darüber nachzudenken, was die digitalen Medien (wie dieses Forum) mit uns als Menschen machen.