Rockstar-Mitgründer Dan Houser: "Unsere Spiele sind antikapitalistisch"

Rockstar GamesEs ist raus: "Grand Theft Auto V" kommt, im Frühjahr 2013. Der Brite Dan Houser, Mitgründer der Firma Rockstar Games, ist für Geschichte und Spielwelt verantwortlich. Im Interview spricht er über antikapitalistische Botschaften, eine bahnbrechende Neuerung - und den amerikanischen Alptraum

http://www.spiegel.de/netzwelt/games...-a-866662.html
  1. #40

    Thema Gewalt

    Mir ist auch aufgefallen, dass die Gewalt im Spielen immer stärker zunimmt. Aber GTA um himmelswillen ist kein Aushängeschild dafür. Es ärgert mich, dass immer diesselben stupiden Fragen gestellt werden, anstatt das Phänomen "digitaler Tourismus" etwas mehr auszuleuchten. GTA IV war umwerfernd. Wie ich die Taxifahrten genossen habe! Die Architektur der Stadt, das Leben auf den Straßen, grandios. Was das System angeht, glaube ich sogar dass die PC Version diesmal besser unterstützt wird. Die PS3 kann einpacken, dieses Spiel gehört auf den leistungsstarken Rechner!
  2. #41

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist raus: "Grand Theft Auto V" kommt, im Frühjahr 2013. Der Brite Dan Houser, Mitgründer der Firma Rockstar Games, ist für Geschichte und Spielwelt verantwortlich. Im Interview spricht er über antikapitalistische Botschaften, eine bahnbrechende Neuerung - und den amerikanischen Alptraum

    Grand Theft Auto V: Interview mit Dan Houser von Rockstar Games - SPIEGEL ONLINE
    Und direkt vorbestellt! :)
    Allerdings in .AT ..
    Wer weiß, was die deutschen Jugendschützer wieder aus meinem Lieblingsspiel machen...
    Bis dahin muss ich allerdings erst mal Assassins Creed 3 durchzocken. Also wehe, das kommt vor März 2013!
  3. #42

    Ja aber ...

    Zitat von metalslug Beitrag anzeigen
    Mir ist auch aufgefallen, dass die Gewalt im Spielen immer stärker zunimmt. Aber GTA um himmelswillen ist kein Aushängeschild dafür. Es ärgert mich, dass immer diesselben stupiden Fragen gestellt werden, anstatt das Phänomen "digitaler Tourismus" etwas mehr auszuleuchten. GTA IV war umwerfernd. Wie ich die Taxifahrten genossen habe! Die Architektur der Stadt, das Leben auf den Straßen, grandios. Was das System angeht, glaube ich sogar dass die PC Version diesmal besser unterstützt wird. Die PS3 kann einpacken, dieses Spiel gehört auf den leistungsstarken Rechner!
    ... dieses Spiel erscheint erstmal auf den Konsolen. Kann ich auch nachvollziehen. Erstmal will Rockstar Geld einnehmen bevor sie es portieren. Und da die Serie ohne die Playstation sehr wahrscheinlich nicht so groß geworden wäre ist das auch nur konsequent. Da die Verkaufszahlen bei den AAA-Titeln für die Konsolen in der Regel höher sind als beim PC (die Preise der einzelnen Titel sind zudem auch noch höher) machen das doch mittlerweile viele. Selbst wenn die Titel für alle Plattformen gleichzeitig erscheinen sind die Konsolemportierungen diejenigen die das Geld bringen.
  4. #43

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist raus: "Grand Theft Auto V" kommt, im Frühjahr 2013. Der Brite Dan Houser, Mitgründer der Firma Rockstar Games, ist für Geschichte und Spielwelt verantwortlich. Im Interview spricht er über antikapitalistische Botschaften, eine bahnbrechende Neuerung - und den amerikanischen Alptraum

    Grand Theft Auto V: Interview mit Dan Houser von Rockstar Games - SPIEGEL ONLINE
    Ich denke das Thema Gewalt in Computerspielen ist vor allem ein Konfliktthema für ältere Generationen. Dabei übersteigt diese nur selten das Maß an Gewalt, welches im Spätabendprogramm dargestellt wird. Ich gebe zu ich bin kein Bondfan, aber ich meines selbst der bringt regelmäßig Gegenspieler in seinen Filmen um die Ecke ohne, dass jemand James Bond als gewaltverherrlichend bezeichnen würde.

    Zu GTA kann ich nur begrenzt etwas sagen, da sich meine Spielerfahrungen dort weitestgehend auf Vice City (Kleinkrimineller strandet in Miami(?) und darf sehen, wie er klar kommt usw.) beschränkt. Dort empfand ich die für den Storyfortschritt notwendige Gewalt eher als hinderlich, denn vergnügsam und es waren eigentlich immer Situationen, die so auch in einem guten Mafiafilm hätten vorkommen können.
    Nebenbei fand ich dort mein Bild von der amerikaischen Gesellschaft tatsächlich bestätigt. Schöne Fassade, Touristenhochburgen und zur Schau gestellter Reichtum auf der einen Seite, Slums Bandenkriege und Kampf ums Überleben auf der anderen.
    Ich denke es gibt genug Spiele mit weniger Tiefgang, wo es ausschließlich um Gewalt geht. GTA ist hier denke ich zu Unrecht immer wieder in der Kritik.
  5. #44

    Zitat von mk84 Beitrag anzeigen
    Ein sehr feines Interview, obgleich ich mit PC/Konsolenspielen noch nie etwas anfangen konnte, weil mich diese künstlich erzeugten Welten und kindlichen Spieltriebe einfach langweilen. Ich glaube zudem auch, dass nur wenige Spieler diese subtilen, durchaus begrüßenswerten Botschaften beachten.
    Klar dreht man auch mal ne Runde bei GTA, wo man nur mal aus Spass Leute verprügelt oder erschießt und sich von den Cops jagen läßt, aber dass ist doch langweilig.

    Es ist das Design und die Atmosphäre im Spiel, die begeistern. Die Stereotypen sind überzeichnet, die Dialoge witzig und die Missonen abgedreht und Seitenhiebe auf Film, Politik und Gesellschaft.

    Denke das es ziemlich viele Spieler gibt, die genau das genießen.

    Ansonsten waren die ersten Teile wesentlich gewaltätiger. In Teil 1 konnte man beispielsweise noch fett Punkte sammeln, indem man eine komplette Gruppe Krishna-Jünger plattmacht.

    Gewaltexesse sind in den neueren Teilen auch möglich, werden aber nicht so belohnt.
  6. #45

    Ursache und Wirkung

    Man kann nur hoffen, dass die erzkonservativen und hirnbefreiten Teile der US-Amerikaner, die aber das Land - egal unter welchem Präsidenten - im Griff zu haben scheinen, irgendwann erkennen, dass eine nackte Brust nicht so schlimm ist wie Korruption, Mord und Totschlag. Erst dann könnten Spiele auch mal in eine andere Richtung gehen (s. Hot-Coffee).
    Aber das ist ein weltweites Problem: solange Konservative an der Macht sind, ist Sex böse und Gewalt gut - die Folgen sind überall zu beobachten: Asozialität unter Jugendlichen (mit teilweise tödlichen Folgen) nimmt zu. Hinterher wird dann nicht die Ursache - das konservative Weltbild (das zu Rücksichtslosigkeit auffordert) sondern die Abbildung dessen in den Medien und der Kunst angeprangert. Weil das ist für Konservative das Schlimmste: Selbstreflektion über die Folgen ihrer steinzeitlichen Denke.
  7. #46

    antikapitalistisch?

    Wie vorbildlich! An welche Hilfsorganisationen fliessen denn sämtliche Gewinne? Das geht aus dem Artikel nicht hervor.