Wüstenstromprojekt: Deutsche Firmen ziehen sich aus Desertec zurück

APErst Siemens, jetzt Bosch: Beim Solarstromprojekt Desertec sind deutsche Unternehmen auf dem Rückzug. Doch laut den Desertec-Planern sind auch neue Partnerschaften geplant.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-866819.html
  1. #1

    Verrstaendlich diese Entwicklung,

    denn die Frage stellt sich, brauchen wir diesen Strom von "weit her" noch? Überkapazitäten von Wind und Solar Erzeugern lassen dieses Project fuer Deutschland mehr und mehr als entberlich erscheinen. Der Schwerpunkt fuer Deutschland sollte darin liegen, den fluechtigen Strom aus erneuerbaren Quellen in eine zuverlaessliche Energiequelle umzuwandeln, sprich Speichermethoden zu entwickeln, die moeglist ohne grosse Energieverluste auskommen. Darin liegt die Zukunft der Energiewirtschaft.
  2. #2

    Fördermittel

    Vermutung : die Förderung für dieses sinnlose Projekt wurde gekürzt.
    Wenn in Marokko elek. Energie lohnend hergestellt werden könnte, wären die Marokkaner wohl die Ersten, die dies für den Rigenverbrauch schon täten.
  3. #3

    Tja

    Das war eh eine Totgeburt. Tanker fuer Tanker vom arabischen Oel abzuhaengen ist wesentlich weniger schlimm als mit diesen instabilen Staaten durch ein dickes Kabel verbunden zu sein.
  4. #4

    Andasol

    Nach dem Desaster mit Andasol ist nur vernünftig, aus einem weiteren Hirngespinst auszusteigen.
    Bravo Siemens und Bosch! Eine gute Entscheidung.
  5. #5

    Sie werden lachen

    Zitat von darthmax Beitrag anzeigen
    Vermutung : die Förderung für dieses sinnlose Projekt wurde gekürzt.
    Wenn in Marokko elek. Energie lohnend hergestellt werden könnte, wären die Marokkaner wohl die Ersten, die dies für den Rigenverbrauch schon täten.
    In Marokko werden Kraftwerke ohne deutsche Beteiligung und für den eigenbedarf gebaut. Die Staaten Nordafrikas wollen keine zweite Kolonialisierung.
  6. #6

    Den bisherigen Kommentaren ist nicht viel hin zu zu fügen...

    Dies noch:
    - Ich zweifle die Wettbewerbsfähigkeit an, zu viele Risiken bis der Strom bei uns ist. Wenn schon Umwandlung in Methan oder anderes zum Export. Statt Öl.
    - Die vielen 10000 kleinen Projekte und Anlagen in Europa werden schneller verwirklicht, als dieses grosse weit weg.
    - Bei Projekten daheim bleibt mehr Kapital im Land und schafft hier Arbeit
    - Höchstens zur Diversifizierung der Erneuerbaren Energien und damit eine konstantere Versorgung wäre es hilfreich. Aber ob der Dauer und der Risiken geht das wohl wo anders besser ...
  7. #7

    Deutsche Firmen ziehen sich aus Desertec zurück

    Desertec soll - nach dem Atomausstieg - den Monopolisten das einträgliche Geschäft auch zukünftig sichern. Der Ausstieg verantwortungsvoller Firmen aus Desertec ist daher überfällig. Die Zukunft gehört dezentral erzeugter Schwarmenergie. Nur so können horrende Netzinvestitionen - von der Politik wieder auf den Kleinverbraucher abgewälzt - verhindert werden.
  8. #8

    Das Merkwürdigste am Wüstenstrom

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erst Siemens, jetzt Bosch: Beim Solarstromprojekt Desertec sind deutsche Unternehmen auf dem Rückzug. Doch laut den Desertec-Planern sind auch neue Partnerschaften geplant.

    Bosch und Siemens: Deutsche Firmen ziehen sich aus Desertec zurück - SPIEGEL ONLINE
    ist, dass die Sahara-Staaten ihren Strom lieber billiger und zuverlässiger mit Erdgas produzieren, das bei ihnen bei der Ölförderung anfällt und das sie zum größten Teil immer noch ungenutzt abfackeln. Irgendetwas stimmt an der Rechnung von desertec nicht.
  9. #9

    Zitat von darthmax Beitrag anzeigen
    Vermutung : die Förderung für dieses sinnlose Projekt wurde gekürzt.
    Wenn in Marokko elek. Energie lohnend hergestellt werden könnte, wären die Marokkaner wohl die Ersten, die dies für den Rigenverbrauch schon täten.
    Lohnend Strom herstellen könnte man mit Solarenergie in Marokko schon, zumindest allemal lohnender als mit Solarprojekten in Hannover usw. wie es hierzulande gerade läuft.

    Das Problem dürfte ganz woanders liegen: Was bringt uns der Strom in Marokko oder Tunesien? Um Geld damit zu verdienen müsste er über Trassen nach Europa transportiert werden...über eine Strecke von tausenden Kilometern auf denen aktuell praktisch NULL Infrastruktur dafür bereitsteht.

    Ein entsprechendes Stromnetz aufzubauen würde dutzende Milliarden kosten und Minimum 15-20 Jahre wenn nicht mehr dauern. Erst danach würden (vielleicht) Strom und Geld fließen.

    Das kaum ein Privatunternehmen bereit (oder fähig) ist eine derartig lange Zeit für den ROI zu tragen sollte nicht wirklich überraschen.